Der ehemalige Ministerpräsident Orbán: Ungarn steuert unter Ministerpräsident Magyar auf eine „autoritäre Herrschaft“ zu

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Der ehemalige ungarische Ministerpräsident und Fidesz-Vorsitzende Viktor Orbán hat der Regierung unter Ministerpräsident Péter Magyar vorgeworfen, Ungarn „in Richtung einer autoritären Herrschaft“ zu führen, und damit die hitzige politische Auseinandersetzung um die von der Regierung vorgeschlagenen Verfassungsreformenweiter verschärft .
In einem am Samstag veröffentlichten Facebook-Beitrag verteidigte Orbán den ehemaligen Präsidenten János Áder, der zu den schärfsten Kritikern des Regierungsplans gehört, Präsident Tamás Sulyok durch die vorgeschlagene 17. Änderung des Grundgesetzes abzusetzen.
Orbán: „Aggression, Einschüchterung und Drohungen“
„János Áder hat sich für die Rechtsstaatlichkeit eingesetzt. Ruhig und mit rationalen Argumenten“, schrieb Orbán. Anschließend kritisierte er die Reaktion der Regierung auf Áders Äußerungen.
„Was danach geschah, war für alle offensichtlich: Aggression, Drohungen und Einschüchterung. Das ist ein direkter Weg in die autoritäre Herrschaft. Das ist der Standpunkt der Tisza-Regierung. Das dürfen wir nicht zulassen.“
Orbán beendete seinen Beitrag mit dem Hashtag #StopAuthoritarianism (übersetzt aus dem Ungarischen #StopÖnkény), einem Slogan, der in letzter Zeit in Beiträgen mehrerer Fidesz-Politiker aufgetaucht ist.
Der Streit zwischen Áder und Ministerpräsident Magyar spitzt sich zu
Der Wortwechsel folgt auf Äußerungen des ehemaligen Präsidenten János Áder Anfang dieser Woche, als er die geplante Absetzung von Präsident Tamás Sulyok während eines Auftritts im Podcast „Muss ich noch etwas sagen, Ildikó? “ des ungarischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks als verfassungswidrig bezeichnete.
Premierminister Péter Magyar reagierte darauf mit dem Vorwurf, Áder profitiere über die „Blue Planet Climate Protection Foundation“, deren Vorsitzender Áder ist, von öffentlichen Geldern. Magyar bezeichnete den ehemaligen Präsidenten als „Fischer nach öffentlichen Geldern“ und behauptete, dass seit Jahren öffentliche Gelder über die Stiftung fließen würden; dabei hob er auch die Vergünstigungen hervor, die ehemaligen Staatsoberhäuptern gewährt werden, darunter eine Dienstwohnung, Personal und eine monatliche Zuwendung.
Áder hat daraufhin vom Ministerpräsidenten verlangt, entweder Beweise für seine Vorwürfe vorzulegen oder sich öffentlich zu entschuldigen. Stattdessen hat Magyar seine Kritik fortgesetzt und unter anderem ein Drohnenvideo von Áders Amtssitz veröffentlicht.
Falls Sie es verpasst haben: Ministerpräsident Magyar veröffentlicht nach hitzigem Wortwechsel Drohnenvideo von der Residenz des ehemaligen Präsidenten Áder

