Der ungarische Forint versucht sich zu behaupten, während die Märkte angesichts globaler Spannungen ins Wanken geraten

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Der ungarische Forint verzeichnete am Donnerstagmorgen eine leichte Erholung, nachdem er zuvor den stärksten Einbruch seit Wochen erlitten hatte; die Anleger reagierten weiterhin auf die eskalierenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und die Sorgen um die öffentlichen Finanzen Ungarns.
Forint erholt sich nach volatilem Handel
Nach der starken Abwertung am Mittwoch konnte der Forint zu Beginn des Handels am Donnerstag sowohl gegenüber dem Euro als auch gegenüber dem US-Dollar wieder etwas an Boden gewinnen. Kurz vor 7 Uhr morgens notierte der Euro bei 360,26 HUF, nach 361,57 HUF am Vorabend, während der US-Dollar von 317,29 HUF auf 315,28 HUF nachgab. Auch der Schweizer Franken gab leicht nach und notierte bei 390,61 HUF.
Im weiteren Handelsverlauf legte die ungarische Währung weiter zu und drückte den Euro kurzzeitig wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 360 HUF. Während der Vormittagssitzung wurde die Gemeinschaftswährung bei rund 358,7 HUF gehandelt, was laut VG.hu darauf hindeutet, dass die Anleger nach den starken Verlusten des Vortages vorsichtig zurückkehrten.
Äußerungen von Trump und der Iran-Konflikt erschüttern die Märkte
Der Ausverkauf des Forint begann, nachdem US-Präsident Donald Trump während des NATO-Gipfels verkündet hatte, dass der Waffenstillstand mit dem Iran faktisch zusammengebrochen sei. Seine anschließenden Warnungen vor erneuten Militäraktionen, gefolgt von Berichten über Angriffe auf iranische Hafenstädte, lösten eine Welle der Risikoaversion an den Finanzmärkten aus.
Die geopolitische Unsicherheit belastete die Währungen der Schwellenländer, darunter auch den Forint, während die Anleger die Entwicklungen an den Ölmärkten und den globalen Aktienmärkten aufmerksam verfolgten. Obwohl die Rohölpreise am Donnerstag nach der Rallye vom Mittwoch leicht nachgaben, bleibt der Konflikt der dominierende Faktor für die Marktstimmung.
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Haushaltssorgen erhöhen den Druck
Auch innenpolitische Finanznachrichten trugen zum Druck auf die ungarische Währung bei. Finanzminister András Kármán gab bekannt, dass bei der Haushaltsüberprüfung der Regierung zusätzliche, zuvor nicht gemeldete Ausgaben in Höhe von 400 Milliarden HUF (1,1 Milliarden Euro) aufgedeckt worden seien, die von der Vorgängerregierung übernommen worden waren.
Er erklärte zudem, dass das Haushaltsdefizit im Jahr 2026 statt der ursprünglich geplanten 3,7 % bis zu 8,3 % des BIP hätte erreichen können. Nach Angaben des Ministers strebt die Regierung keinen bestimmten Wechselkurs für den Forint an, doch die Aufrechterhaltung einer stabilen und berechenbaren Währung bleibt ein wichtiges Ziel.
Unterdessen eröffnete der ungarische Leitindex BUX den Handel am Donnerstag mit leichten Gewinnen, da die Anleger versuchten, sich von den breiten Marktrückgängen des Vortages zu erholen, obwohl die Unsicherheit im Zusammenhang mit globalen Ereignissen die Märkte weiterhin in Atem hält.
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