Die ungarische Außenministerin Anita Orbán warnt die Ukraine: Der EU-Beitritt werde gestoppt, sollte Kiew zu „Tricks“ greifen

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Ungarns nationale Interessen werden stets Vorrang haben, und die Regierung wird diese Interessen im Rahmen ihres Bündnissystems vertreten, erklärte Außenministerin Anita Orbán in einem Interview im Vorfeld des Treffens der Außenminister der Europäischen Union am Montag in Luxemburg und fügte hinzu: „Ungarn wird sich wieder wie ein europäisches Land verhalten.“
Sie erklärte, dass die Ungarn bei den Parlamentswahlen im April klar zum Ausdruck gebracht hätten, „dass Ungarns Platz in Europa ist“. „Ein neues Ungarn ist entstanden, ein Land, das sich mit neuem Engagement der Aufgabe widmet, eine gemeinsame europäische Zukunft aufzubauen“,sagte sie.
In Bezug auf die Gespräche mit der Ukraine erklärte sie, dass „wochenlange intensive Verhandlungen“zu einer Einigung mit Kiew geführt hätten. Das neue bilaterale Abkommen regele die Rechte ethnischer Ungarn in den Bereichen Bildung, öffentliche Verwaltung, Verwendung von Symbolen und Kultur, fügte sie hinzu. Als „eine der bedeutenden Errungenschaften der vergangenen Woche“sei dasAbkommen zudem als Bezugspunkt in den Aktionsplan der Ukraine und der Europäischen Union für Minderheiten aufgenommen worden, so Orbán.
Der erste Beitrittscluster der Ukraine werde am Montag gestartet und umfasse Grundrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, wobei das bilaterale Abkommen in diesen Prozess integriert werde, fügte sie hinzu.

Anita Orbán spricht über die automatische Aussetzung
Das Abkommen enthält auch eine vorläufige Benchmark, wonach der Beitrittsprozess im ersten Cluster automatisch ausgesetzt wird, sollte die Ukraine die Bedingungen des Abkommens nicht erfüllen.
„Die ungarische Diplomatie hat in den letzten Wochen erreicht, dass das Abkommen nun nicht nur im bilateralen Rahmen, sondern auch als Teil des europäischen Integrationsprozesses gilt, was bedeutet, dass seine Einhaltung sowohl im bilateralen als auch im europäischen Rahmen durchgesetzt wird“, sagte sie.
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„Für Ungarn ist die Erfüllung und Umsetzung dieses Abkommens eine grundlegende Voraussetzung für den europäischen Integrationsprozess der Ukraine“, betonte sie.
Die Außenministerin betonte, dass Ungarn keine andere Lösung unterstütze, sondern vielmehr einen Beitritt auf der Grundlage von Leistung und Reformen befürworte.
Unterdessen bleibt Montenegro ein Vorreiter im Erweiterungsprozess, und Ungarn unterstützt die EU-Beitrittsbestrebungen der westlichen Balkanstaaten. Sie erklärte, dass die Fortschritte Montenegros zeigen, dass Engagement und Reformen Früchte tragen, und äußerte die Hoffnung, dass dies als Ansporn für die gesamte Region dienen möge. Ungarn unterstütze den Beitrittsprozess Moldawiens, fügte Orbán hinzu.
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