Die ungarische Regierung plant eine Neugestaltung des Feuerwerks am 20. August: So könnte es sich ändern

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Aufeinanderfolgende Orbán-Regierungen haben das Feuerwerk zum Stephanstag in Budapest lange Zeit als das größte Europas angepriesen. Die derzeitige ungarische Regierung scheint jedoch eine andere Sichtweise einzunehmen. Derzeit werden Pläne für eine bescheidenere Veranstaltung ausgearbeitet – kürzer, kostengünstiger und darauf ausgerichtet, Zielgruppen zu erreichen, die bisher ausgeschlossen waren, darunter Bewohner von Kinderheimen.

Das Feuerwerk am 20. August wird stattfinden, könnte jedoch ganz anders aussehen

Angesichts weit verbreiteter Spekulationen über das Schicksal der diesjährigen Nationalfeiertage übermittelte Ervin Nagy, Staatssekretär für Kultur, in einem Interview mit RTL Klub eine klare Botschaft: Auch in diesem Jahr wird in Budapest ein staatlich finanziertes Feuerwerk stattfinden. Es dürfte sich jedoch erheblich von früheren Spektakeln unterscheiden, da die Organisatoren eine kürzere und kostengünstigere Show als in den letzten Jahren in Betracht ziehen. Die Kostensenkung ist eine erklärte Priorität.

Herr Nagy schlug vor, dass eine Möglichkeit, dies zu erreichen, darin bestünde, Unternehmen auszuschließen, die in der Vergangenheit erheblich von der Organisation staatlicher Veranstaltungen profitiert haben. Er wies insbesondere darauf hin, dass mit Gyula Balásy verbundene Geschäftsinteressen, die mit früheren Orbán-Regierungen in Verbindung stehen, nicht am diesjährigen Programm beteiligt sein würden, wodurch seiner Aussage nach eine übermäßige Gewinnabschöpfung verhindert werde.

Orbán-Regierungen organisierten sehr kostspielige Feuerwerke

Die Kosten für die Feierlichkeiten im vergangenen Jahr waren beträchtlich. Allein das Feuerwerk in Budapest belief sich auf über 3,6 Milliarden Forint, während das gesamte Programm zum Stephanstag öffentliche Ausgaben in Höhe von 10,9 Milliarden Forint verursachte. Im Gegenzug wurden mehr als 45.000 pyrotechnische Effekte gezündet. Für das diesjährige Budget wurden bislang noch keine offiziellen Zahlen veröffentlicht, allerdings hat die Regierung angedeutet, dass die Ausgaben voraussichtlich sinken werden. Im vergangenen Jahr wurden Feuerwerke an mehreren Orten in der Provinz abgesagt, teils aus Kostengründen, teils aus Tierschutzgründen.

Spectacular 20 August fireworks and drone show in Budapest
Foto: FB/Ungarische Regierung

Nagy wies zudem darauf hin, dass neben Bemühungen, das Erlebnis einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, auch ein kürzeres Feuerwerk in Erwägung gezogen werde. Zu den Vorschlägen gehören die Inszenierung bestimmter visueller Elemente an alternativen Veranstaltungsorten, wie beispielsweise in Kinderheimen, oder die Erleichterung der Anreise nach Budapest für Kinder, die bisher nicht an den Feierlichkeiten teilnehmen konnten.

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Der Staatssekretär ist Mitglied des Organisationskomitees für den 20. August, wodurch er direkten Einblick in die Planung der diesjährigen Veranstaltungen hat.

Am 20. August feiert Ungarn die Staatsgründung.

Titelbild: depositphotos.com

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