Es stehen Milliarden Euro auf dem Spiel: Außerordentliche Sitzung des ungarischen Parlaments nimmt ihre Arbeit auf

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In einer außerordentlichen Sitzung am Dienstag wird das Parlament unter anderem Gesetzesänderungen im Zusammenhang mit den Auflagen für den Zugang zu zurückgehaltenen EU-Mitteln erörtern und zudem der Umbettung des 1956 ermordeten Ministerpräsidenten Imre Nagy gedenken.

Laut der auf der Website des Parlaments veröffentlichten Tagesordnung beginnt die Sitzung um 9 Uhr mit einer Gedenkfeier für die Märtyrer des Aufstands von 1956, die am 16. Juni 1958 hingerichtet und am 16. Juni 1989 symbolisch als Zeichen des Regimewechsels wiederbestattet wurden.

Imre Nagy speech Parliament
Imre Nagy spricht 1956 vom Balkon des Parlaments aus zur Menge. Foto: fortepan.hu

Die Sondersitzung findet statt, damit das Parlament über fünf Gesetzesvorlagen abstimmen kann. Eine Verschiebung auf die Herbstsitzung„würde die Umsetzung wichtiger Gesetze verzögern“, soeine frühere Erklärung der Regierung,wie die ungarische Nachrichtenagentur berichtete.

Die Vorschläge sehen eine Verschärfung der Vorschriften zur Vermögenserklärung und deren Überwachung vor, indem die Befugnisse der Integritätsbehörde erweitert werden und weitere Maßnahmen ergriffen werden. Außerdem wird vorgeschlagen, Stiftungen zur Verwaltung öffentlichen Vermögens aufzulösen und das Strafprozessrecht zu ändern, um die Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung zu verschärfen.

Die Gesetzesänderung würde es Ungarn ermöglichen, die in der EU-Fazilität für Wiederaufbau und Resilienz festgelegten Super-Meilensteine vor Ablauf der Frist zu erfüllen.

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EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar. Foto: Anadolu/Dursun Aydemir

Auf der Tagesordnung stehen zudem Änderungsvorschläge zu einem Kooperationsabkommen zwischen Ungarn und der Slowakei über den Bau und Betrieb von Kohlenhydratpipelines zwischen den beiden Ländern sowie ein Vorschlag zur Abschaffung der Leistungsbewertung von Lehrkräften in ihrer derzeitigen Form.

Titelbild: Facebook/Forsthoffer Ágnes

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