Feier: Ungarn nimmt vor drei Jahren stillgelegte Bahnstrecke wieder in Betrieb – Videos, Fotos

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Zwischen Komló und Dombóvár verkehren wieder Personenzüge, womit eine weitere unter der vorherigen Regierung stillgelegte Bahnstrecke wieder in Betrieb genommen wurde. Der planmäßige Personenverkehr wurde am Samstag nach dreijähriger Unterbrechung wieder aufgenommen; Vertreter der Regierung bezeichneten diesen Anlass als Meilenstein für den ungarischen Schienenverkehr.

Die Wiedereröffnung wurde von Tausenden Einwohnern, Eisenbahnliebhabern und Fahrgästen gefeiert, die sich in Komló versammelten, als der historische „Zobák-Express“, gezogen von einer legendären Dampflokomotive der Baureihe 424, am Bahnhof einfuhr.

MÁV nimmt den regulären Betrieb wieder auf

In seiner Rede anlässlich der Wiedereröffnungsfeier erklärte MÁV-Vorstandsvorsitzender Zsolt Hegyi, dies sei vielleicht die erste Veranstaltung gewesen, an der er teilgenommen habe, bei der die Feierlichkeiten im Mittelpunkt der Rückkehr von Personenzügen auf eine Bahnstrecke standen.

Er bestätigte, dass der reguläre Personenverkehr zwischen Komló und Dombóvár offiziell wieder aufgenommen wurde, und kündigte an, dass auch der Zugverkehr zwischen Miskolc und Tiszaújváros wieder aufgenommen werde; die Wiederaufnahme des Betriebs sei für den 1. September geplant.

Laut Hegyi wurden durch die jüngsten Instandhaltungsarbeiten die Strecke für Züge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h wiederhergestellt, Geschwindigkeitsbeschränkungen aufgehoben und die Infrastruktur erheblich verbessert. In den vergangenen Wochen haben die Bahnmitarbeiter:

  • ausgeführt Gleisausrichtungsarbeiten auf einer Strecke von mehr als 18 Kilometern,
  • die Befestigungen an über 6.500 Betonschwellen repariert,
  • das Bahnhofsgebäude in Komló renoviert sowie
  • die Fahrgastinformationssysteme modernisiert.

Er fügte hinzu, dass weitere Investitionen geplant seien, darunter die Modernisierung der Signalanlagen am Bahnhof Komló, wodurch sich die Zeit, in der Bahnübergänge für den Straßenverkehr gesperrt bleiben, voraussichtlich verkürzen werde.

Regierung verspricht Ende der Bahnstreckensperrungen

Verkehrs- und Bauminister Dávid Vitézy, der mit dem Nostalgiezug nach Komló gereist war, dankte den MÁV-Mitarbeitern dafür, dass sie die Arbeiten rechtzeitig zur Wiedereröffnung abgeschlossen hatten. Er erklärte, die Regierung habe das, was er als die bisherige Ära der Bahnstreckensperrungen bezeichnete, beendet und sei in eine neue Phase eingetreten, in der der Schwerpunkt auf dem Ausbau des Schienenverkehrs liege.

Vitézy bezeichnete den Schienenverkehr als das nachhaltigste und umweltfreundlichste Verkehrsmittel und argumentierte, dass Bahnstrecken modernisiert statt stillgelegt werden sollten. Er bezeichnete die Stilllegung der Komló-Strecke und neun weiterer Strecken unter der vorherigen Regierung als Fehler und fügte hinzu, dass in den kommenden Monaten weitere zuvor eingestellte Personenverkehrsverbindungen wieder aufgenommen werden sollen.

Er bestätigte, dass die nächste Wiedereröffnung die Strecke Miskolc–Tiszaújváros ab dem 1. September sein werde, während gleichzeitig Vorbereitungen für die Wiederaufnahme des Personenverkehrs zwischen Debrecen und Nagykereki im Gange seien.

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Tausende feiern die Rückkehr der Züge

Die Wiedereröffnung entwickelte sich zu einem großen öffentlichen Fest, bei dem Hunderte von Menschen entlang der Bahnstrecke standen, um den Dampfzug zu begrüßen, und sich mehrere Tausend am Bahnhof Komló versammelten. Das Bläserorchester der Pécser Eisenbahnkonzerte trat im Rahmen der Feierlichkeiten auf, während Anwohner, Bahnmitarbeiter sowie Abgeordnete aus den Komitaten Baranya und Tolna an den Feierlichkeiten teilnahmen.

In einem späteren Facebook-Beitrag erklärte Vitézy, die begeisterte Beteiligung zeige, dass sich die Behauptungen über eine mangelnde Nachfrage nach der Bahn als falsch erwiesen hätten. „Die Menschen wollen die Bahn nutzen“, schrieb er und fügte hinzu, dass es nun Aufgabe der Regierung sei, zuverlässige und qualitativ hochwertige Bahnverbindungen bereitzustellen.

Der lokale Abgeordnete Áron Kovács beschrieb die Wiedereröffnung als mehr als nur die Wiederinbetriebnahme einer Bahnstrecke und erklärte, dies sei ein Beweis dafür, dass die Beharrlichkeit der örtlichen Bevölkerung endlich belohnt worden sei.

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