Fotos: Erneuerter Platz in Budapest eingeweiht

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Ein sanierter öffentlicher Platz oberhalb der U-Bahn-Station „Ecseri út“ im 9. Bezirk von Budapest wurde am Freitagnachmittag feierlich eröffnet und in „Mester-Árpád-Platz“ umbenannt.

Erneuerter Platz in Budapest eingeweiht

In seiner Rede bei der Feier erklärte Verkehrs- und Investitionsminister Dávid Vitézy, die Erneuerung solcher öffentlicher Räume sei keineswegs eine rein lokale Angelegenheit. Die Qualität wichtiger Verkehrsknotenpunkte und Plätze, die täglich von Zehntausenden genutzt werden, sei entscheidend für die allgemeine Lebensqualität in der Hauptstadt. „Sind dies Orte, an denen die Menschen gerne verweilen, sich treffen und sich wohlfühlen“, fragte er, „oder Orte, die sie so schnell wie möglich durchqueren und an denen sie so wenig Zeit wie möglich verbringen?“

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Der Budapester Bürgermeister Karácsony (l), die Bürgermeisterin des 9. Bezirks, Krisztina Baranyi, und Verkehrsminister Dávid Vitézy. Foto: Facebook/Karácsony Gergely

Er fügte hinzu, dass es zwar erfolgreiche Stadterneuerungsprojekte gegeben habe – als Beispiel nannte er die Umgestaltung des Moszkva tér, heute Széll Kálmán tér –, solche Projekte jedoch „bei weitem nicht ausreichend“ seien und noch viele weitere benötigt würden.

Herr Vitézy merkte an, dass Entwicklungen dieser Art nicht nur die Lebensqualität der Anwohner verbessern, sondern auch den Wert der umliegenden Immobilien steigern, und fügte hinzu, dass das Projekt zu Kosten abgeschlossen worden sei, die „dem Tageshonorar eines Autobahnkonzessionärs“ entsprächen.

Stolz auf freigegebene EU-Mittel

Er betonte, wie wichtig der Ausbau ähnlicher Verkehrsknotenpunkte sei, darunter auch die Bereiche rund um Bahnhöfe und Fernbusbahnhöfe.

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Foto: Facebook/Karácsony Gergely

Er erinnerte zudem daran, dass am Freitag zuvor beschlossen worden war, Mittel in Höhe von 10 Milliarden Euro für Ungarn freizugeben, wodurch die nächste Phase des Ausbaus der Südlichen Ringbahn vorangetrieben werden kann. Im Rahmen dieses Programms wird in Népliget eine bedeutende S-Bahn-Haltestelle entstehen, wodurch die Verkehrsanbindung des Gebiets gestärkt wird – was die Erneuerung des Verkehrsknotenpunkts zu einer Angelegenheit von regionaler und nationaler Bedeutung macht.

Einladender öffentlicher Raum

Der Budapester Bürgermeister Gergely Karácsony bezeichnete die Umgestaltung dieses „sehr trostlosen“ Gebiets als entscheidend. Die Neugestaltung habe einen „einladenden öffentlichen Raum“ geschaffen, in dem die Menschen sitzen, sich versammeln und damit beginnen könnten, die sozialen Verbindungen wieder aufzubauen, „die in der Stadt schmerzlich fehlen“.

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Der neue Platz aus der Vogelperspektive. Foto: Facebook/Baranyi Krisztina

Er beschrieb die József-Attila-Siedlung als eines der lebenswertesten und menschenfreundlichsten Wohnviertel Budapests, merkte jedoch an, dass die Bewohner lange Zeit gezwungen gewesen seien, auf ihrem Weg zur U-Bahn durch ein „unwürdiges Tor“ zu gehen.

Karácsony lobte zudem die Bezirksbürgermeisterin Krisztina Baranyi und ihr Team dafür, dass sie das Projekt trotz erheblicher Schwierigkeiten umgesetzt hätten. Er vertrat die Ansicht, dass viele ähnlich vernachlässigte öffentliche Räume in ganz Budapest „aus ihrem langen Schlaf geweckt“ werden sollten, und äußerte die Hoffnung, dass eine engere Zusammenarbeit zwischen der Zentralregierung, der Hauptstadt und den Bezirksräten ein neues goldenes Zeitalter für die Stadt einläuten könnte.

Großzügige Grünflächen und sanft geschwungene Straßen

Baranyi erklärte, dass die József-Attila-Siedlung in den 1950er Jahren auf dem Gelände eines ehemaligen Elendsviertels nach den Plänen von Árpád Mester errichtet worden sei. Der neu gestaltete Platz, so sagte sie, spiegele Mesters innovative Vision wider, mit großzügigen Grünflächen und sanft geschwungenen Straßen. Seit der Eröffnung der U-Bahn-Station im Jahr 1980 sei der Platz jedoch unverändert geblieben und habe sich zu einem der am stärksten vernachlässigten und trostlosesten öffentlichen Räume in Ferencváros entwickelt.

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Foto: Facebook/Karácsony Gergely

Obwohl der Umbau der U-Bahn-Linie 3 den Platz nicht umfasste, beschloss der Bezirksrat im Jahr 2021, die Sanierung aus eigenen Mitteln zu finanzieren, wobei die Anwohner in den Entscheidungsprozess einbezogen wurden. Sie fügte hinzu, dass die Ratsmitglieder der Sozialistisch-Demokratischen Koalition – mit Unterstützung von Fidesz-Vertretern – Ende 2023 gegen die Bereitstellung der erforderlichen Mittel gestimmt hätten. Ein 2024 neu gewählter Rat beschloss daraufhin, das Projekt fortzusetzen.

Im Rahmen der Neugestaltung wurde die Grünfläche um 35 Prozent – fast 1.100 Quadratmeter – vergrößert; dabei wurden mehr als 70 Bäume sowie rund 13.000 Sträucher und Stauden gepflanzt. Ein bekannter Delfinbrunnen, der sich zuvor vor dem Kino „Pest-Buda“ befand, wurde ebenfalls auf den Platz verlegt. Es wurden vier neue Pavillons in einheitlichem Design errichtet, in denen sechs Gewerbeeinheiten und öffentliche Toiletten untergebracht sind.

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Foto: Facebook/Karácsony Gergely

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Überwachungskameras schützen Passanten

Der Platz sei so gestaltet worden, dass er offen und durchlässig sei, aber dennoch ausreichend Ruhe biete, um die Menschen vom Trubel wegzulocken und zum Verweilen einzuladen, erklärte der Bürgermeister. Er verfügt nun über 16 Bänke, 24 Fahrradständer, 16 Abfallbehälter und zwei Bushaltestellenüberdachungen. Es gibt 44 Straßenlaternen, und der Bereich wird von Überwachungskameras erfasst. Das Projekt kostete netto 1,3 Milliarden Forint und wurde vom Bezirksrat finanziert.

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Foto: MTI

Auf ihrer Mai-Sitzung genehmigte die Budapester Stadtverordnetenversammlung auf Initiative des Bezirksrats die Benennung des neu geschaffenen Platzes nach dem Stadtplaner und Architekten Árpád Mester. Mester wurde 1961 für seine städtebaulichen Entwürfe für die Wohnsiedlung an der Üllői út – deren Ferencváros-Abschnitt die József-Attila-Siedlung bildet – mit dem Ybl-Miklós-Preis ausgezeichnet; diese Entwürfe galten damals aufgrund ihrer modernen Lösungen als vorbildlich. Der Platz oberhalb der Haltestelle „Ecseri út“ dient als innerstädtisches Tor zu dem von ihm entworfenen Stadtteil.

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