Gefährliches asbestverseuchtes Gestein in einer weiteren ungarischen Stadt gefunden

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Die Behörden in Westungarn bemühen sich, einen weiteren Fall von Asbestkontamination einzudämmen, nachdem in Zalaegerszeg gefährliches Steinmaterial aus österreichischen Steinbrüchen gefunden wurde.

Nach Aussagen von Bürgermeister Zoltán Balaicz und Berichten von MTI und Telex wurde nun in mehreren Teilen der Stadt kontaminierter Schotter für Straßen und Parkplätze nachgewiesen.

Die Entdeckung ist Teil eines sich ausweitenden Asbestskandals, der mehrere Regionen in Westungarn betrifft, nachdem in importiertem Schotter aus österreichischen Steinbrüchen gefährliche Asbestfasern gefunden wurden. Lesen Sie hier unseren früheren Bericht dazu!

Verseuchter Parkplatz sofort geschlossen

Ein akkreditiertes Labor bestätigte das Vorhandensein von Asbest auf einem mit Kies bedeckten Parkplatz an der Ecke der Mártírok Straße und der Kisfaludy Straße.

Die Stadt sperrte den Parkplatz sofort und begann damit, den Bereich vorübergehend mit einer Schutzfolie abzudecken, bevor mit den vollständigen Asphaltierungsarbeiten begonnen werden konnte.

Die Beamten entschieden sich, die Stelle nicht mit Wasser zu besprühen, da sich die kontaminierten Fasern aufgrund der schlechten Entwässerungsbedingungen weiter in die umliegenden Straßen und Gehwege ausbreiten könnten.

Nach Angaben von Balaicz wird die Stadt auch dringende Asphaltierungsarbeiten in der Áfonya Straße und der Estike Straße vorbereiten, wo die Kontamination entweder bestätigt oder stark vermutet wird.

Bis zum Beginn des Wiederaufbaus wird in den betroffenen Gebieten eine vorübergehende Geschwindigkeitsbegrenzung von 10 km/h eingeführt, um die Staubentwicklung zu minimieren.

Auch Privathäuser können betroffen sein

Der Bürgermeister warnte, dass asbestkontaminierter Kies nicht nur bei öffentlichen Infrastrukturprojekten, sondern auch in privaten Einfahrten, Höfen und gepflasterten Wohnflächen verwendet worden sein könnte.

Anwohner, die vermuten, dass sie Material aus den österreichischen Steinbrüchen verwendet haben könnten, werden dringend gebeten, sich an die örtlichen Behörden zu wenden.

In den kommenden Tagen werden in ganz Zalaegerszeg weitere Tests und Probenahmen durchgeführt. Die Anwohner werden möglicherweise Spezialisten mit Schutzausrüstung bei der Probenahme in öffentlichen Bereichen beobachten.

Gesundheitliche Bedenken wachsen

Asbestfasern in der Luft gelten als extrem gefährlich für die menschliche Gesundheit und werden mit schweren Krankheiten wie Lungenkrebs, Mesotheliom und chronischen Atemwegserkrankungen in Verbindung gebracht.

Die Gefahr entsteht vor allem dann, wenn kontaminiertes Material zerfällt oder gestört wird und dabei mikroskopisch kleine Fasern in die Luft freigesetzt werden, die eingeatmet werden können.

Aus diesem Grund räumen die lokalen Behörden der raschen Versiegelung und Asphaltierung kontaminierter Flächen Priorität ein.

Regierung stellt Soforthilfe zur Verfügung

Zur Bewältigung der Krise hat die ungarische Regierung 100 Millionen HUF (281.000 EUR) an außerordentlicher Unterstützung für Zalaegerszeg bewilligt, um Notasphaltierungs- und Eindämmungsarbeiten durchzuführen.

Die Mittel wurden einer Regierungsresolution hinzugefügt, die auf die Beseitigung gefährlicher Asbestverhältnisse in den betroffenen Regionen abzielt.

Balaicz wies jedoch darauf hin, dass die Stadt diese Ausgaben in ihrem Haushalt für 2026 nicht eingeplant hatte und warnte, dass der gesamte Sanierungsprozess schließlich landesweit mehrere Milliarden Forint kosten könnte.

Der Bürgermeister sagte, er habe formell um außerordentliche staatliche Unterstützung gebeten, weil die notwendigen technischen Entwürfe, Genehmigungen und Bauverträge alle innerhalb eines sehr kurzen Zeitrahmens abgeschlossen werden müssen.

Asbestproblem breitet sich in Westungarn aus

Das kontaminierte Gestein hat bereits in mehreren westungarischen Regionen nahe der österreichischen Grenze Besorgnis ausgelöst.

Frühere Berichte deuteten darauf hin, dass ähnliches Material nach Szombathely und möglicherweise auch nach Kőszeg gelangt sein könnte.

Die ungarischen Behörden untersuchen nun, wie weit der kontaminierte Kies verbreitet wurde und wer für die Einfuhr und Verwendung des gefährlichen Materials verantwortlich sein könnte.

Nach einem kürzlich veröffentlichten Regierungsdekret wird der Staat die Kosten für die Abwehr und Schadensbegrenzung im Zusammenhang mit der Kontamination übernehmen.

Falls Sie es verpasst haben: Ungarische Stadt sieht sich Gesundheitsrisiko ausgesetzt, nachdem asbesthaltiger Kies in österreichischen Steinbrüchen gefunden wurde

Wie sich dies auf die Menschen in Ungarn auswirken könnte

Für die Bewohner der betroffenen Gebiete könnte die Situation in den kommenden Monaten Straßensperrungen, Wiederaufbauarbeiten, Verkehrsbeschränkungen und erhöhte gesundheitliche Bedenken mit sich bringen.

Menschen, die in der Nähe von kontaminierten Straßen, Parkplätzen oder Einfahrten wohnen, könnten sich Sorgen über langfristige Expositionsrisiken machen, insbesondere Familien mit Kindern und ältere Menschen.

Auch Grundstückseigentümer könnten mit unerwarteten Kosten konfrontiert werden, wenn kontaminierter Kies auf Privatgrundstücken verwendet wurde und Ersatzmaßnahmen erforderlich werden.

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