„Geisterbrücke“ taucht aus der Donau auf: Extreme Dürre legt längst verschollenes Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg in Budapest frei

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Der außergewöhnlich niedrige Wasserstand der Donau hat die Überreste der ursprünglichen Franz-Joseph-Brücke in Budapest freigelegt und bietet einen seltenen und eindrucksvollen Einblick in die Kriegsvergangenheit der Stadt.
Laut Falanszter können Besucher an der Freiheitsbrücke beim Blick hinunter in den Fluss erneut Bauteile der Brücke erkennen, die im Zweiten Weltkrieg in die Donau gestürzt war. Zuletzt waren dieselben Überreste während der Rekord-Tiefwasserstände im Jahr 2018 sichtbar geworden.
Eine Brücke mit kaiserlichem Ursprung und einem Schicksal in Kriegszeiten
Die ursprüngliche Brücke, deren offizieller Name „Franz-Joseph-Brücke“ lautete, wurde am 4. Oktober 1896 in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph I. eingeweiht, der, wie die HVG berichtet, bekanntermaßen den letzten zeremoniellen Niet selbst in das Bauwerk einschlug. Zwei Jahre später nahm der Straßenbahnverkehr über die Brücke seinen Betrieb auf.
Während der Belagerung von Budapest im Januar 1945 zerstörten sich zurückziehende deutsche Truppen die Brücke, um den Vormarsch der sowjetischen Armee zu verlangsamen. Die mittlere Brückenfeld stürzte in die Donau, wo Teile des Bauwerks seitdem liegen geblieben sind.
Nach dem Krieg wurde diese Brücke als erste der zerstörten Budapester Donaubrücken wieder aufgebaut. Sie wurde am 20. August 1946 unter ihrem heutigen Namen, der Freiheitsbrücke, wiedereröffnet.
Viele Hotelschiffe sind aufgrund des niedrigen Wasserstands auf der Donau gestrandet
Der niedrige Wasserstand legt weiterhin verborgene Geschichte frei
Das Freilegen der Brückenreste ist die jüngste Folge des historisch niedrigen Wasserstands der Donau, der durch anhaltende Dürre und extreme Hitze verursacht wurde.
Erst letzte Woche legte der niedrige Wasserstand zudem einen Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg in der Nähe des mittleren Pfeilers der Margaretenbrücke frei. Dieser wurde von ungarischen Sprengstoffexperten des Militärs sicher beseitigt.
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Experten haben zudem davor gewarnt, dass der sinkende Wasserstand Risiken für den Denkmalschutz mit sich bringt. Da archäologische und historische Objekte freigelegt werden, fordern die Behörden die Bevölkerung dringend auf, keine Artefakte, die sie entlang des Flussbettes entdecken, zu bewegen, zu sammeln oder zu entfernen.
Neben ihrer historischen Bedeutung sind einige der neu freigelegten Abschnitte des Flussbetts Teil der geschützten Trinkwasserreserve Budapests, weshalb die Behörden den Besuchern raten, bei der Erkundung des Ufers Vorsicht walten zu lassen.
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