Gesetzentwurf zur Sicherung von EU-Mitteln im ungarischen Parlament eingebracht

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Die Regierung hat am Dienstagabend einen Vorschlag zur Änderung bestimmter Gesetze vorgelegt, die für den Zugang zu EU-Mitteln erforderlich sind.
Gesetzentwurf zur Sicherung von EU-Mitteln vorgelegt
Der Vorschlag wurde von Bálint Ruff, dem Leiter des Ministerpräsidentenamtes, vorgelegt, wobei Justizministerin Márta Görög als Berichterstatterin fungierte, wie die ungarische Nachrichtenagentur berichtete.
Der Gesetzentwurf zielt insbesondere darauf ab, die fristgerechte Erfüllung der sogenannten „Super-Meilensteine“ im Zusammenhang mit der Aufbau- und Resilienzfazilität der Europäischen Union sicherzustellen, und seine Verabschiedung ist Teil der Umsetzung der politischen Vereinbarung, die zwischen Ministerpräsident Peter Magyar und dem Präsidenten der Europäischen Kommission getroffen wurde, heißt es im Text des Vorschlags.
Es wird zudem darauf hingewiesen, dass der Gesetzentwurf ausschließlich auf die Erfüllung der institutionellen und rechtsstaatlichen Bedingungen für den Zugang zu EU-Mitteln abzielt; die Gesetzgebung befasst sich nicht mit ideologischen oder weltanschaulichen Fragen, steht in keinem Zusammenhang mit migrationspolitischen Angelegenheiten und wirft keine Fragen hinsichtlich des Beitritts der Ukraine zur Europäischen Union auf.
Die Integritätsbehörde wird sehr mächtig werden
Der Vorschlag verschärft die Vorschriften für die Einreichung und Überprüfung von Vermögenserklärungen, erweitert die Befugnisse der Integritätsbehörde, sieht die Auflösung von gemeinnützigen Vermögensverwaltungsstiftungen vor, die öffentliche Aufgaben wahrnehmen, ändert die Strafprozessordnung, um ein strenges Vorgehen gegen Korruptionsdelikte zu gewährleisten, und erhöht die Transparenz bestimmter Zahlungsvorgänge durch die Änderung einschlägiger Finanzgesetze.
Um zudem die Transparenz im öffentlichen Beschaffungswesen und den verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln zu gewährleisten, erweitert der Gesetzentwurf den Kreis der Stellen, die zur Veröffentlichung von Informationen auf der Plattform des Zentralen öffentlichen Datenregisters verpflichtet sind, sowie den Umfang der offenzulegenden Daten erheblich.
Premierminister Péter Magyar spricht über den historischen Gesetzentwurf
Der Ministerpräsident hat zugesichert, dass das Land Zugang zu EU-Fördermitteln in Höhe von rund 6.000 Milliarden Forint erhalten könnte, verbunden mit der Einführung strengerer Transparenz- und Antikorruptionsvorschriften. Er erklärte, dass innerhalb von drei Wochen eine politische Einigung mit Brüssel erzielt worden sei, die den Weg für die Bereitstellung von Mitteln in den Bereichen Verkehr, Bildung, Energie und Wirtschaftsförderung ebne.
Orbán: Was hat Ministerpräsident Magyar an ungarischen Interessen für die EU-Mittel verkauft?
Der Ministerpräsident hob Pläne zur Stärkung der Integritätsbehörde hervor, der bedeutende Befugnisse zur Untersuchung von Korruption und zur Überwachung des öffentlichen Beschaffungswesens übertragen werden sollen. Parallel dazu soll das System der Vermögenserklärung umfassend überarbeitet werden: Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens werden verpflichtet sein, detailliertere Angaben zu ihrem Vermögen und dessen Herkunft zu machen, wobei vorsätzliche Falschangaben mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden. Herr Magyar versprach zudem mehr Transparenz bei Private-Equity-Fonds und eine Überprüfung der Stiftungen zur Verwaltung von Vermögenswerten im öffentlichen Interesse.
Als Teil des Gesetzespakets beabsichtigt die Regierung, die Autonomie der Universitäten und die akademische Freiheit wiederherzustellen. Herr Magyar erklärte, dass die Befugnisse der Hochschulsenate wiederhergestellt würden, was ungarischen Studierenden möglicherweise die Rückkehr zum Erasmus-Programm und Forschern den erneuten Zugang zu Horizon-Fördermitteln ermöglichen könnte. Der Ministerpräsident stellte die Reformen als Mittel dar, um sicherzustellen, dass die Ungarn die ihnen zustehenden EU-Mittel erhalten, und gleichzeitig ein transparenteres und saubereres öffentliches Leben zu fördern.
Historische Vereinbarung zwischen Péter Magyar und von der Leyen über EU-Mittel

