Hat die Tisza-Regierung ihren Bildungsminister ernannt? Angesehener Bildungspolitiker taucht auf

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Eine hoch angesehene Persönlichkeit aus dem katholischen Bildungssektor Ungarns soll nach Angaben mehrerer unabhängiger Quellen Bildungsminister in der neuen Theiss-Regierung von Péter Magyar werden.

Telex berichtet, dass die Partei die Generaldirektorin der Zisterzienser-Schulbehörde gebeten hat, den Posten zu übernehmen, und dass sie die Rolle bereits angenommen hat, obwohl sie es ablehnte, sich öffentlich zu äußern, bevor die neue Regierung formell gebildet ist.

Die gemeldete Ernennung wäre eines der bisher deutlichsten personellen Signale dafür, wie ernsthaft Theiß die versprochene Überholung des angeschlagenen öffentlichen Bildungssystems in Ungarn zu betreiben gedenkt.

Eine seltene Mischung aus Unterrichts-, Führungs- und EU-Erfahrung

Der künftige Minister bringt einen ungewöhnlich breiten Bildungshintergrund mit, der von der Lehre über das Schulmanagement und kirchliche Einrichtungen bis hin zur politischen Arbeit auf europäischer Ebene reicht.

Derzeit ist sie Generaldirektorin der Zisterzienserschulbehörde, die die von der Zisterzienserabtei Zirci gegründeten Schulen beaufsichtigt. Außerdem ist sie seit September 2025 Präsidentin der Seventy-Two Disciples Movement.

Ihr akademischer Werdegang umfasst einen Abschluss in ungarisch-französischer vergleichender Literatur an der Universität Szeged, gefolgt von einem Stipendium an der Sorbonne in Paris.

Im Laufe der Jahre hat sie an mehreren Budapester Gymnasien unterrichtet, war ein Jahrzehnt lang Mitglied des bekannten ungarischen Prüfungsausschusses für die Rigó-Straße und war 12 Jahre lang Vizepräsidentin der Europäischen Vereinigung katholischer Lehrer. Außerdem arbeitete sie in Brüssel als EU-Spezialistin für Fernunterricht.

Diese Kombination aus nationaler und internationaler Erfahrung könnte sie zu einer der am besten vorbereiteten Ministerinnen im neuen Kabinett machen.

Kirchenkreise begrüßen die mögliche Wahl

Die mögliche Nominierung hat bereits Lob von einflussreichen Kirchenvertretern erhalten.

Im Gespräch mit Telex sagte Tünde Zsuffa, Sprecherin der Erzdiözese Esztergom-Budapest, dass, wenn sich die Berichte bewahrheiten, “Ungarn und das ungarische Bildungswesen mit ihr auf dem Posten sehr gut fahren könnten”.

Zsuffa hob ihre profunden beruflichen Kenntnisse hervor und betonte, dass sie die wirklichen Probleme der Schulen aus allen Blickwinkeln kennt: als Lehrerin, Leiterin von Einrichtungen und als Betreuerin.

Sie beschrieb sie auch als persönlich glaubwürdig und in katholischen Kreisen hoch angesehen und fügte hinzu, dass ihre Entscheidungen stets durchdacht und gut überlegt sind.

Die Unterstützung ist bemerkenswert, denn sie deutet darauf hin, dass Theiß nicht nur um ihre Reformwürdigkeit bemüht ist, sondern auch um eine breitere Legitimität in Ungarns einflussreichen Bildungs- und Kirchenkreisen.

Die Bildungsreform wird voraussichtlich eines von Theissas Hauptthemen sein

Die Ernennung würde sich nahtlos in Theissas ehrgeiziges Bildungsprogramm einfügen, das einige der radikalsten Reformen der Partei verspricht.

Zu den wichtigsten Versprechungen gehören:

  • die Wiederherstellung der Schulautonomie,
  • größere berufliche Freiheit für Lehrer,
  • die Abschaffung des Klebelsberg-Zentrums in seiner jetzigen Form,
  • und die Wiedereinführung eines unabhängigen Bildungsministeriums.

Seit Jahren wird Ungarns zentralisiertes Schulverwaltungsmodell von Lehrern, Gewerkschaften und Bildungsexperten wegen Bürokratie, Personalmangel und sinkenden Standards kritisiert.

Die Wahl eines erfahrenen institutionellen Reformers mit Erfahrung sowohl im öffentlichen als auch im kirchlichen Bildungswesen könnte daher ein Zeichen dafür sein, dass Theissa die Bildung zu einer ihrer wichtigsten politischen Erfolgsgeschichten machen will.

Noch keine offizielle Bestätigung von Tisza

Trotz der starken Berichte hat die Partei selbst die Ernennung noch nicht offiziell bestätigt.

Auch der künftige Minister lehnte einen Kommentar ab, als er telefonisch erreicht wurde. Er sagte, es sei verfrüht, Kabinettsangelegenheiten zu besprechen, bevor die Regierung offiziell ihr Amt antritt.

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