Indonesischer Chor gewinnt den Grand Prix des Internationalen Béla-Bartók-Chorwettbewerbs in Debrecen

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Der Internationale Béla-Bartók-Chorwettbewerb ging am 5. Juli in Debrecen mit einem großen internationalen Erfolg zu Ende: Der indonesische Kinderchor „The Resonanz“ unter der Leitung von Avip Priatna gewann den Grand Prix der 30. Ausgabe des renommierten ungarischen Chorwettbewerbs.

Indonesischer Erfolg beim Internationalen Béla-Bartók-Chorwettbewerb

Die Jubiläumsausgabe des Internationalen Béla-Bartók-Chorwettbewerbs fand vom 2. bis 5. Juli in Debrecen im Osten Ungarns statt und brachte Chöre aus mehreren Kontinenten zu einem der anspruchsvollsten Chorwettbewerbe Europas zusammen.

Laut bartokcompetition.hu qualifizierten sich vier Ensembles für die Grand-Prix-Runde, in der der Resonanz-Kinderchor die höchste Auszeichnung des Wettbewerbs errang.

Das indonesische Ensemble hatte sich bereits in den Kategorierunden hervorgetan und sowohl in der Kategorie „Kinder und Jugend“ als auch in der Kategorie „Free“ den ersten Platz errungen. Sein Dirigent, Avip Priatna, erhielt zudem den Sonderpreis für Dirigieren „Gulyás György“, was die starke Gesamtleistung des Chors in Debrecen weiter unterstrich.

Kategoriesieger und wichtigste Ergebnisse

In der Kategorie „Kinder und Jugend“ belegte der Resonanz-Kinderchor den ersten Platz, während der ungarische Kodály-Zoltán-Jugendgemischtschor unter der Leitung von Vasné Katona Adrienne den dritten Platz belegte. Der Vántus-Jungenchor unter der Leitung von Valkai Dávid erhielt eine Anerkennungsurkunde für seine Teilnahme.

Der Resonanz-Kinderchor gewann zudem die Kategorie „Free“. Coralia von der Universität von Puerto Rico unter der Leitung von Dr. Carmen Acevedo-Lucío belegte den zweiten Platz, während der gemischte Chor „Maska“ des Babīte-Kultur- und Bildungszentrums aus Lettland unter der Leitung von Jānis Ozols den dritten Platz belegte.

In der Kategorie „Geistliche Musik“ ging der erste Preis an den gemischten Chor „Maska“ des Kultur- und Bildungszentrums Babīte. Die „Riverside City College Chamber Singers“ unter der Leitung von Jonathan Talberg belegten den zweiten Platz, und „Coralia“ von der Universität von Puerto Rico den dritten Platz.

Mehrere Chöre erhielten zudem eine besondere Anerkennung für ihre Darbietungen, darunter die Cape Town Camerata, Jazzberry Tunes, der Alegria-Chor, Santinig-Bonn und der Béla-Bartók-Frauenchor.

Sonderpreise würdigten zeitgenössische Chormusik

Der Wettbewerb 2026 legte großen Wert auf das zeitgenössische Chorrepertoire, ein seit langem bestehendes Markenzeichen der Veranstaltung in Debrecen. Den Vorsitz der internationalen Jury hatte Georg Grün inne; zu den Mitgliedern zählten die ungarischen Dirigenten Zsuzsanna Gráf und Csaba Somos, Tristan Caliston Ignacio sowie der griechische Komponist Philippos Tsalahouris.

Unter den Sonderpreisen ging der Szesztay-Zsolt-Sonderpreis für Dirigieren an Dávid Valkay. Coralia von der Universität von Puerto Rico erhielt den Sonderpreis von Editio Musica Budapest für die beste Interpretation des Pflichtstücks.

Die „Riverside City College Chamber Singers“ wurden für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werks ausgezeichnet, das nach 2018 komponiert wurde, während die „Cape Town Camerata“ einen Sonderpreis für herausragende Darbietungen von Werken von Trotta und Sariola erhielt. Der „Papageno-Sonderpreis“ wurde dem „Vántus-Jungenchor“ verliehen.

Warum der Wettbewerb in Debrecen von Bedeutung ist

Für internationale Leser ist der Internationale Béla-Bartók-Chorwettbewerb eines der bedeutendsten Ereignisse der klassischen Musik in Ungarn. Er wurde 1961 ins Leben gerufen und hat sich einen Ruf als hochkarätiger Treffpunkt für Chöre, Dirigenten und zeitgenössische Komponisten erworben.

Der Wettbewerb findet in Debrecen statt, der zweitgrößten Stadt Ungarns, die über eine starke musikalische Identität verfügt, die eng mit der Kodály-Tradition und der Chorausbildung verbunden ist. Die Veranstaltungen fanden an bedeutenden lokalen Veranstaltungsorten statt, darunter das Kölcsey-Zentrum und die St.-Anna-Kirche, während die offizielle Eröffnung in der Großen Kirche, dem Wahrzeichen der Stadt, stattfand.

Das Programm begann am 2. Juli mit der traditionellen Chorprozession, gefolgt von mehreren Tagen mit Wettbewerbsrunden, Konzerten und öffentlichen Aufführungen. Am 3. Juli fand zudem ein Galakonzert mit dem Titel „Vivat, crescat, floreat!“ statt, bei dem ungarische und internationale Werke sowie eigens für diesen Anlass komponierte neue Stücke aufgeführt wurden.

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Der Gewinner des Grand Prix nimmt Kurs auf die europäische Bühne

Als Grand-Prix-Gewinner erhält der Kinderchor „The Resonanz“ erneut eine Einladung zum Europäischen Grand Prix für Chorgesang, einem bedeutenden internationalen Wettbewerb, der abwechselnd von Städten wie Arezzo, Debrecen, Jūrmala, Maribor, Tolosa und Varna ausgerichtet wird.

Die Veranstalter haben bereits die nächsten großen Musikveranstaltungen in Debrecen angekündigt. Im Jahr 2027 findet vom 26. Juni bis zum 4. Juli der Internationale Zoltán-Kodály-Musikwettbewerb für junge Flötisten, Oboisten und Klarinettisten statt. Der 31. Internationale Béla-Bartók-Chorwettbewerb soll vom 6. bis 9. Juli 2028 in Debrecen stattfinden.

Das Ergebnis von 2026 bestätigt die weltweite Bedeutung des Wettbewerbs in Debrecen: In diesem Jahr gewann ein Kinderchor aus Indonesien den höchsten Preis bei einem ungarischen Wettbewerb, der nach einem der größten Komponisten des Landes benannt ist.

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