Japanisches Solarkraftwerk stärkt Ungarns Versorgung mit erneuerbaren Energien

Im Komitat Fejér wurde ein neues Solarkraftwerk in Baracska fertiggestellt, das zusammen mit einem groß angelegten Batteriespeichersystem den schnell wachsenden Sektor der erneuerbaren Energien in Ungarn um netzausgleichende Kapazitäten erweitert.
Die auf einem sieben Hektar großen Gelände in Baracska errichtete Anlage soll jährlich etwa 10,6 GWh Strom erzeugen. Das entspricht in etwa dem Jahresverbrauch von etwa 3.300 Durchschnittshaushalten, wie bei der Projektpräsentation bekannt gegeben wurde.
Solarkraftwerk Baracska kombiniert Solarleistung mit vierstündiger Speicherung
Die Entwicklung verbindet die photovoltaische Erzeugung mit einem Batteriespeichersystem (BESS) vor Ort, das die Volatilität der Solarproduktion verringern soll. Die Speichereinheit kann 5 MW Strom in das Netz einspeisen und hat eine Speicherkapazität von insgesamt 20 MWh. Wenn er voll aufgeladen ist, kann er etwa vier Stunden lang ununterbrochen Strom liefern und so dazu beitragen, die Nachfrage zu decken, wenn die Sonneneinstrahlung begrenzt ist, und ein gleichmäßigeres Versorgungsprofil unterstützen.
Projektvertreter sagten, das Ziel sei es, Schwankungen in der Solarstromerzeugung auszugleichen und Strom, der produziert, aber nicht sofort benötigt wird, später verfügbar zu machen – eine Fähigkeit, die in Stromsystemen mit einem steigenden Anteil an wetterabhängiger Erzeugung immer wichtiger wird, schreibt Magyar Építők.
Investitionswert und EU-Unterstützung für die Speichereinheit
Ungarische Industrieberichte über die Entwicklung des Solarkraftwerks Baracska beziffern die Gesamtinvestition auf 3,3 Milliarden HUF (etwa 9,2 Millionen Euro). Das Batterieelement kostete Berichten zufolge 1,78 Milliarden HUF (etwa 5,0 Millionen Euro), und die Europäische Union stellte 530,39 Millionen HUF (etwa 1,5 Millionen Euro) als nicht rückzahlbaren Investitionszuschuss zur Verfügung, um den Bau des Speichersystems zu unterstützen. (Euro-Umrechnungen sind annähernd.)
Die geplante Betriebsdauer des Projekts wurde mit 30 Jahren angegeben, was seine langfristige Rolle im lokalen Energiemix unterstreicht.
Japans erste Investition in erneuerbare Energien in Ungarn, sagt der Botschafter
Bei der Eröffnungszeremonie stellte Tetsuya Kimura, Botschafter Japans in Ungarn, die Investition in Baracska in einen breiteren diplomatischen und wirtschaftlichen Kontext und betonte sowohl die symbolische Bedeutung des Projekts als auch die Wichtigkeit einer stabilen, sauberen Energieversorgung.
Ein längerer Auszug aus seiner Eröffnungsrede, der wörtlich zitiert wird, gab den Ton der Veranstaltung an:
“Es ist mir eine große Ehre, zur Eröffnungszeremonie des Solar- und Speicherkraftwerks Baracska eingeladen zu sein, in das Eurus Energy investiert hat. Ich möchte mich aufrichtig dafür bedanken, dass ich an diesem denkwürdigen Tag mit Ihnen allen neue Geschichte schreiben darf.”
Kimura hob auch die Erfolgsgeschichte des japanischen Investors in ganz Europa hervor und bezeichnete den Schritt nach Ungarn als einen Meilenstein der bilateralen Zusammenarbeit:
“Eurus Energy entwickelt seit über 30 Jahren Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien in verschiedenen europäischen Ländern. Während sie in vielen Ländern Erfolge erzielt haben, symbolisiert die Aufnahme der Geschäftstätigkeit in Ungarn dieses Mal die kooperative Beziehung zwischen unseren beiden Ländern.”
Warum Batteriespeicher für den Ausbau der Solarenergie wichtig sind
Ungarn hat in den letzten Jahren beträchtliche Solarkapazitäten aufgebaut, aber große, gemeinsam genutzte Batteriesysteme sind nach wie vor weniger verbreitet als eigenständige PV-Anlagen. Batteriespeicher helfen dabei, Strom von Zeiten hoher Produktion auf Zeiten geringerer Erzeugung zu verlagern, was die Flexibilität erhöht und die Belastung des Stromsystems durch den Ausgleich verringert.
Kimura stellte in seiner Rede einen direkten Zusammenhang zwischen der Energiewende und dem Druck des Klimawandels sowie der Besorgnis über zunehmende Wetterextreme her:
“In diesem Jahr waren die Niederschläge in Ungarn extrem niedrig, und es gibt Befürchtungen über eine Dürre, wie sie nur einmal in diesem Jahrhundert vorkommt… der Übergang zu sauberer Energie ist zu einer dringenden Aufgabe geworden.”
Er wies auch auf den Netzwert des Projekts in einem Markt hin, in dem solche Anlagen noch relativ selten sind:
“Stromerzeugungsanlagen mit groß angelegten Batteriespeichern sind in Ungarn immer noch selten, und dieses Projekt wird einen großen Beitrag zur Stabilisierung des Energiesystems leisten.”
Auch Windkraft wird als möglicher nächster Schritt erwähnt
Die Redner auf der Veranstaltung wiesen auch auf mögliche Pläne hin, das Solarkraftwerk in Zukunft durch Windkraftanlagen zu ergänzen, obwohl sie darauf hinwiesen, dass noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde. Vorläufige Schätzungen, die öffentlich gemacht wurden, lassen vermuten, dass eine Windkraftkomponente neben der Solarenergie eine bedeutende zusätzliche jährliche Produktion ermöglichen und ein diversifiziertes Profil der erneuerbaren Energien bieten könnte.
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Was das Baracska-Projekt signalisiert
Durch die Kombination des Solarkraftwerks Baracska mit einem vierstündigen Batteriesystem spiegelt das Projekt einen breiteren Wandel in der Entwicklung der erneuerbaren Energien wider: Es geht nicht nur um den Aufbau einer sauberen Stromerzeugung, sondern auch um die Speicherung und die Kontrollierbarkeit, die erforderlich sind, um diese Erzeugung für das Netz und die Verbraucher zuverlässig nutzbar zu machen. Für Ungarn, wo die Solarenergie inzwischen eine wichtige Säule der Energiewende ist, könnten solche Hybridprojekte zunehmend an Bedeutung gewinnen, da das Land sowohl die Dekarbonisierung als auch die Versorgungssicherheit anstrebt.
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