Magyar führt hochrangige Budapester Gespräche mit Brüssel, um EU-Gelder zu sichern

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Ungarns neue Führung hat nach hochrangigen Gesprächen mit Vertretern der Europäischen Kommission einen entschiedenen Vorstoß zur Freigabe eingefrorener EU-Gelder signalisiert. Péter Magyar, Vorsitzender der TISZA-Partei und wahrscheinlicher nächster Premierminister, sagte, die Verhandlungen der letzten zwei Tage seien der erste Schritt in einem “komplexen, aber dringenden” Prozess, um EU-Gelder nach Ungarn zurückzubringen.
Inden sozialen Medien betonte Magyar, dass Ungarn Anspruch auf erhebliche EU-Mittel hat. Diese Mittel seien keine “Almosen”, sondern eine Entschädigung für die Beiträge des Landes zur Europäischen Union und seine Arbeit innerhalb des Blocks.
Milliarden an EU-Geldern als Schlüssel zum wirtschaftlichen Neustart
Laut Magyar ist der Zugang zu EU-Mitteln für den Neustart der ungarischen Wirtschaft unerlässlich. Er betonte, dass ohne diese Mittel eine sinnvolle wirtschaftliche Erholung nur schwer zu erreichen sei.
“Das ungarische Volk schuldet diese Gelder”, sagte er und fügte hinzu, dass während der Gespräche volle Einigkeit darüber herrschte, dass “die wirkliche Arbeit beginnen muss”, um sicherzustellen, dass das Geld Ungarn endlich erreicht.
An den Verhandlungen waren hochrangige Vertreter der Europäischen Kommission beteiligt, die zu den Gesprächen nach Ungarn reisten. Es folgten Konsultationen auf technischer Ebene, an denen Experten beider Seiten teilnahmen.
Reformen zur Korruptionsbekämpfung und Verpflichtungen zur Rechtsstaatlichkeit
Magyar erläuterte auch eine Reihe von Verpflichtungen, die seine Regierung zu erfüllen gedenkt, um die Erwartungen der EU zu erfüllen. Dazu gehören:
- Umsetzung solider Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung
- Beitritt zur Europäischen Staatsanwaltschaft
- Wiederherstellung der Unabhängigkeit der Justiz
- Gewährleistung der Pressefreiheit
- Sicherstellung der Autonomie im Hochschulwesen
Er sagte, dass diese Zusagen nach dem Amtsantritt seiner Regierung in vollem Umfang umgesetzt werden würden. Er bezeichnete sie sowohl als nationale Verpflichtung als auch als Voraussetzung für die Bereitstellung von EU-Mitteln.
Brüssel-Reise innerhalb weniger Tage nach Amtsantritt geplant
Mit Blick auf die Zukunft verriet Magyar, dass seine dritte offizielle Reise nach seiner Vereidigung als Premierminister nach Brüssel gehen wird. Dort will er eine umfassende politische Einigung mit den EU-Institutionen und den Mitgliedstaaten erzielen, um die Freigabe der Mittel zu beschleunigen.
Er räumte ein, dass die Folgen der Politik der scheidenden Regierung nicht von heute auf morgen verschwinden würden, betonte aber, dass seine Regierung sich auf Lösungen statt auf Ausreden konzentrieren werde.
“Ungarns Platz ist in Europa”
Magyar schloss mit einem Verweis auf das Ergebnis der Parlamentswahlen vom 12. April, bei denen seine Partei ein starkes Mandat erhielt. Er bezeichnete das Ergebnis als klares Signal, dass die Ungarn ihr Land fest in Europa verankert sehen wollen.
“Das ungarische Volk hat eine klare und entscheidende Entscheidung getroffen: Ungarns Platz ist in Europa”, sagte er.
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Gekennzeichnetes Bild: Facebook/Péter Magyar

