Maßnahmen der Regierung könnten dem ungarischen Wohnungsmarkt den nötigen Aufschwung verleihen

Das im Haushalt 2027 angekündigte Maßnahmenpaket, darunter das „Wekerle Plusz“-Programm und die Verlängerung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes von 5 % für Neubauten, könnte dem ungarischen Wohnungsmarkt neue Impulse verleihen, teilte das Immobilienportal ingatlan.com am Dienstag der MTI mit.
Die ungarische Regierung kündigte umfangreiche Reformen für das Jahr 2027 an
In den letzten Monaten blieb die Nachfrage nach Wohnimmobilien deutlich hinter früheren Höchstständen zurück. Änderungen am System der Wohnbauförderung könnten daher Käufer, die sich bisher zurückgehalten haben, wieder auf den Markt bringen, wovon sowohl Neubauten als auch Bestandsimmobilien profitieren würden.
László Balogh, Chefökonom des Immobilienportals ingatlan.com, erklärte in einer Stellungnahme, dass die Beibehaltung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes von 5 % für Neubauten entscheidend für den Neubau-Markt und die Wohnbebauung und damit für den gesamten Wohnungsbestand sei. Er fügte hinzu, dass dies den bisherigen Erwartungen entspreche.
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Wie das neue Wohnungsbauprogramm den Menschen helfen könnte
Der Experte begrüßte zudem die geplante Einführung des „Wekerle Plusz“-Programms, in dessen Rahmen Immobilienkäufer Festzinsdarlehen zu Vorzugskonditionen beantragen können. Der Zinssatz beträgt 3 % für Neubauten und 5 % für Bestandsimmobilien. Das bedeutet, dass sowohl der Kauf von Neubauten als auch deren Bau weiterhin durch Darlehen zu einem Zinssatz von 3 % finanziert werden können.
Bei Bestandsimmobilien hingegen wird der Zinssatz für geförderte Darlehen auf 5 % steigen. Als Beispiel führte ingatlan.com an, dass sich bei einem typischen „Otthon Start“-Darlehen in Höhe von 35 Millionen HUF mit einer Laufzeit von 25 Jahren die monatlichen Rückzahlungsraten um 35.000 bis 40.000 HUF erhöhen würden. Dennoch wäre der Zinssatz immer noch günstiger als öffentlich ausgeschriebene Hypothekenangebote auf dem Markt, die bei 6,25 % beginnen.
Eine weitere wichtige Änderung in der Wohnungspolitik besteht darin, dass subventionierte Darlehen künftig gezielter vergeben werden könnten. Antragsteller müssten unter 41 Jahre alt sein und weniger als 50 % einer Immobilie besitzen. Erstkäufer wären zudem verpflichtet, in die von ihnen erworbene Immobilie einzuziehen.
Das „Wekerle-Sándor-Programm zum Bau von Wohnraum und Studentenunterkünften“ könnte ebenfalls dazu beitragen, das Wohnungsangebot zu erweitern. Für den Bau von Wohnungen und die Schaffung von Studentenunterkünften würden zunächst 30 Milliarden HUF bereitgestellt.
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Nicht nur Wohnraum, sondern auch Energiereformen
Laut ingatlan.com könnte ein neues Programm zur energieeffizienten Sanierung die Modernisierung bestehender Immobilien fördern. Neben einem zinsgünstigen Darlehen von bis zu 15 Millionen HUF könnte das Programm einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 7,5 Millionen HUF bereitstellen. Dies könnte die Kosten für die Instandhaltung von Wohnimmobilien senken und deren Marktwert steigern.
Eine der bedeutendsten Änderungen könnte die Ausweitung der Förderung für energieeffiziente Sanierungen auf Bewohner von Plattenbauten sein.
István Kapitány, Minister für Wirtschaft und Energie, gab dies am Montagabend auf seiner Facebook-Seite bekannt. Er erklärte unter anderem, dass ein mehrjähriges Programm zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden vorbereitet werde, das auch Möglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz von Wohnungen in Plattenbauten schaffen könnte.
In seiner Stellungnahme erinnerte Balogh daran, dass frühere Energiesparprogramme eher auf Einfamilienhäuser als auf Wohnungen in Mehrfamilienhäusern ausgerichtet waren. Mehr als eine Million Menschen leben in Plattenbauwohnungen, und diese Gebäude gelten als besonders energieintensiv. Das Programm könnte daher in den kommenden Jahren eine neue Welle von Wohnungssanierungen auslösen.
Im Rahmen des „Wekerle Plusz“-Pakets wird zudem ein staatlich gefördertes Bausparprogramm wieder eingeführt, das Menschen, die in den kommenden Jahren den Kauf einer Immobilie planen, dabei helfen könnte, Kapital für eine Anzahlung anzusparen. Das Programm könnte somit zusätzliche Unterstützung für die künftige Nachfrage nach Wohnraum bieten.
In seiner Stellungnahme betonte ingatlan.com jedoch, dass die genauen Auswirkungen der am Montag angekündigten wohnungspolitischen Maßnahmen erst dann zuverlässig prognostiziert werden könnten, wenn die detaillierten Bedingungen der Programme bekannt seien.

