Menschen mit eingeschränkter Mobilität können Budapest genießen

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Eine der spannendsten Städte der Welt ist im Allgemeinen barrierefrei gestaltet.

Auch wenn sie nicht die barrierefreieste Stadt Europas ist, lässt sie sich an einem Wochenende ohne größere Schwierigkeiten erkunden, sofern man gut plant. Die ungarische Hauptstadt kann man auf eigene Faust entdecken. Budapest auf eigene Faust zu erleben bedeutet, die Stadt ohne Dolmetscher zu sich sprechen zu lassen, so als würde die Donau persönliche Geheimnisse erzählen.

Wie bewegt man sich in der Stadt fort?

Nicht das gesamte öffentliche Nahverkehrssystem ist barrierefrei. Man muss wissen, welche Verkehrsmittel am besten geeignet sind. In der Stadt gibt es vier U-Bahn-Linien, von denen drei (M2, M3 und M4) barrierefrei sind, allerdings nicht in vollem Umfang. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist die grüne Linie M4 die beste Wahl. Die U-Bahn-Linie M1 ist nicht barrierefrei. Da sie Ende des 19. Jahrhunderts als erste elektrifizierte U-Bahn-Linie Europas gebaut wurde, verfügt sie über keine Aufzüge, um zum Bahnsteig hinabzugelangen.

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Foto: Facebook/BKK – Budapesti Közlekedési Központ

Was die Straßenbahnen in Budapest betrifft, so sind nicht alle barrierefrei. Während Straßenbahnlinien wie die Linie 4 oder 6 weitgehend modernisiert sind, verkehren auf anderen Linien, wie beispielsweise der Linie 2B, die einen Abschnitt entlang der Donau befährt, alte Wagen, zu denen man über Stufen gelangen muss. Die Busse verfügen über eine Einstiegsrampe oder sind Niederflurbusse, sodass die Nutzung problemlos möglich ist.

Die BudapestGO -App verfügt über die Option „barrierefrei“ bei der Routenplanung. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität gelten im öffentlichen Nahverkehr keine Sonderpreise, sofern sie Touristen sind. Aus diesem Grund können Sie, falls Sie dies wünschen, mit dem Taxi fahren oder Smartphone-Apps nutzen, damit ein Fahrer zu Ihrem Standort kommt und Sie abholt.

In den zentralen Bereichen der Hauptstadt gibt es breite Gehwege, auf denen das Fortbewegen keine größeren Schwierigkeiten bereitet. Dagegen gibt es an einigen Stellen in Buda (westlich der Donau) mehrere Straßen mit Treppen, Steigungen und Kopfsteinpflaster, auf denen ein Rollstuhl stecken bleiben kann. Sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit der Standseilbahn gelangt man zur Burg von Buda.

Welche Sehenswürdigkeiten sind für Menschen mit Behinderungen barrierefrei zugänglich?

Das Parlamentsviertel und das Flussufer gehören zu den am besten barrierefreien Bereichen Budapests. Zwar gibt es vereinzelt Stellen mit Kopfsteinpflaster und Höhenunterschieden, doch handelt es sich um ein weitläufiges Gebiet, in dem der Weg größtenteils eben ist und man die Landschaft ohne größere Schwierigkeiten genießen kann.

Am Vormittag können Sie das Budapester Parlament besichtigen. Der Zugang erfolgt über einen Aufzug. Im Inneren des Parlaments ist der Weg vollständig eben. An zwei bestimmten Stellen muss ein Aufzug benutzt werden; bitte informieren Sie den Reiseleiter vorab darüber. Im weiteren Verlauf des Rundgangs können Sie das „Schuhdenkmal“ besichtigen, das an die ungarische Geschichte erinnert.

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Foto: www.facebook.com/azenvarosom/

Im Stadtzentrum (Pest) ist die St.-Stephans-Basilika barrierefrei zugänglich. Von dort aus gelangt man über die breite Andrássy-Allee zum Heldenplatz. An der Andrássy-Allee selbst befindet sich die Ungarische Nationaloper. Es handelt sich um ein Opernhaus im neoklassizistischen Stil mit Deckenfresken und Statuen von Komponisten wie Franz Liszt oder Ferenc Erkel, dem ersten Direktor des Gebäudes.

Die Thermalbäder sind teilweise barrierefrei; während einige moderne Bäder tatsächlich für Menschen mit eingeschränkter Mobilität konzipiert sind, können andere, historischere Bäder recht schwer zugänglich sein. Schließlich sind im Stadtteil Buda die Fischerbastei, die Budaer Burg, die Ungarische Nationalgalerie sowie die Matthiaskirche (Weltkulturerbe) nicht vollständig barrierefrei.

In diesem Bereich sind die beiden am besten barrierefreien Orte die Budaer Burg und die Ungarische Nationalgalerie, die sich innerhalb der Burg befindet und über barrierefreie Zugänge verfügt. Der Zugang zur Matthiaskirche ist kompliziert, und die Fischerbastei ist aufgrund des unebenen Pflasters nur eingeschränkt zugänglich. Bei einem Besuch wird empfohlen, sich begleiten zu lassen.

Budapest ist nicht perfekt, aber barrierefrei

Budapest ist keine vollständig barrierefreie Stadt, aber barrierefrei genug, um sie genießen zu können, ohne auf ihre wichtigsten Sehenswürdigkeiten verzichten zu müssen. Ob allein oder in Begleitung – jeder kann ihre Straßen in Gedanken erkunden.

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