Ministerpräsident Péter Magyar: Die USA-Reise von Präsident Tamás Sulyok im März war eine von den ungarischen Steuerzahlern finanzierte Familienreise

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Was genau tat der Sohn von Präsident Tamás Sulyok, Márton Sulyok, an Bord des „Falcon“-Flugzeugs der ungarischen Streitkräfte während der 12-tägigen USA-Reise des Präsidenten, obwohl er offiziell nicht Teil der Präsidialdelegation war? Diese Frage stellte Ministerpräsident Péter Magyar am Samstag in einem Facebook-Beitrag.
Spärliche offizielle Termine
Der Ministerpräsident erinnerte daran, dass Präsident Sulyok ab dem 26. Februar zwölf Tage in den Vereinigten Staaten verbrachte – im Rahmen eines als „offiziell“ bezeichneten Besuchs, der mit Hunderten Millionen Forint aus öffentlichen Mitteln finanziert wurde. Dem Beitrag zufolge gab allein die Präsidialdelegation 62,7 Millionen HUF für Mietwagen aus, während weitere 384.224 HUF angeblich für Regenschirme ausgegeben wurden. „Man fragt sich, woraus diese Regenschirme wohl bestanden haben“, bemerkte der Ministerpräsident.
All dies, so merkte er an, trotz des offensichtlichen Fehlens jeglicher formeller Treffen mit der US-Regierung, Mitgliedern des Kongresses oder Senatoren.

Stattdessen scheint das 12-tägige Programm größtenteils aus Terminen mit ungarischen Auslandsgemeinden bestanden zu haben, darunter mehrere vorgezogene Gedenkfeiern zum 15. März. Der Ministerpräsident fügte hinzu, dass – ähnlich wie bei János Áders Besuch in den Vereinigten Staaten im Jahr 2018 – der Großteil der Reise von Präsident Sulyok dem Sightseeing und Museumsbesuchen gewidmet war.
Militärflugzeuge und Familienreisen
Präsident Sulyok besuchte in Begleitung seiner Frau und seines Sohnes auch die Southfork Ranch – vielen bekannt als fiktiver Wohnsitz der Familie Ewing in der Fernsehserie „Dallas“. „Wir hoffen, dass es ihnen gefallen hat“, merkte der Ministerpräsident pointiert an.

Tamás Sulyoks Facebook-Beitrag über sein Treffen mit der ungarischen Gemeinde in Irving, Dallas:
Bekannt ist, fügte er hinzu, dass der Sohn des Präsidenten auf mehreren Flugabschnitten an Bord des ungarischen Militärflugzeugs vom Typ Falcon reiste: von New York nach Cleveland, von Cleveland nach New Orleans, von New Orleans nach Houston und von Houston nach Dallas. Er war zudem bei mehreren Treffen des Präsidenten anwesend.
Präsident Sulyok in der ungarisch-römisch-katholischen Kirche in Cleveland:
„Unklar bleibt“, so der Ministerpräsident, „auf welcher Grundlage er gereist ist – und wer die Kosten dafür übernommen hat.“
„Herr Präsident, es gibt noch mehr zu berichten. Soll ich fortfahren?“, schloss er.
Péter Magyar hat dargelegt, wie er den ungarischen Präsidenten Tamás Sulyok seines Amtes entheben will: der Plan, Schritt für Schritt
Drohende Amtsenthebung
Am Samstagvormittag erklärte der Ministerpräsident, dass das Parlament voraussichtlich am Montag die 17. Änderung des Grundgesetzes verabschieden werde. Der Staatspräsident habe dann fünf Tage Zeit, diese zu unterzeichnen. Sollte er sich weigern, könne ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet werden.
Ein solches Verfahren erfordert eine Zweidrittelmehrheit im Parlament – eine Schwelle, die die Tisza-Partei erreicht hat, die bei den Wahlen am 12. April 141 Sitze errungen hat.
Sollte das Verfahren eingeleitet werden, würde die mit der Tisza-Partei verbündete Parlamentspräsidentin Ágnes Forsthoffer vorübergehend die Befugnisse des Präsidentenamtes übernehmen. In dieser Funktion wäre sie in der Lage, die Verfassungsänderung zu unterzeichnen und damit das Mandat von Präsident Sulyok zu beenden.
Neue Untersuchungen deuten darauf hin, dass Orbán und die Fidesz um ihr Überleben kämpfen, da ehemalige Getreue abwandern und Ministerpräsident Péter Magyar einen weiteren großen Sieg errungen hat

