Ministerpräsident Péter Magyar: Die Zustimmung für Fidesz sinkt zum ersten Mal seit 30 Jahren unter 20 %

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Ministerpräsident Péter Magyar erklärte am Mittwoch, dass die Zustimmung für Fidesz zum ersten Mal seit 30 Jahren unter 20 % gefallen sei, und teilte die Ergebnisse einer neuen Meinungsumfrage von Závecz Research auf Facebook mit.
Laut der vom Ministerpräsidenten zitierten Umfrage kommt die Tisza-Partei bei den entschlossenen Wählern auf 74 % Zustimmung, während Fidesz bei 19 % liegt.
„Fidesz lag seit 30 Jahren nicht mehr unter 20 %, und nun hat die Partei sogar einen Insolvenzverwalter“, schrieb Magyar mit Blick auf die aktuelle Lage der Partei.
Er fügte hinzu, dass die ehemalige Regierungspartei „immer schneller denselben Abwärtskurs wie in der Gyurcsány-Ära einschlägt“, während sich seine Regierung weiterhin auf die Regierungsarbeit konzentriere.
„Unterdessen arbeitet die Tisza-Regierung jeden Tag für ein funktionierendes und menschenwürdiges Ungarn. Heute beschließen wir Mehrwertsteuersenkungen“, schrieb der Ministerpräsident und schloss: „Schritt für Schritt. Ihnen bleiben nur noch Lamas und Spucken.“
Umfrage deutet auf dramatischen politischen Wandel hin
Die neuesten Ergebnisse von Závecz Research, die von den Meinungsforschern Endre Hann und Tibor Závecz in der Sendung „Szinten túl“ erörtert wurden, deuten auf einen tiefgreifenden Wandel in der politischen Landschaft Ungarns hin.
Der Umfrage zufolge genießt Tisza unter den entschlossenen Wählern eine Zustimmung von 74 %, während das Bündnis aus Fidesz und KDNP auf 19 % kommt.
Die Untersuchung deutet zudem darauf hin, dass die Zustimmung für Fidesz in der Gesamtbevölkerung von 27 % auf 16 % gesunken ist, was einem Rückgang von etwa 2,1 Millionen Anhängern auf rund 1,2 Millionen entspricht.
Tisza gewinnt in ehemaligen Fidesz-Hochburgen an Boden
Die Meinungsforscher argumentierten, dass Tisza die Fidesz inzwischen in mehreren Bevölkerungsgruppen überholt habe, die traditionell die Kernwählerschaft der konservativen Partei bildeten.
Laut Tibor Závecz hat die Opposition sogar unter Wählern mit geringerem Einkommen und niedrigerem sozialen Status einen deutlichen Vorsprung herausgearbeitet. Die Umfrage deutet zudem auf eine markante Verschiebung bei den jüngeren Wählern hin; den Forschern zufolge hat Fidesz Schwierigkeiten, wieder Anschluss an eine Generation zu finden, die sie einst zu vertreten suchte.
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Die Forscher führen mehrere Faktoren für den Niedergang von Fidesz an
Die Analysten wiesen darauf hin, dass ein Grund für den Niedergang der Zusammenbruch des langjährigen Images von Fidesz als unbesiegbare politische Kraft sei.
Sie wiesen zudem auf den Rückzug oder die geringere öffentliche Rolle mehrerer prominenter Fidesz-Politiker sowie auf die Auswirkungen von Korruptionsvorwürfen und Kontroversen rund um die Verwendung öffentlicher Gelder hin.
Den Forschern zufolge hat die Fidesz nach ihrer Wahlniederlage bislang noch keine nennenswerte Selbstreflexion gezeigt und stützt sich weiterhin auf politische Botschaften, die ihrer Ansicht nach bei den Wählern keinen Anklang mehr finden.
Zwar stellten sie fest, dass das rasante Wachstum von Tisza letztendlich an eine natürliche Grenze stoßen könnte, doch argumentierten sie, dass die Schwierigkeiten von Fidesz keine Anzeichen einer Entspannung zeigen. Endre Hann wies sogar darauf hin, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass Fidesz in seiner derzeitigen Form die aktuelle politische Krise langfristig nicht überstehen werde.
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