Péter Magyar kündigt neues Kabinettsmitglied in Videointerview an

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Péter Magyar, Vorsitzender der aus den Wahlen hervorgegangenen Theiß-Partei und designierter Ministerpräsident, hat Judit Lannert gebeten, in der neuen Regierung das Amt der Ministerin für Kinder und Bildung zu übernehmen.

Hier ist Ungarns neue Bildungsministerin

Magyar gab dies am Freitag auf Facebook bekannt. Lannert ist Wirtschaftswissenschaftlerin und Expertin für Sozialpolitik und hat einen Doktortitel in Soziologie.

In einem Gespräch mit Magyar, das am Freitag auf Facebook gepostet wurde, versprach Lannert einen neuen Ansatz im Bildungswesen und sprach auch über die Einführung eines neuen nationalen Kerncurriculums, die Anhebung des Alters für die Schulpflicht auf 18 Jahre und die Überprüfung des Stiftungsmodells in der Hochschulbildung.

Péter Magyar announces new cabinet member in video interview
Judit Lanner und Péter Magyar. Foto: PrtScr/Péter Magyar

In dem Gespräch versprach Magyar, dass die neue Theiß-Regierung dem Sektor, dessen Leiter ebenso wie der Gesundheitsminister besondere Privilegien im Kabinett genießen wird, jede Form von fachlicher, personeller und finanzieller Unterstützung zukommen lassen wird. Magyar äußerte die Hoffnung, dass sie in Zusammenarbeit mit Lehrern, Eltern und Schülern ein Bildungssystem auf den Weg bringen können, das es jedem Kind ermöglicht, die Qualifikationen zu erwerben, die es braucht, um seine Träume zu verwirklichen.

Auf Magyars Frage, was sie für das größte Problem im Bildungswesen hält, sagte Lannert, dass Ungarn nach den PISA-Studien durchweg zu den drei Ländern gehört, in denen der familiäre Hintergrund die Leistung am stärksten bestimmt.

“Das hält Kinder, Familien und die Gesellschaft in ihrer Position fest, und es gibt keine Mobilität”, sagte sie. Der einzige Ausweg aus dieser Situation ist ein Umdenken, fügte sie hinzu.

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Junge Menschen sollten die Schule mit einem Abschluss verlassen

Sie sagte, dass das Bildungssystem in letzter Zeit “völlig ins Abseits gestellt” worden sei und dass mit dem Verschwinden professioneller Erwägungen auch das Misstrauen gegenüber den Lehrern wachse. Man versuche, dies zu korrigieren, indem man immer mehr Kontrollen und Bewertungen in das System einführe, sagte sie und fügte hinzu, dass das System zur Bewertung von Lehrern fehlerhaft sei, da es das System nur belaste.

Sie sagte, es sei notwendig, die Arbeitsbelastung sowohl für Kinder als auch für Lehrer zu reduzieren, während gleichzeitig ein neues nationales Kerncurriculum benötigt werde, das nicht kontrollierend oder vorschreibend sei, sondern vielmehr Prinzipien und Modelle biete.

Sie sagte, es sei wichtig, kritisches Denken zu lehren, und hob die Bedeutung von Feedback und datengesteuerter Bildungspolitik hervor.

Lannert sagte, sie wolle, dass das Wort “Kind” im Namen des Ministeriums auftaucht, weil dies auch zu einem Perspektivenwechsel beitragen würde.

In Bezug auf die Anhebung des Pflichtschulalters von 16 auf 18 Jahre sagte Lannert, dass dies schrittweise eingeführt werden könne, dass es aber wichtig sei, dass junge Menschen die Schule mit einem vom Arbeitsmarkt akzeptierten Abschluss verlassen.

Lehrer sollten sich nur auf das Unterrichten konzentrieren

Das finnische System funktioniere, weil sich die Lehrer nur auf das Unterrichten konzentrieren müssten, sagte sie.

In Bezug auf die Hochschulbildung drängte sie auf eine Überarbeitung des Stiftungsmodells. Magyar bestätigte in seiner Antwort, dass sie das Stiftungsmodell grundlegend überarbeiten werden, nicht weil die EU dies verlangt, sondern weil es im Interesse der ungarischen Hochschulbildung ist.

Sehen Sie sich das Video unten an:

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