Péter Magyar spricht über geschützte Kraftstoffpreise: wird die Theiss-Regierung sie beibehalten?

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Der designierte Premierminister Péter Magyar sagt, dass das ungarische System geschützter Kraftstoffpreise für Benzin und Diesel auch nach dem Amtsantritt der neuen Theiß-Regierung bestehen bleiben wird. Dies geschah nach hochrangigen Gesprächen mit dem Vorstandsvorsitzenden von MOL, Zsolt Hernádi, und der Führungsspitze des Unternehmens.

In einer am Donnerstag auf Facebook veröffentlichten Erklärung sagte Magyar, die beiden Seiten hätten sich darauf geeinigt, den derzeitigen “geschützten Preis”-Mechanismus beizubehalten und betonte, dass die Vereinbarung “den ungarischen Haushalt nicht zusätzlich belasten wird”. Reuters berichtete auch, dass das Treffen Teil der dringenden Nachwahlgespräche über Brennstoffsicherheit und Energiestabilität war.

Die Ankündigung bietet ungarischen Autofahrern kurzfristige Beruhigung nach Wochen der Volatilität auf den globalen Ölmärkten und der Besorgnis über regionale Versorgungsunterbrechungen.

MOL sagt, dass die Versorgung trotz globaler Turbulenzen gesichert bleibt

Laut Magyar bestätigte MOL während des Treffens, dass die Kraftstoffversorgung Ungarns trotz des “turbulenten globalen Marktumfelds” ununterbrochen bleibt.

Diese Zusicherung ist wichtig, da die strategischen Reserven Ungarns seit den Versorgungsunterbrechungen auf der Druschba-Pipeline-Route Anfang des Jahres unter Druck stehen. Bis Ende März waren die Reserven stark gesunken, bevor sie sich teilweise wieder erholten und weit unter dem EU-Standardwert von 90 Tagen Sicherheit lagen.

Der neue Premierminister forderte die scheidende Regierung von Viktor Orbán außerdem auf, die Ermäßigung der Verbrauchssteuer auf Kraftstoffe bis zum 30. Mai zu verlängern, da das aktuelle Dekret am 30. April ausläuft.

Die Bitte deutet darauf hin, dass Tisza einen politisch heiklen Preissprung während der Zeit der Regierungsübergabe vermeiden will.

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Foto: Facebook/Péter Magyar

Dividendenstreit mit MCC bringt politische Brisanz

Neben den Pumpenpreisen ging es bei den Gesprächen auch um ein politisch brisanteres Thema: Die geplante Dividendenzahlung von MOL in Höhe von 25 Milliarden Forint an das Mathias Corvinus Collegium (MCC).

Magyar sagte, er habe die Pläne der Theiß-Regierung in dieser Angelegenheit direkt an Hernádi weitergeleitet, während er hinzufügte, dass MOL “in Übereinstimmung mit den einschlägigen Gesetzen” vorgehen werde.

Der Streit geht auf die 10%ige Beteiligung von MCC an MOL zurück, die dem Unternehmen einen großen Anteil an der kürzlich beschlossenen Dividendenausschüttung in Höhe von 241 Milliarden Forint zusteht. Die Höhe und der Zeitpunkt der Auszahlung – die kurz vor den Wahlen beschlossen wurde – haben bereits eine heftige politische Debatte ausgelöst.

Falls Sie es verpasst haben: Schockierendes Timing: MOL-Dividende explodiert vor den Wahlen

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