Russische Rosatom sendet Brief an Ungarns magyarische Regierung: Hier ist, was sie geschrieben haben

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Der staatliche russische Kernenergiekonzern Rosatom hat sich bereit erklärt, die laufenden Arbeiten am ungarischen Kernkraftwerksprojekt Paks II zu überprüfen und zu auditieren und signalisierte Offenheit für technische und finanzielle Konsultationen mit der ungarischen Seite.
Laut Rosatom-Chef Alexey Likhachev hat das Unternehmen bereits über diplomatische und geschäftliche Kanäle mitgeteilt, dass es bereit ist, alle offenen Fragen im Zusammenhang mit der Preisstruktur und den Projektfristen zu erörtern, während es auf die Entscheidung Budapests wartet, ob formelle Konsultationen aufgenommen werden sollen.
Prüfungsangebot und Konsultationsbereitschaft
Nach Angaben von Portfolio erklärte Lichatschow gegenüber Journalisten in Sankt Petersburg, dass Rosatom bereit sei, “an Konsultationen teilzunehmen und alle Fragen zu beantworten”, die den Kostenrahmen und den Zeitplan für die Umsetzung des Projekts betreffen.
Er fügte hinzu, dass das Unternehmen auch für ein Audit der Bauarbeiten offen sei und auf die Antwort Ungarns bezüglich der Aufnahme von Gesprächen mit Rosatom als Hauptauftragnehmer warte.
Er wies jedoch darauf hin, dass noch unklar sei, ob ein Konsultationsprozess vor oder nach einem Audit unter ungarischer Leitung oder möglicherweise parallel dazu stattfinden werde.
Politische Hintergründe: Ungarn bewertet das Projekt neu
Die Entwicklungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Ungarn eine mögliche Neubewertung der Bedingungen des seit langem laufenden Ausbauprojekts für das Kernkraftwerk Paks II signalisiert.
Der ungarische Wirtschafts- und Energieminister István Kapitány hat Berichten zufolge im Mai erklärt, dass die Regierung beabsichtigt, die Vertragsbedingungen des Projekts zu überprüfen.
Nach dieser Ankündigung deutete Lichatschow an, dass Rosatom immer noch hofft, dass die neue ungarische Führung die Umsetzung beschleunigen wird, während Budapest anscheinend einen vorsichtigeren Ansatz verfolgt und einer vollständigen Überprüfung des Abkommens den Vorrang gibt.
Strategische Auswirkungen auf die Energiezukunft Ungarns
Paks II ist eine der bedeutendsten Investitionen Ungarns in die Energieinfrastruktur, die darauf abzielt, die Nuklearkapazität zu erweitern und die langfristige Stabilität der Stromversorgung zu gewährleisten.
Jede Änderung der Vertragsbedingungen, des Zeitplans oder der Finanzierungsstruktur könnte erhebliche Auswirkungen auf die ungarische Energiesicherheitsstrategie sowie auf die Zusammenarbeit mit der russischen Nukleartechnologie im Rahmen der allgemeinen geopolitischen Sensibilitäten haben.
Rosatom sagt, dass es zunächst die Entscheidung Ungarns abwartet, bevor es mit den formellen Konsultationen fortfährt.
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