Ungarische Universitäten rutschen im aktuellen QS World University Ranking ab, nur eine verbessert sich

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Das „Quacquarelli Symonds (QS) World University Rankings“, eine der weltweit anerkanntesten Ranglisten im Hochschulbereich, hat seine neuesten Platzierungen für das Jahr 2027 veröffentlicht.
Zehn ungarische Hochschulen wurden in die diesjährige Liste aufgenommen, doch die Ergebnisse lassen auf ein schwieriges Jahr für den Hochschulsektor des Landes schließen. Sechs Einrichtungen fielen im Ranking zurück, drei behielten ihre Positionen bei, und nur einer Hochschule gelang es, ihre Platzierung zu verbessern.
Die ELTE erobert ihren Platz als Ungarns führende Universität zurück
Eine der bemerkenswertesten Entwicklungen im Ranking 2027 ist, dass die Eötvös-Loránd-Universität (ELTE) erneut zur bestplatzierten Universität Ungarns aufgestiegen ist. Obwohl die Einrichtung vom 584. auf den 595. Platz zurückfiel, überholte sie dennoch die Universität Debrecen, die in der vorherigen Ausgabe des Rankings noch die führende Universität des Landes gewesen war.
Die Universität Debrecen fiel vom 563. Platz im Jahr 2026 auf den 600. Platz im aktuellen Ranking zurück. Die Universität Szeged behielt den dritten Platz unter den ungarischen Hochschulen bei, obwohl sie weltweit vom 597. auf den 633. Platz zurückfiel.
Wie sich die ungarischen Universitäten schnitten
Die Platzierungen der ungarischen Universitäten im QS World University Rankings 2027 lauten wie folgt:
- Platz 595: Eötvös-Loránd-Universität (ELTE)
- Platz 600: Universität Debrecen
- Platz 633: Universität Szeged
- Platz 751–760: Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest
- Platz 791–800: Universität Pécs
- Platz 1001–1200: Ungarische Universität für Landwirtschaft und Lebenswissenschaften
- 1001–1200: Széchenyi-István-Universität
- 1001–1200: Universität Óbuda
- 1001–1200: Universität Pannonia
- 1401+: Universität Miskolc
Die Universität Pannonia verzeichnete unter den ungarischen Hochschulen die deutlichste Verbesserung und stieg aus dem Bereich 1201–1400 in die Kategorie 1001–1200 auf. Sie war die einzige Universität in Ungarn, die ihre Position im Vergleich zum Vorjahr verbessern konnte.
Nach welchen Kriterien richtet sich das QS-Ranking?
Die QS World University Rankings bewerten Hochschulen anhand einer breiten Palette von Indikatoren. Dazu gehören der akademische Ruf, der Ruf bei Arbeitgebern, Forschungszitate, das Verhältnis von Lehrenden zu Studierenden sowie der Anteil internationaler Studierender und wissenschaftlicher Mitarbeiter.
Die Methodik legt zudem großen Wert auf internationale Forschungskooperationen, die Beschäftigungsfähigkeit von Absolventen sowie die Nachhaltigkeitsleistung.
Internationale Forschungsnetzwerke bleiben eine zentrale Stärke
Laut QS schneiden ungarische Hochschulen im Bereich der internationalen Forschungspartnerschaften weiterhin am besten ab. In dieser Kategorie belegte die ELTE weltweit Platz 293, während die Universität Szeged und die Universität Debrecen die Plätze 432 bzw. 439 einnahmen.
Was den Ruf bei Arbeitgebern betrifft, erzielte die Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest das beste Ergebnis unter den ungarischen Hochschulen und belegte weltweit den 326. Platz. Es folgten die Széchenyi-István-Universität auf Platz 406 und die ELTE auf Platz 459.
Die ELTE erzielte zudem das beste Ergebnis beim Indikator für die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen und belegte weltweit den 239. Platz. Dies deutet darauf hin, dass ihre Absolventen im internationalen Vergleich auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor sehr wettbewerbsfähig sind.
Ungarn zieht weiterhin internationale Studierende an
Zwei ungarische Universitäten rangierten hinsichtlich des Anteils internationaler Studierender unter den 300 besten Einrichtungen weltweit. Die Universität Pécs belegte Platz 245, während die Universität Debrecen auf Platz 268 rangierte.
Allerdings verzeichnete dieser Indikator insgesamt auch den stärksten Rückgang. Rund 60 Prozent der bewerteten ungarischen Universitäten schnitten bei der Gewinnung und Bindung internationaler Studierender schlechter ab als im Vorjahr.
Akademischer Ruf und Forschungswirkung bleiben große Herausforderungen
Die Rankings zeigen, dass die größten Schwachstellen des ungarischen Hochschulwesens weiterhin der akademische Ruf und die Forschungswirkung sind. In der Kategorie „akademischer Ruf“ verzeichnete die Hälfte der ungarischen Hochschulen einen Rückgang ihrer Punktzahlen, und die ELTE war die einzige ungarische Einrichtung, die sich einen Platz unter den 500 besten Universitäten der Welt sichern konnte.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Zitierleistung. Keine ungarische Universität schaffte es, sich auf der Grundlage von Forschungszitaten unter den 600 weltweit führenden Einrichtungen zu platzieren, was darauf hindeutet, dass die internationale Sichtbarkeit und der Einfluss ungarischer Forschungsergebnisse nach wie vor begrenzt sind.
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Es gibt immer Raum für Verbesserungen
Auch hinsichtlich des Anteils internationaler wissenschaftlicher Mitarbeiter ist die Situation weniger günstig. In dieser Kategorie schaffte es keine ungarische Universität unter die 800 weltweit führenden Einrichtungen.
Die ungarischen Universitäten zeichnen sich weiterhin durch internationale Zusammenarbeit und die Beschäftigungsfähigkeit ihrer Absolventen aus, doch die Verbesserung der weltweiten akademischen Anerkennung, die Steigerung der Forschungswirkung und die Gewinnung weiterer internationaler Wissenschaftler bleiben die Hauptaufgaben für den Hochschulsektor des Landes.
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