Ungarn gehört zu den am schnellsten wachsenden veganen Hotspots der Welt!

Ungarn hat sich als eines der weltweit am schnellsten wachsenden Länder für Veganismus herauskristallisiert. Dies geht aus neuen internationalen Daten hervor, die von Chef’s Pencil veröffentlicht wurden, einem Unternehmen, das globale Trends im Bereich Essen und Gastronomie verfolgt.
Der jüngste Bericht The World’s Most Popular Countries & Cities for Vegans (2026) analysierte Google Trends-Daten aus dem Jahr 2025 und stellte fest, dass Ungarn in den letzten zehn Jahren eine der größten Verbesserungen weltweit verzeichnete. Das Land kletterte seit 2016 um beeindruckende 18 Plätze nach oben – der größte Sprung im gesamten Datensatz – und rangiert nun weltweit auf Platz 11 für das Interesse an Veganern, direkt hinter den Vereinigten Staaten und vor Irland und Schweden.
Budapest treibt den Boom an
Die Studie hebt Budapest als das unbestrittene Zentrum der pflanzlichen Bewegung in Ungarn hervor. Eine wachsende Zahl vollständig veganer Restaurants, Cafés und Lebensmittelgeschäfte hat dazu beigetragen, die Hauptstadt zu einem regionalen Zentrum für nachhaltiges und tierfreies Essen zu machen.
Laut Forschern ist Veganismus in Ungarn nicht länger ein Nischenlebensstil, sondern ein zunehmend sichtbarer und kommerziell relevanter Teil der Esskultur des Landes. Das landesweite Suchinteresse wurde vor allem durch die expandierende Gastroszene in Budapest und die steigende Nachfrage der Verbraucher nach gesünderen und umweltbewussteren Optionen angefacht.
Diese Dynamik spiegelte sich auch in der Durchführung des ersten großen ungarischen Vegan-Gipfels im Jahr 2025 wider, der mehr als 600 Teilnehmer anzog.
- Falls Sie es verpasst haben: Ungarn richtet seinen ersten internationalen Vegan-Gipfel aus
Eine reifende globale Bewegung
Weltweit scheint sich der vegane Boom der späten 2010er Jahre stabilisiert zu haben. Nach Jahren des rasanten Wachstums hat sich das Interesse von Hype und Neuheit zu etablierteren Verbrauchergewohnheiten verlagert. In einigen Vorreitern wie den Vereinigten Staaten und Kanada hat sich das Interesse an der Suche leicht abgekühlt, was darauf hindeutet, dass der Markt eher gereift als geschrumpft ist.
In der Zwischenzeit sind Teile Europas weiter auf dem Vormarsch. Deutschland hat im Jahr 2025 die weltweite Spitzenposition zurückerobert, unterstützt durch den größten europäischen Einzelhandelsmarkt für pflanzliche Produkte, der jetzt 1,68 Milliarden Euro wert ist. Das Vereinigte Königreich folgt dicht dahinter, mit einem Umsatz von mehr als 1 Milliarde Euro und einer der höchsten Anzahl an veganen Restaurants weltweit.
Diese Zahlen zeigen, dass ein starkes Suchinteresse oft mit der realen Verfügbarkeit korreliert, von Supermarktprodukten bis hin zu Restaurantmenüs.
Mitteleuropa auf dem Vormarsch
Eine der auffälligsten Schlussfolgerungen des Berichts ist eine geografische Verschiebung des veganen Wachstums. Mittel- und Westeuropa scheinen nun die Expansion anzuführen, während einige traditionell starke Märkte auf einem Plateau verharren.
Ungarn sticht als größter Aufsteiger in der Rangliste hervor, noch vor anderen schnell wachsenden Ländern wie den Niederlanden und der Slowakei. Analysten sind der Meinung, dass dies die veränderten Verbrauchergewohnheiten, den verbesserten Zugang zu pflanzlichen Lebensmitteln und eine neue Generation von Restaurants widerspiegelt, die sich an flexible und vegane Gäste richten.

