Ungarn ruft weitere 25 Botschafter ab, darunter aus Washington, London, Brüssel, Moskau und Kiew

Ungarn hat im Rahmen einer der größten diplomatischen Umbesetzungen des Landes in den letzten Jahren weitere 25 Botschafter zurückgerufen. Die jüngsten Veränderungen, die von Außenministerin Anita Orbán initiiert wurden, betreffen mehrere der strategisch wichtigsten diplomatischen Posten Ungarns, darunter Washington, London, Brüssel, Moskau und Kiew.
Wichtige diplomatische Posten wechseln den Inhaber
Die Liste der Botschafter, deren Ernennungen beendet wurden, wurde am Freitagabend in der neuesten Ausgabe des Ungarischen Amtsblatts veröffentlicht. Zu den prominentesten Abberufungen zählen die ungarischen Botschafter in:
- Washington – Szabolcs Ferenc Takács
- London – Ferenc Kumin
- Brüssel – Tamás Iván Kovács
- Moskau – Norbert Attila Konkoly
- Kiew – Antal Heizer
- Belgrad – József Zoltán Magyar
- Bratislava – Csaba Sándor Balogh
Die Änderungen betreffen auch die Ständigen Vertretungen Ungarns bei wichtigen internationalen Organisationen, darunter die NATO, die Vereinten Nationen, die Welthandelsorganisation (WTO) und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Teil einer umfassenden diplomatischen Umstrukturierung
Dies ist die zweite größere Welle von Rückrufen von Botschaftern seit dem Amtsantritt der neuen Regierung. Ende Juni beendete das Außenministerium die Amtszeit von 37 Leitern diplomatischer Vertretungen und bezeichnete die Veränderungen als Teil einer umfassenderen fachlichen Erneuerung des ungarischen diplomatischen Dienstes.
Damals erklärte Außenministerin Anita Orbán, das Ministerium strebe den Aufbau „eines professionellen diplomatischen Korps, das nach höchsten Standards arbeitet“ an, mit Botschaftern, die in der Lage sind, die außenpolitischen Ziele Ungarns voranzutreiben und den internationalen Einfluss des Landes zu stärken.
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Vollständige Liste der zurückgerufenen Botschafter
Die jüngste Runde der Rückrufe betrifft die ungarischen Botschafter bzw. Missionsleiter in folgenden Ländern:
- Brüssel
- Algier
- Belgrad
- Doha
- Moskau
- Prag
- Wellington
- NATO (Brüssel)
- OSZE/UNO (Wien)
- Bogotá
- Bagdad
- UNO/WTO (Genf)
- Den Haag
- Jerewan
- Kiew
- Kopenhagen
- London
- Manila
- Oslo
- Bratislava
- Pretoria
- Sarajevo
- Singapur
- Tiflis
- Washington
Nachfolger werden noch bekannt gegeben
Die Regierung hat bislang noch keine Nachfolger für die scheidenden Botschafter benannt. Die neuen Kandidaten werden voraussichtlich bekannt gegeben, sobald sie die erforderlichen Anhörungen vor den parlamentarischen Ausschüssen absolviert haben; weitere Einzelheiten zum Übergangsprozess werden voraussichtlich in den kommenden Wochen bekannt gegeben.
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