Ungarns Mindestlohn gehört zu den niedrigsten, selbst nach einer Erhöhung um mehr als 10%

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Ungarn hat im Januar 2026 eine Erhöhung des Mindestlohns um 11% eingeführt. Damit steigt der monatliche Bruttolohn auf 322.500 HUF (ca. 839 EUR) und der Nettoverdienst auf etwa 214.600 HUF (ca. 559 EUR). Obwohl die Erhöhung die größte ist, die in diesem Jahr in der Europäischen Union verzeichnet wurde, zeigen neue Daten von Eurostat, dass das Land immer noch hinter den meisten Mitgliedstaaten zurückbleibt.

“Numerologie” mit Mindestlöhnen

Umgerechnet in Euro liegt der ungarische Mindestlohn jetzt bei rund 838 EUR, gegenüber 707 EUR im Vorjahr. Diese Verbesserung ist nicht nur auf die Lohnerhöhung zurückzuführen, sondern auch auf die Aufwertung des Forint um etwa 6,5% gegenüber dem Euro. Dennoch rangiert Ungarn laut Népszava auf dem viertniedrigsten Niveau in der EU.

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Große Ungleichheiten in der Europäischen Union

Laut der Eurostat-Zusammenfassung variieren die Mindestlöhne in Europa erheblich. Bulgarien ist mit 620 EUR pro Monat das Schlusslicht, gefolgt von Rumänien (795 EUR) und Lettland (780 EUR). Mehrere andere Länder, darunter Estland, die Slowakei, die Tschechische Republik und Malta, liegen ebenfalls unter der Schwelle von 1.000 EUR.

Im Gegensatz dazu übertreffen die Nachbarländer Ungarns das Angebot: Kroatien bietet 1.050 EUR, Polen 1.139 EUR und Slowenien sogar 1.278 EUR. An der Spitze der Skala steht Luxemburg mit 2.704 EUR, gefolgt von Irland und Deutschland, wo die Mindestlöhne über 2.300 EUR liegen. Damit klafft zwischen den Niedrigst- und den Höchstverdienern in der gesamten EU eine Lücke von bis zu 2.000 EUR – etwas weniger als 800.000 HUF.

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Lebenshaltungskosten verkleinern die reale Kluft

Das Bild wird jedoch nuancierter, wenn man es um die Kaufkraft bereinigt. Vergleichenden Analysen zufolge schrumpfen die Unterschiede erheblich, wenn das lokale Preisniveau berücksichtigt wird. Real beträgt der Abstand zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Mindestlohn eher das 2,4-fache als das 4-fache.

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