Verkehrsminister unterzeichnet EU-Fördervertrag: Ausbau des Budapester Straßenbahnnetzes und neue InterCity-Züge kommen voran!

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Das ungarische Verkehrsnetz hat zwei bedeutende Fortschritte erzielt: Ein umfangreiches Straßenbahnausbauprojekt in Budapest erhält Fördermittel der Europäischen Union, und die Produktion einer neuen Flotte von InterCity-Zügen wurde offiziell in Angriff genommen.
Verkehrs- und Investitionsminister Dávid Vitézy gab beide Entwicklungen auf Facebook bekannt und bezeichnete sie als wichtige Meilensteine für die Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs des Landes.
EU-Fördermittel für Straßenbahnausbau in Budapest unterzeichnet
Vitézy bestätigte, dass er die Vereinbarung über eine EU-Förderung in Höhe von 32,2 Milliarden HUF (80 Millionen Euro) für die zweite Phase des Projekts „Buda Interconnecting Tram Network“ unterzeichnet hat.
Im Rahmen dieser Investition wird eine neue Straßenbahnlinie zwischen dem Szent-Gellért-Platz und der Budafoki-Straße über den Műegyetem-Damm gebaut, wodurch das miteinander verbundene Straßenbahnnetz von Budapest weiter nach Süden ausgedehnt wird.
„Dies wird eines der ersten Verkehrsinfrastrukturprojekte sein, das dank der nun wieder verfügbaren EU-Mittel in Angriff genommen wird“, schrieb Vitézy auf Facebook.
Die Bauarbeiten könnten noch in diesem Herbst beginnen
Die Erweiterung befindet sich bereits seit mehreren Jahren in Vorbereitung. Die Planung begann im Jahr 2020 unter der Leitung des ehemaligen Budapester Entwicklungszentrums, das von Vitézy geleitet wurde, während Meinungsverschiedenheiten zwischen der Stadt, der Regierung und dem 11. Bezirk von Budapest schließlich beigelegt wurden.
Nachdem ein erstes Vergabeverfahren annulliert und neu ausgeschrieben worden war, erhielt das Bauunternehmen Swietelsky Anfang dieses Jahres den Zuschlag mit einem Angebot in Höhe von 26,9 Milliarden HUF. Nach Angaben des Ministers sollen die Verlegungsarbeiten für die Versorgungsleitungen voraussichtlich in diesem Herbst beginnen, während die groß angelegten Bauarbeiten entlang der gesamten Trasse im Jahr 2027 anlaufen könnten.
Die neue Straßenbahnlinie wird vom Szent-Gellért-Platz entlang der Donau verlaufen, unter der Petőfi-Brücke und der Rákóczi-Brücke hindurchführen und schließlich über das Gebiet des Kopaszi-Damms die Budafoki-Straße erreichen.
Das Projekt wird vom Ministerium für Verkehr und Investitionen in Zusammenarbeit mit dem Budapester Verkehrsamt (BKK) geleitet und soll bis 2029 abgeschlossen sein. Vitézy fügte hinzu, dass weitere Verkehrsinvestitionen, darunter Eisenbahnausbauten in ganz Ungarn, folgen sollen.
Produktionsstart für neue InterCity-Züge
In einer separaten Mitteilung erklärte Vitézy, dass die Produktion von elf neuen InterCity-Triebzügen für GYSEV offiziell begonnen habe; die Züge sollen voraussichtlich im Sommer 2028 den Personenverkehr aufnehmen.
Die fünfteiligen Zweispannungszüge werden Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h erreichen können und auf den Strecken Budapest–Sopron sowie Budapest–Szombathely zum Einsatz kommen. Das Beschaffungsverfahren wurde ursprünglich Anfang 2022 eingeleitet und wird durch ein Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) finanziert.
Die ersten Züge könnten bereits im nächsten Jahr eintreffen
Laut Vitézy werden die ersten vier Zugsätze bereits in Siedlce, Polen, zusammengebaut, während die lackierten Wagenkästen im Stadler-Werk in Szolnok, Ungarn, hergestellt werden.
Der erste fertiggestellte Zug wird voraussichtlich bis Ende dieses Jahres in Ungarn eintreffen, um dort mit den Test- und Zertifizierungsverfahren zu beginnen. Wenn die Genehmigungsverfahren wie geplant verlaufen, könnten einige der neuen Züge bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 in Betrieb genommen werden, noch bevor die gesamte Flotte im Jahr 2028 ausgeliefert wird.
Moderner Komfort für die Fahrgäste
Die neuen InterCity-Züge werden über Sitzplätze der ersten und zweiten Klasse, klimatisierte Niederflur-Innenräume, WLAN, USB-C-Ladeanschlüsse, moderne Fahrgastinformationssysteme sowie spezielle Fahrradstellplätze verfügen. Die flexible Innenraumaufteilung ermöglicht in der Sommersaison die Beförderung von bis zu 18 Fahrrädern; zudem werden Halterungen an den Rückenlehnen für Tablets und Smartphones zur Verfügung stehen.
Die Erprobung der Züge soll im August 2026 gleichzeitig in Rumänien, Tschechien und Ungarn beginnen, bevor die neue Flotte den kommerziellen Betrieb aufnimmt.
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