Vier ungarische Rettungssanitäter schlugen einen betrunkenen Patienten dreimal bis zur Bewusstlosigkeit

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Vier Rettungssanitäter in Südungarn wurden angeklagt, einen betrunkenen Patienten in der Entgiftungsstation eines Krankenhauses wiederholt angegriffen zu haben; sie sollen ihn angeblich so lange geschlagen haben, bis er dreimal das Bewusstsein verlor.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft des Komitats Baranya ereignete sich der Vorfall im November 2025 in der Notfallklinik des Klinischen Zentrums der Universität Pécs. Die Staatsanwaltschaft beantragte Bewährungsstrafen sowie ein Berufsverbot für alle vier Angeklagten im Gesundheitswesen, wie die Ungarische Nachrichtenagentur (MTI) berichtete.

Patient soll angegriffen worden sein, nachdem er versucht hatte, die Entgiftungsstation zu verlassen

Der Anklageschrift zufolge war der Mann nach einer Kopfverletzung, die er sich auf der Straße zugezogen hatte, in die Notaufnahme gebracht worden. Da er unter Alkoholeinfluss stand, wurde er in einen Entgiftungsraum verlegt.

Die Staatsanwaltschaft gibt an, dass der Patient nicht dort bleiben wollte. Berichten zufolge schrie er und schlug wiederholt gegen die Tür, während er versuchte, den Raum zu verlassen.

In der Anklageschrift wird behauptet, dass die vier Mitarbeiter des Gesundheitswesens, die als Rettungssanitäter und examinierte Krankenpfleger beschäftigt waren, mehrmals den Raum betraten und den Mann tätlich angriffen, teils gemeinsam, teils einzeln.

Zu den Vorwürfen zählen Schläge, Tritte und Anspucken

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde der Patient mit Schlägen und Ohrfeigen auf Kopf und Gesicht getroffen, mit Tritten gegen Kopf und Beine attackiert, ihm wurde der Mantel über den Kopf gezogen, und er wurde von einem der Angeklagten angespuckt.

Die Staatsanwaltschaft macht geltend, dass der Mann infolge der Übergriffe dreimal das Bewusstsein verlor.

Die Anklagepunkte beziehen sich auf wiederholte Körperverletzung, die in einer Gruppe von Personen begangen wurde, die ein öffentliches Amt ausübten, sowie auf weitere Straftaten.

Verfahren zur Feststellung der strafrechtlichen Verantwortlichkeit

Der Fall wird nun vor dem Bezirksgericht Pécs verhandelt, wo die Angeklagten Gelegenheit haben werden, sich zu den Vorwürfen zu äußern.

Die Staatsanwaltschaft strebt statt einer sofortigen Freiheitsstrafe Bewährungsstrafen an und beantragt zudem, den vier Angeklagten im Falle einer Verurteilung die Ausübung von Gesundheitsberufen zu untersagen.

Die Anklage wurde erhoben, ein Urteil steht jedoch noch aus.

Titelbild: Illustration, depositphotos.com

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