Vorsprung der Tisza-Partei schrumpft, während Fidesz in neuer Umfrage Boden gutmacht – Auch Magyars Beliebtheitswerte sinken

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Eine Umfrage von Publicus zeigt, dass sich der Vorsprung von Péter Magyar gegenüber Viktor Orbán hinsichtlich der Eignung für das Amt des Ministerpräsidenten verringert, obwohl der Tisza-Vorsitzende weiterhin deutlich vorne liegt
Die Zustimmung für Ungarns regierende Fidesz-Partei stieg im August leicht an, während die Unterstützung für die Tisza-Partei zurückging. Dies geht aus einer neuen Umfrage des Publicus-Instituts hervor, die von der Tageszeitung „Népszava“ in Auftrag gegeben wurde.
Die Umfrage ergab zudem, dass nun weniger Ungarn Péter Magyar für geeignet halten, das Amt des Ministerpräsidenten zu bekleiden, während sich Viktor Orbáns Bewertung bei derselben Frage verbesserte. Trotz dieser Verschiebung ist Magyar in der Gesamtbevölkerung nach wie vor deutlich beliebter als Orbán.
Die Umfrage wurde zwischen dem 18. und 25. August durchgeführt, wobei 1.006 Personen telefonisch befragt wurden. Die Datenerhebung wurde vor der Kontroverse um die Ernennung des Leiters des ungarischen Amtes für Vermögensrückgewinnung abgeschlossen.

Tisza liegt bei den entschlossenen Wählern weiterhin deutlich in Führung
Unter den Wählern, die sich bereits für eine Partei entschieden haben, sprachen sich 65 Prozent für Tisza aus, während 24 Prozent Fidesz unterstützten. Die Zustimmung für Tisza sank im Vergleich zum Juli um drei Prozentpunkte, während Fidesz einen Punkt zulegte. Trotz dieser Verschiebung verfügt die Oppositionspartei unter den Wählern, die sich bereits für eine Partei entschieden haben, weiterhin über einen beträchtlichen Vorsprung von 41 Prozentpunkten.
Die kleineren Parteien blieben deutlich hinter den beiden Hauptkonkurrenten zurück. „Mi Hazánk“ und die Ungarische Zweischwänzige-Hund-Partei lagen bei den Wählern mit feststehender Wahlentscheidung jeweils bei rund 1 Prozent.
Betrachtet man die gesamte Stichprobe, so wurde Tisza von 48 Prozent der Befragten unterstützt, gegenüber 19 Prozent für Fidesz. Mi Hazánk erhielt 5 Prozent, während die Demokratische Koalition und die Partei des zweischwänzigen Hundes jeweils 1 Prozent verzeichneten. Unterdessen waren sich 26 Prozent der Befragten noch unsicher, welche Partei sie unterstützen würden – drei Prozentpunkte mehr als einen Monat zuvor.

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Ungarn sind etwas weniger zufrieden mit der Richtung, in die sich das Land entwickelt
Die Umfrage ergab zudem eine leichte Verschlechterung der öffentlichen Zufriedenheit mit der aktuellen Entwicklung in Ungarn. Ende August gaben 61 Prozent der Befragten an, mit der Richtung, in die sich das Land bewegt, eher zufrieden zu sein – ein Rückgang um zwei Prozentpunkte gegenüber Juli. Der Anteil der Unzufriedenen stieg um vier Prozentpunkte.
Bei den Antworten zeigte sich eine deutliche parteipolitische Kluft. Rund 91 Prozent der Tisza-Wähler gaben an, zufrieden zu sein, verglichen mit nur 9 Prozent der Fidesz-Anhänger. Unter den unentschlossenen Wählern waren 49 Prozent mit der Entwicklung des Landes zufrieden, während 42 Prozent unzufrieden waren.
Magyar liegt weiterhin vor Orbán, doch der Abstand verringert sich
Im Rahmen der Umfrage wurden die Befragten zudem gefragt, ob sie Péter Magyar und Viktor Orbán für geeignet hielten, das Amt des ungarischen Ministerpräsidenten auszuüben.
Magyar wurde von 57 Prozent als eher geeignet angesehen, während 34 Prozent ihn für eher ungeeignet hielten. Seine Bewertung hat sich dennoch deutlich verschlechtert: Im Juli lagen die Zahlen noch bei 62 Prozent zu 30 Prozent, während eine frühere Publicus-Umfrage ein Verhältnis von 72 zu 21 ergab.
Orbán hingegen verzeichnete einen Anstieg seiner Beliebtheit. 33 Prozent der Befragten hielten den ehemaligen Ministerpräsidenten für eher geeignet, das Land zu führen, während 61 Prozent ihn für ungeeignet hielten. Im Juli lagen die Werte bei 29 Prozent bzw. 65 Prozent.
Dies bedeutet, dass sich Magyars Vorsprung gegenüber Orbán in der Frage der Eignung von 33 Prozentpunkten im Juli auf 24 Punkte im August verringert hat.
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Deutliche Kluft zwischen den beiden politischen Lagern
Die parteipolitische Kluft ist nach wie vor besonders ausgeprägt. Unter den Anhängern der Partei Tisza hielten 97 Prozent Magyar für geeignet, das Amt des Ministerpräsidenten zu bekleiden, während nur 3 Prozent der Fidesz-Wähler dieser Ansicht waren. Umgekehrt hielten 93 Prozent der Fidesz-Wähler Orbán für geeignet, das Land zu führen, verglichen mit nur 4 Prozent unter den Tisza-Anhängern.
Unter den unentschlossenen Wählern hatte Orbán einen leichten Vorsprung: 41 Prozent hielten ihn für geeignet, das Amt des Ministerpräsidenten zu bekleiden, gegenüber 33 Prozent für Magyar.
Die Publicus-Umfrage wurde im Auftrag von „Népszava“ zwischen dem 18. und 25. August telefonisch unter einer repräsentativen Stichprobe von 1.006 Personen durchgeführt. Da die Feldarbeit vor der Ernennung des Leiters des Amtes für Vermögensrückgewinnung endete, spiegelt die Umfrage keine möglichen Auswirkungen dieser späteren politischen Kontroverse wider.

