Warnung am Plattensee: Experten mahnen Schwimmer zur Vorsicht

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Der Algengehalt im Plattensee ist weiter gestiegen, wobei die höchste Konzentration im Keszthely-Becken gemessen wurde. Aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Fadenzyanobakterien fordern Experten die Badegäste in diesem Gebiet nun dringend auf, besondere Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und nach dem Baden zu duschen.

Nach den neuesten Messungen des HUN-REN-Forschungsinstituts für Limnologie am Plattensee hat sich der Anstieg der Algenbiomasse, der in der zweiten Julihälfte einsetzte, in den letzten Wochen fortgesetzt. Allerdings bestehen weiterhin erhebliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Teilen des Sees.

Höchste Algenkonzentrationen im Keszthely-Becken

Messungen vom 10. August 2026 ergaben laut Angaben des Instituts die höchste a-Chlorophyll-Konzentration im Keszthely-Becken mit 80 Mikrogramm pro Liter (µg/l).

Das Szigliget-Becken folgte mit 54 µg/l, während im Szemes-Becken 32 µg/l gemessen wurden. Im Siófok-Becken war das Wasser deutlich klarer; in der Nähe von Tihany wurden Konzentrationen von 19 µg/l und in der Nähe von Balatonfűzfő von 21 µg/l verzeichnet.

Dies bedeutet, dass entlang des Sees weiterhin ein deutlicher West-Ost-Gefälle bei der Algenbiomasse zu erkennen ist. Dieses Muster wurde auch durch die neuesten Sentinel-2-Satellitenbilder vom 9. August bestätigt.

Fadenförmige Cyanobakterien breiten sich aus

Die Forscher haben zudem eine erhebliche Veränderung in der Zusammensetzung der Algenpopulation des Sees beobachtet.

Die zuvor in großen Mengen vorkommenden Algen sind deutlich zurückgegangen, während fadenförmige Cyanobakterien nun über die gesamte Länge des Plattensees hinweg vorherrschend sind.

Insbesondere eine Art, Raphidiopsis raciborskii, hat sich weit verbreitet. Diese Art ist charakteristisch für Spätsommerbedingungen und in der Lage, Luftstickstoff zu binden. Die Forscher haben zudem das Vorkommen von Planktothrix festgestellt, das keinen Luftstickstoff binden kann.

Trotz der erhöhten Algenbiomasse mag die Situation für die Menschen an den Stränden nicht alarmierend erscheinen. Anders als zu Beginn des Sommers sammeln sich die Algen derzeit nicht in großen, sichtbaren Flecken in geschützten Bereichen an. Stattdessen sind sie größtenteils gleichmäßig über die gesamte Wassersäule verteilt.

Experten raten Schwimmern, nach dem Baden zu duschen

Obwohl derzeit keine sichtbare Massenansammlung von Algen zu beobachten ist, mahnen Forscher die Badegäste im Keszthely-Becken zur Vorsicht.

Experten empfehlen, nach jedem Bad im Keszthely-Becken zu duschen.

Die Forscher betonen, dass die Überwachung für den Rest des Sommers weiterhin von besonderer Bedeutung sein wird, da ein beträchtlicher Teil der Badesaison noch vor uns liegt.

Es ist wichtig zu beachten, dass die neuesten Erkenntnisse nicht bedeuten, dass die Strände am Plattensee pauschal unsicher sind. Die zunehmende Algenbiomasse und die wachsende Dominanz von Fadenzyanobakterien bedeuten jedoch, dass Schwimmer in den am stärksten betroffenen Gebieten den neuesten Empfehlungen der Forscher besondere Beachtung schenken sollten.

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