Wie das Mobiltelefon eines zehnjährigen ungarischen Mädchens ihr Leben rettete, nachdem ein Dorfbewohner versucht hatte, sie zu vergewaltigen und zu töten

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Ein Sexualstraftäter entführte ein zehnjähriges Mädchen in einen nahegelegenen Wald, missbrauchte sie und versuchte anschließend, sie zu erwürgen – nur zehn Tage nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis. Das Leben des Kindes wurde letztendlich durch eine Ortungsfunktion auf ihrem Handy gerettet, die es ihrem Vater und dem örtlichen Bürgermeister ermöglichte, sie zu lokalisieren. Dem Angreifer gelang es jedoch zunächst, zu fliehen.
Das Mobiltelefon rettete ihr das Leben
Der Angeklagte wohnte im selben Dorf wie das Mädchen und ihre Familie. Am 26. Februar dieses Jahres hatte er es auf das Kind abgesehen, griff sie von hinten an und zerrte sie in Richtung eines Waldstücks, wie die ungarische staatliche Nachrichtenagentur MTI berichtete.
Der Mann versuchte, einen sexuellen Übergriff zu begehen, doch das Mädchen wehrte sich. Daraufhin begann er, sie etwa zehn Minuten lang zu würgen. Während sie sich weiter wehrte und um Hilfe schrie, zerrte er sie tiefer in den Wald hinein, wo er sie missbrauchte, bevor er versuchte, sie für immer zum Schweigen zu bringen, indem er sie mit einem Seil erwürgte.

Das Mädchen leistete weiterhin Widerstand. Einmal versuchte der Angreifer, sie in Richtung seines Hauses zu zerren, doch sie gab nicht nach. Schließlich wurde sie von ihrem Vater und dem Dorfbürgermeister gefunden, die sie über ihr Mobiltelefon aufgespürt hatten. Der Verdächtige floh vom Tatort, wurde jedoch später von der Polizei festgenommen und vor Gericht gestellt.
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Der Angeklagte plädiert auf Freispruch
Das Landgericht Tatabánya verurteilte den Mann, einen Wiederholungstäter, wegen versuchten schweren Totschlags und weiterer Straftaten zu 20 Jahren Haft in einem Hochsicherheitsgefängnis. Zudem wurde ihm dauerhaft jegliche Tätigkeit untersagt, die den Kontakt mit Minderjährigen beinhaltet, und die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung verwehrt.
Sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft haben gegen das Urteil Berufung eingelegt. Der Angeklagte strebt einen teilweisen Freispruch oder eine Strafmilderung an, während die Staatsanwaltschaft eine härtere Strafe fordert.
Der Fall wird in zweiter Instanz vor dem Berufungsgericht in Győr verhandelt.
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Titelbild: Illustration. Quelle: depositphotos.com

