Wird Orbán seinen Sitz im April gewinnen oder verlieren? Die Menschen wetten mit Millionen von Dollar auf die Antwort

Heutzutage kann man auf so ziemlich alles wetten – auch auf den Ausgang der ungarischen Parlamentswahlen 2026. Und wie sich herausstellt, haben die Märkte ein Händchen dafür, den Wahlausgang mit unheimlicher Genauigkeit vorherzusagen. Regierungsnahe Think Tanks behaupten, dass die Fidesz-Partei einen überwältigenden Vorsprung hat. Unabhängige Meinungsforscher behaupten jedoch, dass die Theiss-Partei seit November letzten Jahres einen Vorsprung von mehreren hunderttausend Wählern hat, der ihr sogar eine Über-Mehrheit sichern könnte.

Ja oder Nein: das Krypto-Wettspiel

Hier kommt Polymarket ins Spiel, ein dezentraler Prognosemarkt, auf dem Sie mit Kryptowährung auf praktisch jedes Ereignis wetten können – von Wahlergebnissen über sportliche Triumphe bis hin zu wirtschaftlichen Wendungen. Keine Mittelsmänner, totale Transparenz (so wird behauptet): Nutzer kaufen einfach “Ja”- oder “Nein”-Token zu einer bestimmten Frage. Wahlen? Ticks. Fußball-Endspiele? Abgedeckt. Überraschungen an der Börse? Alles drin.

In einem Forbes-Artikel vom August wurde der in Ungarn geborene Dollarmilliardär Tamás Péterffy mit der Prognose zitiert, dass Plattformen wie Polymarket die Börsen innerhalb von zwei Jahrzehnten in den Schatten stellen könnten. Die Website hat bereits geglänzt: Investoren haben Donald Trumps überwältigenden Sieg im Jahr 2024 vorausgesagt und sogar die Ergebnisse der einzelnen Bundesstaaten getippt, während die Meinungsforscher eine Zitterpartie vorhersagten. (In den USA ist es übrigens verboten.)

US President Donald Trump placing more nuclear bombs in Europe united states Greenland
Foto: Celal Güneş/Anadolu

Doch die Menge ist nicht unfehlbar. Bei den polnischen Präsidentschaftswahlen haben die Wettenden einen schweren Fehler gemacht, weshalb Experten zur Vorsicht mahnen. Einige behaupten, dass die Treffer von Polymarket von den Fehlschlägen übertroffen werden. Ein weiterer Pluspunkt: Trumps Sohn ist letztes Jahr dem Beirat beigetreten und hat das Unternehmen mit Millionenbeträgen unterstützt.

Orbán oder Magyar: Wo ist das kluge Geld?

Für die Spitzenkandidaten Klára Dobrev (DK) und László Toroczkai (Mi Hazánk) liegen die Quoten für einen Sieg bei unter 1 Prozent, je nach Markt.

Zwischen Viktor Orbán und Péter Magyar kommt es zu einem direkten Kräftemessen, wobei die Wetten mit 53-47 auf einen Sieg Magyars (und eine Niederlage Orbáns) ausgerichtet sind. Bei der konkreten Frage, ob Orbán verlieren wird, stimmen 55 Prozent des Pots zu. Gesamteinsätze? Bereits Millionen von Dollar – und je größer der Pool ist, desto schärfer ist die kollektive Weisheit, sagen Experten. Aus diesem Grund hat Polymarket Trump geschlagen: satte 3,5 Milliarden Dollar sind in die Runde geflossen.

Viktor Orbán 2026 election
Foto: FB/Orbán

Polymarket scheint das Wackeln der Umfragen widerzuspiegeln

Auch hier halten die Trendlinien der Meinungsforscher stand. Im vergangenen August lagen Magyar und Tisza noch mit 60:40 in Führung, doch dieser Vorsprung ist inzwischen geschrumpft. Unabhängige Umfragen spiegeln die Verschiebung wider und geben einer Flut von staatlichen Zuwendungen vor der Wahl die Schuld – Waffenprämien, 13- und 14-monatige Renten, Steuererleichterungen und Kredite für den Hausbau. Darüber hinaus könnte Trump in den nächsten Wochen nach Ungarn kommen, um seinem engen Freund zu helfen, die anstehende Wahl zu gewinnen.

Péter Magyar the chairman of the Tisza Party
Foto: FB/Péter Magyar

Die jüngste Umfrage von Medián gibt Theiß einen Vorsprung von 40:33 in der gesamten Bevölkerung. Der Vorsprung vergrößert sich bei den entschlossenen Wählern und den fest entschlossenen Wählern, aber Experten halten das für irreführend; bei den ungarischen Parlamentswahlen im April, die so kurz bevorstehen, ist die gesamte Wählerschaft am wichtigsten. Der politische Analyst Gábor Török hält Mediáns Vorsprung – wenn er stimmt – für “unanfechtbar”.

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