Skandal um Skandal? Ungarische Fanta hat kaum noch Früchte

Die Kontroverse um Fanta hat eine neue Wendung genommen: Nach den neuesten Daten ist der Orangensaftanteil in der in Ungarn verkauften Version bis 2026 noch weiter gesunken.
Fanta’s Ruit-Konzentration ist niedriger als je zuvor
Während es schon vorher einen deutlichen Unterschied zwischen den in verschiedenen Ländern verkauften Produkten gab, ist die Situation jetzt noch auffälliger geworden. In Ungarn ist der Anteil an Orangensaft von 5 % auf nur 3 % gesunken, während die italienische Version weiterhin 12 % Fruchtsaft enthält. Das bedeutet, dass die italienischen Verbraucher jetzt ein Erfrischungsgetränk mit viermal so viel echtem Orangenanteil trinken wie die ungarischen Kunden.
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Sichtbare Unterschiede in Geschmack und Aussehen
Wie Pénzcentrum schreibt, spiegelt sich das Missverhältnis nicht nur in den Zahlen wider. Er zeigt sich auch im Geschmack und im Aussehen der Getränke. Die italienische Version ist heller, spritziger und hat einen natürlicheren, fruchtigen Charakter. Im Gegensatz dazu ist die ungarische Fanta süßer, künstlicher im Geschmack und ähnelt mehr einem typischen zuckerhaltigen Erfrischungsgetränk. Viele sind der Meinung, dass dies darauf hindeutet, dass echte Früchte in dem ungarischen Produkt eine immer geringere Rolle spielen.

Eine bewusste Entscheidung des Herstellers
Der Hersteller von Fanta, Coca-Cola, leugnet die Unterschiede nicht. Nach Angaben des Unternehmens können die Rezepturen von Land zu Land variieren, um sich den lokalen Vorschriften und Verbraucherpräferenzen anzupassen. Das bedeutet, dass nicht nur der Fruchtgehalt, sondern auch die Ausgewogenheit von Zucker und Süßungsmitteln von Markt zu Markt unterschiedlich sein kann. Diese Erklärung hat jedoch viele Verbraucher nicht überzeugt, vor allem wenn man bedenkt, dass einige weltweit erhältliche Produkte, wie z.B. Nutella, weltweit genau die gleiche Rezeptur haben.
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Die Behörden sagen, es sei nicht ungesetzlich
Das ungarische Amt für die Sicherheit der Lebensmittelkette (Nébih) hat das Problem bereits untersucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass die unterschiedlichen Zusammensetzungen an sich keinen Rechtsverstoß darstellen. Nach Ansicht der Behörde lassen sich die Unterschiede durch verschiedene Faktoren erklären, darunter lokale Geschmacksvorlieben, gesetzliche Rahmenbedingungen und die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Eine umfassendere Studie, in der Hunderte von Produkten untersucht wurden, ergab ebenfalls, dass das Phänomen der “doppelten Qualität” nicht einzigartig ist, da ein erheblicher Anteil der getesteten Produkte Unterschiede zwischen den Ländern aufweist.
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Ein Thema, das einst die politische Ebene erreichte
Der Fanta-Fall hat in Ungarn bereits eine große öffentliche Debatte ausgelöst. János Lázár, Minister für Bau und Verkehr, schlug damals vor, dass strengere Vorschriften für die Lebensmittelqualität notwendig sein könnten. Trotz der anhaltenden Diskussion zeigen die neuesten Zahlen, dass sich die Herstellungspraktiken bisher nicht geändert haben.
Die Kluft vergrößert sich lediglich
Während viele erwartet hatten, dass die frühere Gegenreaktion die beiden Versionen näher zusammenbringen würde, ist das Gegenteil eingetreten. Die Kluft zwischen ungarischer und italienischer Fanta hat sich weiter vergrößert.

