Péter Magyar wendet sich an Robert Fico

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Ungarns gewählter Premierminister Péter Magyar hat ein direktes Telefongespräch mit dem slowakischen Premierminister Robert Fico geführt und dabei feste Bedingungen für künftige bilaterale Gespräche genannt.

Péter Magyar rief Fico an, um sicherzustellen, dass die Rechte der Ungarn nicht verletzt werden

Laut Péter Magyar können sinnvolle politische Verhandlungen nur dann stattfinden, wenn die Slowakei die Aufhebung von Gesetzen garantiert, die Angehörige der ungarischen Minderheit kriminalisieren könnten, und sicherstellt, dass keine Landkonfiszierungen im Rahmen der umstrittenen Beneš-Dekrete stattfinden werden.

Es geht um ein slowakisches Gesetz, das Gefängnisstrafen für Personen vorsieht, die die Dekrete in Frage stellen, mit denen nach dem Zweiten Weltkrieg die Beschlagnahmung von Eigentum aufgrund von Kollektivschuld gerechtfertigt wurde. Kritiker argumentieren, dass solche Maßnahmen das Risiko bergen, die Meinungsfreiheit innerhalb der Europäischen Union zu untergraben und die regionalen politischen Beziehungen weiter belasten könnten.

Respekt ist eine Bedingung für Zusammenarbeit, behauptet Magyar

Péter Magyar betonte, dass der Schutz der Rechte ethnischer Ungarn im Ausland für jede zukünftige ungarische Regierung oberste Priorität habe. Er bekräftigte auch seine Absicht, die Beziehungen zwischen Ungarn und der Slowakei zu stärken und die Visegrád-Kooperation wiederzubeleben.

Er machte jedoch deutlich, dass diese Ambitionen davon abhängen, dass zunächst die aktuellen rechtlichen und historischen Streitigkeiten gelöst werden. Beide Staatsoberhäupter vereinbarten, die Gespräche auf der nächsten Tagung des Europäischen Rates in Brüssel persönlich fortzusetzen, auf der auch eine breitere regionale Zusammenarbeit und Sicherheitsfragen erörtert werden sollen.

Fico will nicht zurückweichen

Fico reagierte vorsichtig und merkte an, dass Magyar – der sein Amt noch nicht angetreten hat – nur allgemein gesprochen habe. Er räumte jedoch ein, dass die Beneš-Dekrete für Magyar ein zentrales Thema bleiben werden, betonte aber gleichzeitig, dass ihre Positionen prinzipiell unterschiedlich seien. Ihr Austausch war der erste offizielle Dialog über die historische Verantwortung und die Minderheitenrechte der in der Slowakei geborenen und lebenden Ungarn.

Gekennzeichnetes Bild: Robert Fico/Facebook

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