Ungarns MÁV hat nicht genügend hochwertige Züge für die Sommersaison

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Ungarns staatliche Eisenbahngesellschaft MÁV wird zehn InterCity-Wagen von den Österreichischen Bundesbahnen mieten, um den Sommerverkehr zum Plattensee zu bewältigen, kündigte Verkehrs- und Investitionsminister Dávid Vitézy am Dienstag in einem Facebook-Post an.
MÁV kann saisonalen Anstieg der Fahrgastzahlen nicht bewältigen
Der Minister argumentierte, dass “eine der Folgen der bahnzerstörerischen Politik der letzten Jahre” die Unfähigkeit der MÁV sei, den saisonalen Anstieg der Fahrgastzahlen während der Sommermonate am Balaton zu bewältigen, schrieb die Ungarische Nachrichtenagentur.
Die Situation bleibt akut. Aufgrund des Zusammenbruchs der Dunakeszi-Wartungsanlage für rollendes Material und der Aussetzung der Generalüberholung von InterCity-Wagen verfügt die MÁV derzeit über weniger einsatzbereite Fernreisebusse als im vergangenen Jahr oder sogar im Jahr davor, betonte Vitézy. Es bestehe daher sofortiger Handlungsbedarf, wobei sich das Leasing als die schnellste und effektivste Lösung erweise.

Gleichzeitig wird an einer dauerhafteren Lösung gearbeitet: der umfassenden Erneuerung der ungarischen Eisenbahnflotte für den Fernverkehr. Diese muss, so der Minister, “praktisch bei Null anfangen”, nachdem die Ausschreibungen für das Programm Ende 2022 von seinem Vorgänger zurückgezogen wurden.
Schlechte Beziehungen zu Österreich
Vitézy bezeichnete das Abkommen mit Österreich auch als eine deutliche Abkehr vom Ansatz der Vorgängerregierung. “János Lázár hat alles in seiner Macht stehende getan, um die schlechtesten Beziehungen zu den Österreichern zu gewährleisten”, sagte er.

Er erinnerte daran, dass im November 2023 der österreichische stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Győr-Sopron-Ebenfurti Vasút (GYSEV) mit sofortiger Wirkung entlassen wurde und versucht wurde, österreichische Anteilseigner aus dem Unternehmen zu drängen. Daraufhin leitete der österreichische Staat rechtliche Schritte gegen Ungarn ein.
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“In den letzten Jahren gab es kaum noch einen funktionierenden Dialog zwischen den beiden Seiten”, fügte der Minister hinzu. “Innerhalb weniger Wochen haben wir es geschafft, die Beziehungen so weit wiederherzustellen, dass derartige Vereinbarungen wieder möglich sind.”

Die Episode zeige, dass sinnvolle Ergebnisse schnell erzielt werden können, wenn man nicht mit “Arroganz und Überheblichkeit” an die Sache herangeht, sondern mit der Bereitschaft zur Zusammenarbeit und zur Suche nach Lösungen.
Vitézy fügte hinzu, dass er Ende dieser Woche mit Péter Magyar und mehreren Regierungsmitgliedern nach Wien reisen werde, um die bilateralen Beziehungen in noch wichtigeren Bereichen auf eine neue Grundlage zu stellen.
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