Große Umwälzung auf dem ungarischen Markt für Essenslieferungen? Uber Eats könnte ins Land kommen

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Der Ride-Hailing-Gigant Uber könnte schon bald einen viel größeren Schritt in Ungarn machen, als viele erwartet haben: Neben seinem kürzlich neu gestarteten Taxibetrieb könnte das Unternehmen durch eine mögliche Übernahme von Delivery Hero, der Muttergesellschaft von Foodora, auch in den ungarischen Markt für Essenslieferungen einsteigen.

Nach Berichten von Reuters und Bloomberg hat Uber die Möglichkeit einer Übernahme des in Berlin ansässigen Essenslieferanten geprüft, nachdem es seinen Anteil an dem Unternehmen auf rund 19,5 % erhöht hatte und damit zum größten Aktionär von Delivery Hero wurde. Delivery Hero hat Berichten zufolge ein erstes Übernahmeangebot in Höhe von 33 Euro pro Aktie abgelehnt, aber die Märkte erwarten nun, dass Uber mit einem verbesserten Angebot zurückkommt.

Die Nachricht ließ den Aktienkurs von Delivery Hero am Montag um fast 13% in die Höhe schießen, wobei die Aktien auf ein Niveau kletterten, das zuletzt Ende 2024 erreicht wurde.

Große Veränderungen könnten den ungarischen Markt treffen

Die mögliche Übernahme könnte die ungarische Lebensmittellieferlandschaft verändern. Delivery Hero betrat den ungarischen Markt im Jahr 2016, als es Foodpanda übernahm und die Plattform später in Foodora umbenannte. In der Zwischenzeit kaufte der Rivale DoorDash 2022 das finnische Unternehmen Wolt und konsolidierte damit einen weiteren großen Akteur in der Region.

Wenn Uber Delivery Hero letztendlich übernimmt, könnte dies nach Ansicht von Analysten die europäische Expansionsstrategie von Uber beschleunigen und möglicherweise dazu führen, dass die Marke Foodora in Ungarn durch Uber Eats ersetzt wird.

Anfang des Jahres kündigte Uber Eats den Start in sieben europäischen Ländern an, darunter die Tschechische Republik und Rumänien, und expandierte auch in die von Wolt dominierten nordischen Märkte wie Finnland und Norwegen.

Foodora Hungary
Foto: Facebook/foodora Magyarország

Das Comeback von Uber in Ungarn könnte nur der Anfang sein

In Ungarn ist Uber vor allem als Taxi-App bekannt. Das Unternehmen verließ das Land bekanntlich 2016 nach Protesten und regulatorischen Streitigkeiten mit Taxifahrern, bevor es 2024 auf den ungarischen Markt zurückkehrte.

Global gesehen hat sich das Unternehmen jedoch weit über das Ride-Hailing hinaus entwickelt. Neben der Personenbeförderung und der Lieferung von Lebensmitteln bietet das Unternehmen über Uber Freight auch Logistikdienste an.

Die Lieferindustrie im weiteren Sinne hat in den letzten Jahren eine rasche Konsolidierung erfahren. Letztes Jahr hat DoorDash den britischen Lieferdienst Deliveroo für 2,9 Milliarden GBP übernommen, während die Investmentgruppe Prosus Just Eat Takeaway für 4,1 Milliarden Euro erwarb.

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Mehr als nur Essenslieferungen

Nach Ansicht von Branchenexperten ist der größte Trend in der Branche nicht mehr nur die Zustellung von Lebensmitteln, sondern die Integration mehrerer Dienste in ein einheitliches digitales Ökosystem.

Uber und DoorDash haben beide in die Bereiche Einzelhandelslieferungen, Logistik, Lebensmitteldienstleistungen und andere vernetzte Geschäfte expandiert, wobei sie oft separate Apps betreiben, die von einer gemeinsamen technologischen Infrastruktur unterstützt werden.

Auch wenn noch keine endgültige Einigung zwischen Uber und Delivery Hero erzielt wurde, deuten die laufenden Gespräche darauf hin, dass der ungarische Markt für Lebensmittellieferungen bald vor einer weiteren großen Veränderung stehen könnte.

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