Wie viel kostet ein Tag in einem ungarischen Kurbad oder Schwimmbad im Jahr 2026 wirklich?

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Da die Temperaturen in ganz Ungarn auf über 30 °C oder sogar noch höher steigen, strömen Tausende von Menschen auf der Suche nach Abkühlung an Strände, in Thermalbäder und Freibäder. In den letzten Jahren ist ein Tag im Wasser immer teurer geworden – aber ist er wirklich so kostspielig?

Ein Tag in einem Kurbad kann eine stattliche Summe kosten

Für viele Familien ist ein einfacher Tag im Schwimmbad zu einer erheblichen Ausgabe geworden. Ein genauerer Blick auf das berühmte Palatinus-Bad auf der Margareteninsel in Budapest zeigt, wie viel ein Sommerausflug im Jahr 2026 kosten kann.

Das Palatinus gilt weithin als Budapests wichtigster Freibadkomplex. Seine zentrale Lage, die großzügigen Becken und die Wellnesseinrichtungen, darunter Thermalwasser und Saunen, machen es zu einem der beliebtesten Sommerausflugsziele der Hauptstadt.

Eine Standardkarte für Erwachsene kostet an Wochentagen 6.000 HUF und am Wochenende 6.500 HUF, während Besucher, die nur zwei Stunden bleiben möchten, je nach Eintrittszeit eine Kurzzeitkarte für 4.400 bis 4.900 HUF erwerben können. Es gibt auch Familienrabatte; eine Wochenend-Familienkarte für vier Personen kostet etwa 18.000 HUF.

Das Buffet kann teurer sein als der Eintrittspreis

Während die Eintrittspreise oft die größte Aufmerksamkeit auf sich ziehen, können Speisen und Getränke die Ausgaben schnell in die Höhe treiben, berichtet Telex.

Ein kürzlich durchgeführter Preisvergleich im Palatinus ergab, dass ein traditioneller gebratener Seehecht mittlerweile fast 5.000 HUF kostet und damit zu den teuersten angebotenen Speisen zählt. Ungarns beliebter Lángos mit Käse und Sauerrahm kostet mittlerweile 3.500 HUF, während ein Nutella-Pfannkuchen etwa 750 HUF kostet. Ein Bier vom Fass kostet in der Regel 1.200 HUF.

Die Zahlen verdeutlichen, wie stark die Kosten in den letzten Jahren gestiegen sind. Dem Vergleich zufolge waren für ein typisches Strandtag-Budget von 10.000 HUF aus dem Jahr 2018 im Jahr 2024 etwa 19.000 HUF und in diesem Jahr rund 23.500 HUF erforderlich.

Allerdings gibt es auch eine andere Seite der Medaille. Auch die durchschnittlichen Nettolöhne in Ungarn sind erheblich gestiegen, und zwar von rund 220.000 HUF pro Monat im Jahr 2018 auf heute etwa 540.000 HUF. Infolgedessen ist die Erschwinglichkeit vieler strandbezogener Ausgaben trotz höherer Preise relativ stabil geblieben.

Tatsächlich können sich die Ungarn, gemessen am Durchschnittsverdienst, heute theoretisch mehr Eintrittskarten für das Palatinus-Bad leisten als noch vor acht Jahren. Die Anzahl der Eintrittskarten, die mit einem durchschnittlichen Monatsgehalt erworben werden können, ist von rund 63 im Jahr 2018 auf heute mehr als 80 gestiegen.

Gyula Castle Bath spa pool
Gyulai Várfürdő. Foto: Facebook/Gyulai Várfürdő

Wie schneiden andere ungarische Kurbäder im Vergleich ab?

Budapest ist nicht die einzige Stadt, die Premium-Preise verlangt. Im ganzen Land haben große Kurbäder ähnliche Eintrittspreise eingeführt.

Laut Origo kostet im Aquaticum in Debrecen eine Wochenendkarte für Erwachsene 6.900 HUF, während das berühmte Hungarospa in Hajdúszoboszló 7.400 HUF für Erwachsene verlangt. Das Kurbad Zalakaros hat sich diesem Preisangleich angeschlossen, während Besucher des Schloss-Kurbads in Gyula 5.200 HUF für eine Standardkarte für Erwachsene zahlen, wobei für einige Attraktionen zusätzliche Gebühren anfallen.

Für eine vierköpfige Familie können allein die Eintrittsgebühren in den größeren ungarischen Kurorten leicht 20.000 HUF übersteigen, noch bevor Kosten für Speisen, Getränke oder Extras hinzukommen.

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Der Balaton bleibt die preisgünstige Alternative

Im Vergleich zu großen Kurkomplexen bietet der Plattensee weiterhin deutlich günstigere Möglichkeiten. Am Esterházy-Strand in Balatonfüred kosten Eintrittskarten für Erwachsene in der Hochsaison nur 2.700 HUF, während Kinder 1.700 HUF zahlen. Der nahegelegene Csopak-Strand verlangt 2.800 HUF für Erwachsene und bietet Familientickets für 8.800 HUF an.

Wer noch mehr sparen möchte, kann einen der kostenlosen Strände am Südufer wählen, darunter beliebte Orte in Balatonlelle und Zamárdi.

Für viele Ungarn hängen die tatsächlichen Kosten eines Sommerbades daher nicht nur vom Eintrittspreis ab, sondern auch davon, was nach dem Passieren der Tore geschieht. An Vorzeigeorten wie dem Palatinus ist ein entspannter Tag am Pool nach wie vor eine beliebte Tradition, für die die Besucher jedoch zunehmend tiefer in die Tasche greifen müssen.

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