Die ungarischen Streitkräfte erhalten zwei weitere Gripen-Flugzeuge – Fotos

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Die ungarische Luftwaffe veranstaltete am Dienstag auf dem Stützpunkt Kecskemét der ungarischen Streitkräfte eine offizielle Empfangszeremonie zur Begrüßung der beiden neuen Gripen-Kampfflugzeuge.

Die in Schweden hergestellten Flugzeuge trafen am 18. Juni in Ungarn ein, womit sich die Gesamtzahl der Gripen-Kampfflugzeuge der ungarischen Streitkräfte auf achtzehn erhöht, wie MTI berichtete. Mit der Ankunft dieser Flugzeuge feiert Ungarn zudem das 20-jährige Jubiläum der schwedisch-ungarischen militärischen Zusammenarbeit.

Staatssekretär für Verteidigung László Kürtös erklärte bei der Zeremonie, dass Ungarn und Schweden über die Beschaffung der Kampfflugzeuge hinaus durch zahlreiche Bindungen verbunden seien. Er wies darauf hin, dass beide Länder Mitglieder der Europäischen Union und der NATO seien und dass etwa 40.000 Ungarn in Schweden „als angesehene Mitglieder der Gesellschaft“ lebten.

New Gripen aircraft for Hungary
Foto: Facebook/Magyar Honvédség

Im Zusammenhang mit der gemeinsamen Geschichte würdigte er „den mutigen schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg, der während des Zweiten Weltkriegs die Deportation Tausender ungarischer Juden verhinderte“. „Wir werden niemals vergessen, dass Schweden nach der ungarischen Revolution und dem Unabhängigkeitskrieg von 1956 8.000 ungarische Flüchtlinge aufgenommen hat“,fügte er hinzu.

Kürtös wies darauf hin, dass der erste JAS-39-Gripen-Jet im Jahr 2006 in Ungarn eintraf und dass das Flugzeug seit Erreichen der vollen Einsatzfähigkeit eine Schlüsselrolle bei der Verteidigung des ungarischen Luftraums gespielt habe. Heute seien die Jets nicht nur das Rückgrat der ungarischen Luftverteidigung, sondern leisteten auch einen wesentlichen Beitrag zu den Luftüberwachungsmissionen der NATO über Slowenien, Kroatien und der Slowakei sowie zu den regelmäßigen Einsätzen im Baltikum, fügte er hinzu.

New Gripen aircraft for Hungary
Foto: Facebook/Magyar Honvédség

Er erklärte, dass es angesichts der aktuellen Sicherheitslage – da Ungarn an die Ukraine grenzt – besonders wichtig sei, dass die Lieferung der vier neuen Gripen die Ostflanke der NATO weiter stärke.

Kurtos erklärte, Ungarns Engagement bedeute für Schweden einen doppelten Nutzen. Saab habe nicht nur einen treuen Kunden gewonnen – da Ungarn zugesagt habe, die Gripen mindestens bis 2036 im Einsatz zu halten –, sondern die Teilnahme Ungarns an den Luftüberwachungsmissionen im Baltikum stärke auch Schwedens eigene Sicherheit, sagte er.

New Gripen aircraft for Hungary
Foto: Facebook/Magyar Honvédség

„Wir sind sehr erfreut über das Flugentwicklungszentrum der Saab-Gruppe in Ungarn, das für die Softwareentwicklung von Kampfflugzeugen eingerichtet wurde und eine hervorragende Chance für die ungarische Luft- und Raumfahrtindustrie darstellt“, sagte der Staatssekretär.

Carl-Fredrik Edstrom, ein Vertreter der schwedischen Verteidigungsmaterialverwaltung (FMV), beschrieb den Gripen als einen zuverlässigen und kosteneffizienten Kampfflugzeug, der auf hohe Leistung bei minimalem Platzbedarf ausgelegt sei. Dank kontinuierlicher Software-, Sensor- und Waffen-Upgrades sei das System in der Lage, mit sich weiterentwickelnden Bedrohungen Schritt zu halten, sagte er und fügte hinzu, dass die neu ausgelieferten Flugzeuge deutlich fortschrittlicher seien als jene von vor 20 Jahren und zukünftige Modelle über noch größere Kampffähigkeiten verfügen würden.

Er erklärte, dass Schweden und Ungarn als NATO-Verbündete zukünftige gemeinsame Aufgaben ins Auge fassten, die über die Lieferung von Flugzeugen hinausgingen, insbesondere im Bereich der integrierten Luft- und Raketenabwehr.

Lars Tossman, Leiter des Geschäftsbereichs Aeronautics bei Saab, betonte, dass das Flugentwicklungszentrum in Budapest eine Partnerschaft vertiefe, die weit über den Flugzeugbetrieb hinausgehe. Es sei zu einem integralen Bestandteil des globalen Gripen-Entwicklungsnetzwerks von Saab geworden und trage zur Forschung und Entwicklung neuer Technologien für das System bei.

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