Wie hat sich Ungarn auf der Liste der am meisten gehassten und beliebtesten Länder geschlagen?

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Eine neue weltweite Umfrage, die untersucht, wie Menschen Länder auf der ganzen Welt wahrnehmen, hat einige unerwartete Ergebnisse zutage gefördert.
Während mehrere Großmächte einen Rückgang ihres internationalen Ansehens verzeichnen mussten, ist es Ungarn gelungen, sich trotz anhaltender politischer Debatten um das Land einen Platz unter den Ländern zu sichern, die von den Befragten weltweit positiv wahrgenommen werden.
Die Ergebnisse stammen aus dem „Democracy Perception Index 2026“, der von Nira Data und der Alliance of Democracies Foundation erstellt und von Visual Capitalist visualisiert wurde.
Im Rahmen der Studie wurden mehr als 94.000 Menschen in 98 Ländern befragt, was sie zu einer der größten internationalen Erhebungen zur öffentlichen Einstellung gegenüber Demokratie, Regierungsführung und globalem Einfluss macht.
Welches Land führt die Liste der weltweit unbeliebtesten Länder an?
Die Umfrage stufte die Länder nach ihrem Netto-Wahrnehmungswert ein, der sich aus der Differenz zwischen den positiven und negativen Meinungen der Befragten weltweit ergibt.
Israel verzeichnete mit -24 den niedrigsten Wert und ist damit das Land mit der negativsten Wahrnehmung in der Studie. Die Forscher vermuten, dass die anhaltenden Konflikte im Gazastreifen sowie die allgemeinen Spannungen im Zusammenhang mit dem Libanon, Syrien und dem Iran die internationale Meinung maßgeblich beeinflusst haben.
Afghanistan und Nordkorea folgten mit Werten von -19, während auch der Iran und die Vereinigten Staaten zu den Ländern zählten, die mehr negative als positive Bewertungen erhielten.
Eine der größten Überraschungen der Umfrage war die Position der Vereinigten Staaten. Obwohl das Land nach wie vor die größte Volkswirtschaft der Welt und eine der einflussreichsten Nationen ist, erhielt es einen Netto-Wahrnehmungswert von -16 und zählte damit zu den fünf weltweit am negativsten wahrgenommenen Ländern.
Dem Bericht zufolge hat sich das Image der USA zum zweiten Mal in Folge verschlechtert, insbesondere in Europa und auf dem amerikanischen Kontinent.
Zwei Länder bleiben weltweit die beliebtesten
Am anderen Ende der Rangliste dominierten weiterhin stabile und prosperierende Demokratien. Die Schweiz und Kanada führten gemeinsam die Liste mit einem Netto-Wahrnehmungswert von +36 an, gefolgt von Japan (+34), Schweden (+33) und Italien (+32).
Auch Australien und Neuseeland schnitten sehr gut ab, während Singapur und Südkorea zu den am höchsten platzierten asiatischen Ländern gehörten. Analysten führen Faktoren wie politische Stabilität, Lebensqualität, diplomatischen Einfluss und offene Gesellschaften als Hauptgründe für die positive Wahrnehmung dieser Länder an.
Ungarn zählt zu den positiv bewerteten Ländern
Obwohl Ungarn es nicht in die Spitzengruppe schaffte, landete es dennoch auf der positiven Seite der Rangliste. Das Land belegte weltweit den 38. Platz mit einem Netto-Wahrnehmungswert von +7 und sicherte sich damit einen Platz unter den Top 40.
Unter den in der Umfrage berücksichtigten Nachbarländern und Ländern der Region rangierten Österreich, Polen und die Ukraine alle vor Ungarn.
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Die Menschen in Ungarn zeigen großes Vertrauen in die Demokratie
Über die internationale Wahrnehmung hinaus untersuchte die Studie auch die Einstellung zu demokratischen Institutionen innerhalb der einzelnen Länder.
Hier schnitt Ungarn unerwartet gut ab. Die Befragten in Ungarn gehörten zu denjenigen, die am ehesten der Ansicht waren, dass Wahlen tatsächlich politischen Wandel beeinflussen und die Zukunft ihres Landes mitgestalten. In dieser Hinsicht wurde Ungarn in der Umfrage auf eine Stufe mit Südkorea und Taiwan gestellt.
Die Ungarn gehörten zudem zu den Ländern, in denen die Menschen am meisten Vertrauen in ihr Verständnis politischer Institutionen und öffentlicher Angelegenheiten hatten. Auf die Frage, wie wichtig es für ihr Land sei, demokratisch zu bleiben, zählte Ungarn zudem neben Griechenland und Schweden zu den stärksten Befürwortern einer demokratischen Regierungsführung.
Die Ergebnisse zeigen, dass Ungarn zwar in einigen internationalen politischen Diskussionen nach wie vor ein kontroverses Thema ist, die weltweite öffentliche Meinung jedoch deutlich positiver ausfällt, als viele vielleicht erwarten würden.
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