Überreste von fünf Kindern in einem anonymen Grab in Ungarn gefunden: Möglicherweise starben sie gemeinsam – Fotos

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Die Überreste von fünf nicht identifizierten Kindern, darunter ein Säugling, wurden in einem anonymen Grab in Kerepes in der Nähe von Budapest entdeckt. Es wird angenommen, dass die Kinder vor mindestens 80 bis 100 Jahren gestorben sind und möglicherweise Opfer einer Epidemie oder einer anderen verheerenden Krankheit waren.
Überreste bei Arbeiten auf dem Friedhof entdeckt
Der Fund erfolgte zufällig während Landschaftsbauarbeiten auf dem örtlichen Friedhof in Kerepes. Arbeiter stießen auf ein unmarkiertes Grab, das in keinen offiziellen Aufzeichnungen verzeichnet war. Weder dem Friedhofspersonal noch den lokalen Historikern war die Existenz des Grabes bekannt, berichtet „Blikk“.
Obwohl in Kerepes seit Jahrhunderten Bestattungen stattfinden, sind keine Aufzeichnungen erhalten geblieben, die die Identität der fünf Kinder belegen oder erklären, warum sie gemeinsam beigesetzt wurden.
Die Größe der Knochen deutete sofort darauf hin, dass sie von Kindern stammten. Ihr Zustand lässt darauf schließen, dass die Bestattung mindestens acht bis zehn Jahrzehnte zurückliegt, möglicherweise sogar noch länger. Abgesehen von den Knochen war im Boden nichts weiter erhalten geblieben, nicht einmal Spuren von Särgen oder Kleidung.
Möglicherweise starben sie zur gleichen Zeit
Die Art und Weise, wie die Kinder bestattet wurden, könnte einen Hinweis darauf geben, was mit ihnen geschehen ist. Die Überreste wurden nicht hastig begraben oder wahllos beisammen geworfen, sondern sorgfältig nebeneinander angeordnet aufgefunden. Dies lässt vermuten, dass die Kinder etwa zur gleichen Zeit gestorben sein könnten. Eine mögliche Erklärung ist, dass sie Opfer einer schweren Krankheit oder Epidemie waren, die vor vielen Jahrzehnten die Gemeinde heimgesucht hat.
Auch die örtlichen Behörden gehen davon aus, dass der Fund nicht auf ein kürzlich begangenes Verbrechen hindeutet. Der starke Verwesungszustand der Überreste lässt auf eine Bestattung schließen, die viele Jahrzehnte, wenn nicht sogar ein Jahrhundert oder mehr zurückliegt.
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Endlich eine letzte Ruhestätte
Da weder Namen noch Aufzeichnungen vorliegen, werden die Identitäten der Kinder wahrscheinlich unbekannt bleiben. Die Gemeinde Kerepes beschloss jedoch, dass die Überreste nicht in Vergessenheit geraten sollten. Die fünf Kinder erhielten eine würdige Umbettung auf dem örtlichen Friedhof, mit einer offiziell registrierten und gepflegten Ruhestätte, die durch ein namenloses Grabkreuz gekennzeichnet ist.
Der Bürgermeister von Kerepes, László Gyuricza, bezeichnete die Zeremonie als die traurigste Aufgabe seiner Amtszeit und erklärte, den fünf vergessenen Kindern sei endlich eine würdige letzte Ruhestätte zuteilgeworden.
An der Zeremonie nahmen ein örtlicher Kantor sowie Mitarbeiter teil, die an der Organisation der Umbettung beteiligt waren. Nach Jahrzehnten (und vielleicht sogar einem ganzen Jahrhundert), in denen sie vergessen unter der Erde lagen, können die fünf nicht identifizierten Kinder nun in Frieden ruhen.

