An der ungarischen Grenze festgenommene mutmaßliche russische Agenten „hätten möglicherweise einen Bombenanschlag in Deutschland geplant“ – Behörden halten sich bedeckt

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Zwei Personen wurden in Untersuchungshaft genommen, wie das Obergericht in Subotica bestätigte, nachdem der Balkan-Dienst von Radio Free Europe um Klarstellung zu Berichten in der deutschen Presse gebeten hatte. Diesen Berichten zufolge wurden die Männer nahe der serbisch-ungarischen Grenze festgenommen, während sie angeblich auf dem Weg nach Deutschland waren, um einen mutmaßlichen Sabotageakt zu verüben. Die Behörden haben sich zu diesem ungewöhnlichen Fall auffallend zurückhaltend geäußert, sodass bislang nur bruchstückhafte Details aus unterschiedlichen Quellen bekannt sind.
Verdächtige Russen „hätten möglicherweise einen Bombenanschlag vorbereitet“, bevor sie an der ungarischen Grenze festgenommen wurden
Das Gericht teilte mit, dass die Verdächtigen, die mit den Initialen B.D. und Đ.S. identifiziert wurden, am 12. Juni festgenommen worden seien. Sie wurden zunächst für 30 Tage in Untersuchungshaft genommen, eine Frist, die später um einen weiteren Monat verlängert wurde, was bedeutet, dass sie mindestens bis zum 10. August in Haft bleiben müssen, wie die ungarische Nachrichtenagentur berichtete.
Die Justizbehörde fügte hinzu, dass keine weiteren Informationen zu den Ermittlungen bekannt gegeben werden könnten. Radio Free Europe erhielt weder von der serbischen Polizei noch von der Staatsanwaltschaft in Subotica eine Antwort. Auch die deutsche Polizei lehnte es ab, die Berichte zu bestätigen, während Europol auf Anfragen nicht reagiert hat.
Die Meldung wurde am Dienstag erstmals von der deutschen Boulevardzeitung „Bild“ veröffentlicht, die behauptete, zwei mutmaßliche russische Agenten seien nahe der serbisch-ungarischen Grenze festgenommen worden und hätten angeblich einen Anschlag auf eine deutsche Anlage der Rüstungsindustrie vorbereitet.

Fabriken, die die Ukraine beliefern, als „mögliche Ziele“
Dem Bericht zufolge wurden Sprengstoffe im Besitz der Verdächtigen gefunden, obwohl das beabsichtigte Ziel nicht öffentlich genannt wurde. Die Ermittler gehen Berichten zufolge davon aus, dass es sich bei dem Ziel möglicherweise um eine Anlage handelte, die an der Herstellung oder dem Transport von Waffen für die Ukraine beteiligt ist. Weder das betroffene Unternehmen noch der potenzielle Ort des geplanten Anschlags wurden bekannt gegeben.

Deutschlands Innenminister erklärte im vergangenen Monat, die Behörden hätten einen Bombenanschlagsplan erfolgreich vereitelt, wobei zu diesem Zeitpunkt jedoch keine Einzelheiten genannt wurden.
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Zunehmende Welle mutmaßlicher russischer Operationen
Deutschland gerät zunehmend ins Visier russischer Geheimdienstaktivitäten. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) teilte am vergangenen Mittwoch mit, dass es sich bei den beiden Festgenommenen möglicherweise um sogenannte „Wegwerfagenten“ handele – also nicht um professionelle Agenten, sondern um Rekruten, die mit der Durchführung einer bestimmten Mission betraut waren und aufgrund des Entdeckungsrisikos wahrscheinlich nur über begrenzte Kenntnisse verfügten.

Im Jahr 2024 geriet ein DHL-Paket am Flughafen Leipzig kurz vor dem Verladen in ein Frachtflugzeug in Brand; eine Untersuchung der litauischen Behörden deutete auf Russland hin. Im selben Jahr brach in einer Berliner Niederlassung des Rüstungsunternehmens Diehl ein Brand aus. An anderer Stelle, in Bayern, wurden zwei Personen mit deutsch-russischer Doppelstaatsangehörigkeit dabei erwischt, wie sie einen Stützpunkt der Bundeswehr ausspionierten.
Ein früherer Bericht des BfV mit dem Titel „Bedrohungen durch russische Spionage, Sabotage und Desinformation“ warnte davor, dass Moskau versucht, innenpolitische Spannungen innerhalb der größten Volkswirtschaft der EU auszunutzen, um den sozialen Zusammenhalt zu untergraben und den politischen Diskurs zu stören.
„Ich werde die ganze Stadt in die Luft jagen – Allahu Akbar“ – Mann aus Budapest wollte mehrere Polizeipräsidien angreifen, TEK

