Bergbaubehörde untersucht Unternehmen, das Mitgliedern der Familie Orbán gehört

Nach Angaben der ungarischen Bergbaubehörde wurde gegen ein Unternehmen, das sich teilweise im Besitz von Mitgliedern der Familie Orbán befindet, ein Bergbauaufsichtsverfahren eingeleitet. Dies ist Teil einer breiteren Welle von behördlichen Untersuchungen von Förderaktivitäten in ganz Ungarn.
Die Aufsichtsbehörde für Regulierungsangelegenheiten (Szabályozott Tevékenységek Felügyeleti Hatósága, SZTFH) bestätigte, dass sie 40 separate Verfahren auf der Grundlage von 2025 Förderdaten eingeleitet hat, um mutmaßliche Unregelmäßigkeiten im Bergbau aufzudecken.
Zu den untersuchten Unternehmen gehört die Hahót Tőzeg Kft., an der der Bruder von Premierminister Viktor Orbán, Győző Orbán, und seine Mutter, Erzsébet Sipos, beteiligt sind, berichtete 444.hu.
Viktor Orbán und seine Mutter, Erzsébet Sipos:
Untersuchung der Fördermengen
Die Behörde erklärte, dass sich ihre Ermittlungen darauf konzentrieren, ob die Bergbauunternehmen die gesetzlichen Anforderungen an die Mengen der geförderten Rohstoffe eingehalten haben.
Nach Angaben der SZTFH stützt sich die Überwachung auf selbst gemeldete Bergbaugebühren, die wiederum auf geodätischen Vermessungen beruhen, die von zertifizierten Bergbauexperten durchgeführt werden.
Die Behörde bestätigte, dass die Verfahren noch laufen und dass noch keine Angaben zu möglichen Sanktionen gemacht werden können.
Sie gab auch nicht bekannt, wann die Ermittlungen gegen Hahót Tőzeg Kft. begonnen haben und ob das Unternehmen bereits früher Gegenstand von Bergbauinspektionen oder Sanktionen war.
Finanzielles Wachstum des Unternehmens
Öffentlich zugängliche Finanzdaten zeigen, dass Hahót Tőzeg Kft. in den letzten Jahren ein stetiges Wachstum verzeichnet hat. Der Nettoumsatz stieg laut Telex von rund 190 Millionen Forint im Jahr 2020 auf etwa 360 Millionen Forint im Jahr 2024. Im gleichen Zeitraum stieg der Gewinn nach Steuern von 25,7 Mio. HUF auf 134,5 Mio. HUF.
Die Zahlen für 2025 wurden noch nicht veröffentlicht, da die Unternehmen ihre Jahresabschlüsse in der Regel im Mai vorlegen müssen.
Weiterer Kontext der Aufsicht über den Bergbau
Die SZTFH beantwortete auch Fragen zu anderen Bergbauunternehmen, die mit der Familie Orbán verbunden sind.
Nach Angaben der Behörde hat die Dolomit Kft., die an großen Baulieferketten und staatsnahen Infrastrukturprojekten beteiligt ist, die zulässigen Fördergrenzen nicht überschritten.
Das Unternehmen wurde zuletzt 2024 auf die Einhaltung der technischen Sicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz kontrolliert, während die Sprengarbeiten im vergangenen Jahr überprüft wurden. In beiden Fällen wurden keine Unregelmäßigkeiten festgestellt.
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