Brennende Mülltonnen, öffentliches Urinieren und Verkehrschaos? Bericht gibt Anlass zur Besorgnis über Budapests Sommerprojekt am Fluss

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Eine neue Analyse der Veranstaltungsbranche durch AUCTORIS hat ernsthafte Bedenken hinsichtlich des Sommerbetriebs am unteren Pester Ufer geäußert und davor gewarnt, dass die beliebte Flussufer-Initiative zu Sicherheits-, Tourismus- und Verkehrsproblemen führen könnte, wenn keine strengeren Kontrollen eingeführt werden.

In dem Bericht wird argumentiert, dass das “RAKPART”-Sommerprogramm am Flussufer nicht einfach als öffentlicher Erholungsraum behandelt werden sollte, sondern vielmehr als eine groß angelegte nächtliche Veranstaltungsumgebung mit Alkoholkonsum, Gastronomie, Musikprogrammen und Tausenden von Besuchern.

Der Analyse zufolge schafft die Kombination aus dichtem Fußgängerverkehr, offenen Flammen von Grillstationen, spätem Nachtbetrieb und dem Fehlen von Schutzbarrieren entlang von Teilen des Donauufers eine potenziell gefährliche Situation.

rakpart budapest riverfront summer
Foto: Facebook/Budapest Városháza

Offene Flammen und Risiken am Flussufer

Der Bericht zitiert Vorfälle, bei denen heiße Glut von Grills mit offener Flamme angeblich in Plastikmülltonnen geworfen wurde, wodurch diese in Brand gerieten. Analysten sind der Meinung, dass solche Situationen nicht als vereinzelte Unannehmlichkeiten in einer überfüllten Ufergegend abgetan werden können, in der auch Alkohol konsumiert wird.

Tóth Mihály, Gründer des Beratungsunternehmens, das hinter dem Bericht steht, sagte, das Problem sei nicht die Idee eines autofreien Ufers an sich, sondern das Fehlen einer, wie er es nannte, “Sicherheitskontrolle auf Veranstaltungsebene”, einschließlich genehmigter Evakuierungspläne, eines einheitlichen Betriebsmanagements und einer klar definierten Verantwortungskette.

Die Analyse hebt auch die Risiken hervor, die von den barrierefreien Uferabschnitten ausgehen. In überfüllten Nachtstunden kann ein Stolpern, ein medizinischer Notfall oder ein alkoholbedingter Unfall in der Nähe des Wassers schnell lebensbedrohlich werden, insbesondere wenn die Rettungswege durch Verkehrsbeschränkungen versperrt sind.

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Foto: Facebook/Budapest Városháza

Tourismus-Image von Budapest könnte leiden

Der Bericht argumentiert, dass die Situation auch dem touristischen Ruf von Budapest schaden könnte. Das untere Pester Ufer ist eines der wichtigsten touristischen Gebiete der Hauptstadt. Es dient Passagieren von Ausflugsbooten, Hotelschiffen und Besuchern, die das UNESCO-gelistete Donaupanorama genießen.

In der Analyse wird jedoch behauptet, dass öffentliches Urinieren, Abfallprobleme, Obdachlose, die ihren Müll durchsuchen, Verkehrsstörungen und Schwierigkeiten beim Zugang zu Hotelschiffen die Qualität des Besuchererlebnisses untergraben, das die Tourismusstrategie von Budapest fördern will.

Sie weist auch auf Konflikte zwischen den Ambitionen der Stadt für einen hochwertigen, kulturbasierten Tourismus und dem, was sie als die zunehmend “partyviertelartige” Atmosphäre des Ufers während der Sommerabende beschreibt, hin.

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Foto: Facebook/Budapest Városháza

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Fragen zur Verantwortung

Einer der stärksten Kritikpunkte des Berichts betrifft die fragmentierte Verantwortungsstruktur, wie er es nennt. Zahlreiche Akteure sind an dem Projekt beteiligt, darunter Stadtverwaltungen, Verwalter des öffentlichen Raums, Veranstaltungsorganisatoren, Gaststättenbetreiber, Verkehrsbehörden, Sicherheitsdienste und Tourismusakteure.

Die Analyse warnt davor, dass im Falle eines ernsten Notfalls die entscheidende Frage nicht wäre, wie viele Organisationen an den Vorbereitungen beteiligt sind, sondern wer die Befugnis hat, Evakuierungen, Schließungen, Notfallkommunikation und Rettungsaktionen sofort anzuordnen.

Die Beratungsfirma betonte, dass sie nicht die Schließung des Programms am Fluss fordert, sondern die sofortige Einführung und Dokumentation von Mindestsicherheitsmaßnahmen. Dazu gehören ein klar benannter operativer Leiter, genehmigte Evakuierungs- und Brandschutzpläne, gesicherte Rettungswege, Schutzmaßnahmen am Ufer und ein öffentlich transparenter Verantwortungsrahmen.

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Foto: Facebook/Budapest Városháza

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