Budapest stellt 40 Springbrunnen ab – Notmaßnahmen zur Wassereinsparung treten in Kraft

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Budapest hat 40 öffentliche Springbrunnen und künstliche Wasserfälle abgeschaltet, da die Behörden angesichts der sich verschärfenden Dürre und Hitzewelle in Ungarn ihre Notfallmaßnahmen zur Wassereinsparung verstärken.

Die Ankündigung erfolgte durch Péter Dezsényi, Geschäftsführer des städtischen Parkpflegeunternehmens FŐKERT, der erklärte, dass nach der Einführung außerordentlicher Wassereinschränkungen derzeit ein Notfallplan zur Klimabewältigung ausgearbeitet werde.

Der Wasserverbrauch muss gesenkt werden, ohne dabei das grüne Erbe Budapests zu beeinträchtigen

Laut Dezsényi haben viele Kommunen und private Gartenbesitzer angefragt, ob sie die Bewässerung gänzlich einstellen sollten. Seine Antwort ist eindeutig: Der Wasserverbrauch muss drastisch reduziert werden, jedoch auf strategische Weise.

Er warnte, dass Budapests Parks, Bäume und Gärten ein geschätztes lebendes Naturvermögen im Wert von 400 Milliarden HUF (rund 1,1 Milliarden Euro) darstellen, das in den letzten 100 bis 150 Jahren aufgebaut wurde. Würde man zulassen, dass sie absterben, würde es Jahre (oder sogar Jahrzehnte) dauern, diesen Verlust wieder rückgängig zu machen.

„In einem normalen heißen August kann die Bewässerung von Parks und Gärten bis zu 10 % des gesamten Trinkwasserverbrauchs der Stadt ausmachen“, erklärte er. „Dieser Anteil muss nun deutlich reduziert werden, wobei möglichst wenig ökologischer Schaden angerichtet werden darf.“

Junge Bäume haben Vorrang, Rasenflächen können warten

FŐKERT legte mehrere Prioritäten sowohl für die Kommunalverwaltungen als auch für die Einwohner fest. Nach Angaben der Stadt sollten verfügbare alternative Wasserquellen genutzt werden, wo immer dies rechtlich möglich ist, während sich die Bewässerungsmaßnahmen zunächst auf junge Bäume (bis zu fünf Jahre alt) konzentrieren sollten, gefolgt von neu gepflanzten Sträuchern, Blumenbeeten und Stauden.

Rasenflächen gelten jedoch nicht mehr als oberste Priorität. Die Behörden wiesen darauf hin, dass sich Gras nach Dürreperioden in der Regel wieder erholen kann, sofern das Wurzelsystem intakt bleibt. Das unmittelbare Ziel besteht daher darin, die Rasenflächen am Leben zu erhalten, anstatt sie grün zu halten.

Mulch statt mehr Wasser

Eine weitere Empfehlung lautet, den Boden mit Grasschnitt, Holzspänen, Heu oder anderem organischem Material abzudecken. Laut Dezsényi verringert Mulch nicht nur die Verdunstung, sondern schützt den Boden auch vor Überhitzung, was ihn zu einer der einfachsten und wirksamsten Maßnahmen zur Wassereinsparung macht.

Anwohner werden gebeten, beim Schutz junger Bäume mitzuhelfen

FŐKERT appelliert zudem direkt an die Einwohner von Budapest, bei der Bewässerung neu gepflanzter Straßenbäume mitzuhelfen. Die Stadt empfiehlt, jedem jungen Baum pro Bewässerungsvorgang 50 bis 100 Liter Wasser zu geben, damit die Feuchtigkeit tief genug in den Boden eindringt und eine nachhaltige Wirkung entfalten kann.

Die Einwohner werden dazu ermutigt, die mobile App „Beeco“ zu nutzen, die Tausende junger öffentlicher Bäume in ganz Budapest und mehreren anderen ungarischen Städten kartiert und es Freiwilligen so erleichtert, Bäume zu finden, die bewässert werden müssen.

Brunnen werden zur Wassereinsparung abgeschaltet

Im Rahmen der Notfallmaßnahmen hat FŐKERT bereits alle 40 unter seiner Verwaltung stehenden Zierbrunnen und Wasserfälle abgeschaltet. Dezsényi erklärte, dass dasselbe Prinzip auch anderswo gelten sollte, und forderte die Bevölkerung nachdrücklich auf, die Nutzung von Schwimmbädern und anderen nicht unbedingt notwendigen Einrichtungen, die erhebliche Mengen an Wasser und Energie verbrauchen, auf ein Minimum zu beschränken. Eine operative Taskforce soll in den kommenden Tagen die umfassendere Klimanotstandsstrategie für Budapest fertigstellen.

Lesen Sie mehr über die Energiekrise in Ungarn auf Daily News Hungary.

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