Budapests legendäre grüne Fahrräder sind zurück: Das neue MOL Bubi startet mit E-Bikes, einer größeren Flotte und kostenlosen Proberunden

Sprache ändern:

Budapests legendäre grüne Fahrräder feiern ihr Comeback, da das öffentliche Fahrradverleihsystem der nächsten Generation, MOL Bubi, nun in der ungarischen Hauptstadt eingeführt wird.

Das Budapester Verkehrszentrum (BKK) hat eine geschlossene Testphase für das neue System gestartet; öffentliche Testfahrten sind für Juli geplant, bevor der Dienst später im Sommer vollständig verfügbar sein wird. Das verbesserte System verspricht eine deutlich größere Flotte, die Einführung von E-Bikes sowie mehrere neue digitale Funktionen.

Grüne Fahrräder kehren auf die Straßen Budapests zurück

Ab dem 19. Juni können Einwohner und Besucher in ganz Budapest wieder die bekannten grünen MOL-Bubi-Fahrräder entdecken. Die BKK hat eine begrenzte Testphase eingeleitet, um das System vor der offiziellen Einführung anhand von Rückmeldungen aus der Praxis zu optimieren.

Nach Angaben der BKK werden Nutzer mit einer gültigen BudapestGO-Fahrkarte eingeladen, den neuen Dienst im Juli nach Abschluss eines Vorregistrierungsverfahrens kostenlos zu testen. Die Teilnehmer erhalten detaillierte Anweisungen und Zugangsinformationen per E-Mail.

Die vollständige Einführung für die Öffentlichkeit wird für die zweite Julihälfte erwartet.

Tausende neuer Fahrräder, darunter E-Bikes

Das neue MOL Bubi stellt eine erhebliche Erweiterung des öffentlichen Fahrradverleihnetzes in Budapest dar. Zum Start wird das System über rund 3.300 Fahrräder verfügen, darunter:

  • 2.500 Standardfahrräder
  • 800 Fahrräder mit elektrischer Tretunterstützung

Die BKK plant, die Flotte in den kommenden Jahren weiter auszubauen und strebt dabei eine Zahl von mindestens 5.000 Fahrrädern an. Die Einführung von E-Bikes soll das Radfahren einem breiteren Nutzerkreis zugänglich machen, darunter auch Pendlern, für die das Gelände in Budapest oder längere Strecken bisher eine Herausforderung darstellten.

Neue App-Funktionen und Reservierungen

Die aktualisierte MOL Bubi-App bietet mehrere Verbesserungen, darunter eine Funktion zur Fahrradreservierung. Nutzer können ein bestimmtes Fahrrad für bis zu zehn Minuten reservieren, wodurch verhindert wird, dass jemand anderes das Fahrrad bereits entnimmt, bevor sie an der Station eintreffen.

Die Fahrräder sind mit intelligenten Schlössern ausgestattet und können direkt über die App entriegelt werden. Die Nutzer erhalten zudem Fahrberichte, aus denen die Fahrzeit, die zurückgelegte Strecke, der geschätzte Kalorienverbrauch und die eingesparten CO₂-Emissionen hervorgehen.

Preise und Rabatte

Nach Angaben von Telex, die nach den Tests veröffentlicht wurden, werden die monatlichen Abonnements voraussichtlich folgende Kosten verursachen:

  • 2.500 HUF für Standard-MOL-Bubi-Fahrräder (7 EUR)
  • 3.500 HUF für elektrische MOL-Bubi-Fahrräder (10 EUR)

Fahrgäste, die über die BudapestGO-App im Besitz einer gültigen BKK-Fahrkarte sind, erhalten einen Rabatt von 20 %, wodurch sich die monatlichen Gebühren auf 2.000 HUF (5,7 EUR) bzw. 2.800 HUF (8 EUR) reduzieren. Es werden auch Jahresabonnements angeboten.

Nutzer von E-Bikes zahlen pro Fahrt eine zusätzliche Entsperrgebühr von 250 HUF (0,7 EUR), während die Nutzungsgebühr pro Minute für beide Fahrradtypen bei 60 HUF (0,17 EUR) bleibt.

Flexiblere Abstellmöglichkeiten

Eine der bedeutendsten Änderungen ist die Einführung von GPS-basierten Abstellzonen. Zunächst können Fahrräder an den bestehenden 222 MOL-Bubi-Stationen abgeholt und zurückgegeben werden. Ab September können Nutzer die Fahrräder zudem an rund 500 ausgewiesenen Mobi-Punkten in der ganzen Stadt abstellen, von denen viele bereits von Anbietern von E-Scooter-Sharing-Diensten genutzt werden.

Das System wird anstelle herkömmlicher Dockingstationen GPS-Technologie nutzen, was eine größere Flexibilität ermöglicht und gleichzeitig sicherstellt, dass die Fahrräder innerhalb der zugelassenen Abstellbereiche verbleiben.

Strategische Partner bleiben weiterhin an Bord

Das Energieunternehmen MOL Group bleibt weiterhin Namenssponsor und strategischer Partner des Programms. Gleichzeitig ist Mastercard als neuer Digitalisierungspartner hinzugekommen. Vertreter der BKK erklären, dass die Partnerschaft die langfristige Entwicklung einer nachhaltigen städtischen Mobilität in Budapest unterstützen und gleichzeitig das Radfahren für Einwohner und Besucher gleichermaßen zugänglicher und bequemer machen wird.

Das ursprüngliche MOL-Bubi-System wurde 2014 eingeführt und hat sich zu einem der bekanntesten Verkehrsangebote Budapests entwickelt. Die neue Generation soll an diesen Erfolg anknüpfen – mit mehr Fahrrädern, besserer Technologie und einem deutlich erweiterten Netz.

Falls Sie es verpasst haben: Höhere Geschwindigkeitsbegrenzungen, neue Regeln für Roller und Fahrräder – in Ungarn tritt bald eine neue Straßenverkehrsordnung in Kraft

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *