Das Internationale Investitionsforum Taschkent 2026 wird mit bedeutenden Investitionszusagen aus Usbekistan eröffnet

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Das Internationale Investitionsforum Taschkent 2026 wurde am Mittwoch offiziell mit einer Ansprache des usbekischen Präsidenten Shavkat Mirziyoyev eröffnet, der Usbekistan als schnell wachsende Reformwirtschaft präsentierte, die eine Vertiefung der Partnerschaften mit globalen Investoren, Finanzinstituten und regionalen Verbündeten anstrebt.

Die fünfte Ausgabe des Forums, das unter dem Motto „Investitionsresilienz: Neue Horizonte, neue Partnerschaften“ stand, brachte laut den Eröffnungsworten des Präsidenten fast 4.000 ausländische Gäste aus mehr als 100 Ländern zusammen. Zu den Teilnehmern zählten hochrangige Vertreter aus Albanien, Russland, Weißrussland, Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan sowie Vertreter bedeutender internationaler Finanzinstitutionen.

Usbekistan strebt danach, das Vertrauen der Investoren zu stärken

In seiner Rede erklärte Mirziyoyev, Usbekistan stehe Investoren, die an einer „gleichberechtigten und für beide Seiten vorteilhaften Partnerschaft“ interessiert seien, weiterhin offen gegenüber, und verwies dabei auf das seiner Meinung nach wachsende internationale Vertrauen in die Reformen des Landes.

Der Präsident erklärte, Usbekistan habe in den letzten Jahren ausländische Investitionen in Höhe von mehr als 150 Milliarden US-Dollar angezogen, davon 123 Milliarden US-Dollar in den vergangenen fünf Jahren. Er hob zudem das BIP-Wachstum von 7,7 Prozent im vergangenen Jahr, ausländische Investitionen in Höhe von 43 Milliarden US-Dollar sowie internationale Währungsreserven von über 70 Milliarden US-Dollar hervor.

Für ausländische Leser: Usbekistan ist das bevölkerungsreichste Land Zentralasiens und hat seit der Einleitung umfassender Wirtschaftsreformen unter Mirziyoyev zunehmend an Bedeutung als regionaler Investitionsstandort gewonnen. Zu diesen Reformen zählen die Liberalisierung des Devisenmarktes, Privatisierungsbemühungen, die Entwicklung des Kapitalmarktes sowie verstärkte Anstrengungen zur Gewinnung internationaler Finanzmittel.

Das Internationale Investitionsforum Taschkent 2026 rückt Rechtsreformen in den Fokus

Eine zentrale Ankündigung auf dem Internationalen Investitionsforum Taschkent 2026 war die geplante Gründung des Internationalen Finanzzentrums Taschkent.

Laut Mirziyoyev wird das Zentrum unter einer besonderen Rechtsordnung operieren, die auf den Grundsätzen des englischen Common Law basiert. Seine rechtlichen Grundlagen sollen in einem eigenen Verfassungsgesetz festgelegt werden, während die Teilnehmer von einem äußerst günstigen Steuersystem profitieren würden. Die Körperschaftsteuer, die Mehrwertsteuer, die Grundsteuer und die Zölle sollen auf null Prozent festgesetzt werden.

Der Präsident versprach zudem Garantien für den freien Kapitalverkehr und die Möglichkeit, Transaktionen in beliebigen Währungen durchzuführen. Geplant sind ferner eine unabhängige Finanzaufsichtsbehörde sowie ein Internationales Handelsgericht in Taschkent, das mit ausländischen Richtern und internationalen Experten besetzt sein soll.

Mirziyoyev erklärte, Usbekistan beabsichtige, dem Singapur-Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Mediation beizutreten, und stellte diesen Schritt als Teil umfassenderer Bemühungen dar, Investoren im Land einen stärkeren internationalen Rechtsschutz zu bieten.

Kapitalmärkte, Privatisierung und islamische Finanzwirtschaft

Der usbekische Staatschef legte zudem großen Wert auf die Entwicklung der Kapitalmärkte. Er erklärte, Usbekistan habe Anleihen im Wert von mehr als 16 Milliarden US-Dollar auf den internationalen Märkten platziert und auf die Landeswährung lautende Eurobonds für Unternehmen eingeführt.

Er verwies zudem auf die Notierung von 30 Prozent der Anteile des Nationalen Investitionsfonds an den Börsen von Taschkent und London und bezeichnete dies als den größten Börsengang an der Londoner Börse in den letzten fünf Jahren.

Weitere Reformen sind durch neue Gesetze zum Kapitalmarkt und zu alternativen Investmentfonds geplant. Usbekistan beabsichtigt zudem, staatliche islamische Anleihen, sogenannte Sukuk, aufzulegen, um die Investitionsströme zu diversifizieren.

In diesem Jahr sollen im Rahmen des Privatisierungsprogramms Vermögenswerte im Wert von 6 Milliarden US-Dollar zur Versteigerung angeboten werden, darunter Immobilien, staatliche Beteiligungen an Unternehmen und Grundstücke.

Grüne Energie, KI und regionale Vernetzung

Der Präsident bezeichnete grüne Energie und künstliche Intelligenz als wichtige Zukunftsbranchen. Usbekistan strebt an, den Anteil grüner Energie an der gesamten Stromerzeugung in den kommenden Jahren auf 54 Prozent zu erhöhen.

Mirziyoyev lud Investoren ein, sich an Solar- und Windkraftprojekten, Energiespeichersystemen, der Modernisierung des Stromnetzes sowie an Rechenzentren zu beteiligen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Er erklärte zudem, dass ausländische Experten davon ausgehen, dass in den nächsten fünf Jahren im usbekischen Sektor für künstliche Intelligenz eine Wertschöpfung von mindestens 10 Milliarden US-Dollar entstehen wird.

In Karakalpakstan entsteht derzeit eine Sonderzone für KI-Projekte und Rechenzentren, in der Investoren Steuer- und Zollbefreiungen bis 2040, staatlich finanzierte Infrastruktur sowie einen Vorzugstarif für Strom zugesichert werden.

Die regionale Anbindung war ein weiterer wichtiger Schwerpunkt. Mirziyoyev bezeichnete die Eisenbahnstrecke China–Kirgisistan–Usbekistan, den Trans-Afghan-Korridor und den Mittelkorridor durch das Kaspische Meer als strategische Verbindungen zwischen Asien und Europa.

Tourismus, Wohnungsbau und regionale Entwicklung

Das Bevölkerungswachstum Usbekistans wurde zudem als Investitionschance dargestellt. Die Einwohnerzahl des Landes nähert sich der 40-Millionen-Marke, und die Regierung plant, die Urbanisierungsrate bis 2040 von 51 Prozent auf 65 Prozent zu steigern.

Der Präsident erklärte, der Wohnungsbau könne ein garantiertes Marktvolumen von mindestens 10 Milliarden US-Dollar pro Jahr bieten, während zudem öffentlich-private Partnerschaftsprojekte im Bereich der Infrastrukturentwicklung im Wert von 27 Milliarden US-Dollar vorbereitet würden.

Der Tourismus wurde als weiterer Wachstumsmotor dargestellt. Mirziyoyev erklärte, die Zahl der ausländischen Touristen sei in den vergangenen fünf Monaten um 27 Prozent auf 5,5 Millionen gestiegen, wobei Usbekistan das Potenzial habe, jährlich 15 bis 20 Millionen ausländische Touristen zu empfangen.

Zum Abschluss seiner Rede erklärte Mirziyoyev, Investitionen seien „weit mehr als nur eine Kapitalquelle“; er bezeichnete sie als Katalysator für Technologie, Wissen, Arbeitsplätze und Entwicklung. Seine Botschaft auf dem Internationalen Investitionsforum Taschkent 2026 war eindeutig: Usbekistan möchte sich als eines der wichtigsten Tore Zentralasiens für internationales Kapital positionieren.

Die ungarisch-usbekischen Beziehungen verleihen dem Ganzen eine europäische Dimension

Das Internationale Investitionsforum Taschkent 2026 ist auch für Ungarn von großer Bedeutung, da die Beziehungen zwischen Budapest und Taschkent in den letzten Jahren zunehmend an Dynamik gewonnen haben. Im Mai 2025 unterzeichneten Präsident Shavkat Mirziyoyev und Ministerpräsident Viktor Orbán in Budapest eine gemeinsame Erklärung zur Begründung einer erweiterten strategischen Partnerschaft zwischen Usbekistan und Ungarn, die Bereiche wie Klimapolitik, Wissenschaft und Innovation, Katastrophenschutz sowie friedliche nukleare Zusammenarbeit umfasst.

Auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit hat an Konkretheit gewonnen. Im Rahmen der Gespräche im Jahr 2025 erörterten beide Seiten die Anhebung des bilateralen Handelsvolumens auf 500 Millionen Euro sowie die Vorbereitung neuer Investitionsprojekte im Wert von 1,5 Milliarden Euro. Die usbekische Seite hob zudem den Eintritt der ungarischen OTP-Bank in den usbekischen Finanzmarkt als wichtiges Signal für ungarische und europäische Unternehmen hervor, während die Zusammenarbeit in den Bereichen Verkehrsinfrastruktur, Logistik, Textilien, Baumaterialien, Pharmazeutika, digitale Technologien und Aquakultur erörtert wurde.

Für Ungarn ist Usbekistan ein zunehmend wichtiger zentralasiatischer Partner und ein potenzielles Tor zu größeren regionalen Märkten, während Taschkent Budapest als nützliche Brücke zu europäischen Investitionen, Technologien und regulatorischem Know-how betrachtet. Dies verleiht dem „Tashkent International Investment Forum 2026“ eine zusätzliche ungarische Perspektive: Die von Mirziyoyev in seiner Eröffnungsrede hervorgehobenen Sektoren – von Finanzen und grüner Energie bis hin zu Verkehr, Landwirtschaft und industrieller Produktion – überschneiden sich weitgehend mit den Bereichen, in denen die ungarisch-usbekische Zusammenarbeit bereits ausgebaut wird.

Es wird erwartet, dass Usbekistan auch mit der neuen ungarischen Regierung gute Beziehungen pflegen wird, da die letzten Jahre gezeigt haben, dass es sich lohnt, trotz der großen Entfernung sehr enge Beziehungen aufrechtzuerhalten.

Erfahren Sie mehr über das Internationale Investitionsforum Taschkent 2026

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