Einer der ranghöchsten Soldaten Ungarns beendet trotz Gefahrenzustand den Militärdienst

Ungarn hat einen seiner angesehensten Soldaten verloren: Brigadegeneral Imre Porkoláb hat seinen Dienst in gegenseitigem Einvernehmen beendet. Dies geht aus einem Dekret hervor, das am Donnerstagabend in der offiziellen Magyar Közlöny (Ungarisches Staatsblatt) veröffentlicht wurde.
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Mit dieser Entscheidung, die vom Präsidenten auf Empfehlung von Verteidigungsminister Kristóf Szalay-Bobrovniczky gebilligt wurde, geht eine herausragende Karriere zu Ende, die sich über drei Jahrzehnte erstreckte. Porkoláb war nicht nur in Ungarn, sondern auch international weithin anerkannt. Er vertrat die NATO auf hoher Ebene, unter anderem auf einem Posten im Pentagon, schreibt 24.hu.
Ein Soldat mit außergewöhnlichen Fähigkeiten
Porkoláb war ein Pionier auf seinem Gebiet und machte 1994 als erster ungarischer Soldat seinen Abschluss an der Royal Military Academy Sandhurst. Später spielte er eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der ungarischen Fähigkeiten im Bereich Spezialoperationen und diente bei Einsätzen im Irak und in Afghanistan. Seine Karriere umfasste auch hochrangige strategische Positionen, wie die Vertretung des Alliierten Kommandos Transformation der NATO in den Vereinigten Staaten.
Er kam sogar in das Kabinett des scheidenden Premierministers Viktor Orbán.
Neben seinen operativen Aufgaben trug Porkoláb zur Verteidigungsstrategie und Innovation bei. Er leitete Initiativen zur Modernisierung des Militärs und war 2022 kurzzeitig Ministerialbeauftragter für Innovation im Verteidigungsbereich. Nach seiner vorzeitigen Entlassung aus dieser Funktion ohne öffentliche Erklärung setzte der Soldat seine Arbeit als Berater im Kabinettsbüro des Premierministers fort.
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Zu seinen akademischen Referenzen gehören eine Ausbildung als Führungskraft an der Harvard University und Studien über organisatorische Innovation an der Stanford University. Er hat auch Bücher über Militärstrategie geschrieben und war in der Führungsausbildung tätig. Porkolábs Abgang fällt mit dem von Generalleutnant József Kovács zusammen, einem ehemaligen Chef des ungarischen Militärgeheimdienstes, der ebenfalls im gegenseitigen Einvernehmen aus dem Dienst ausgeschieden ist.
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Gekennzeichnetes Bild: Porkoláb Imre/Facebook

