Fünfjahreshoch in Ungarn: Neubauten überschwemmen den Markt, während die Preise Anzeichen einer Abkühlung zeigen

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Das Angebot an zum Verkauf stehenden Neubauwohnungen in Ungarn hat ein Fünfjahreshoch erreicht: Laut aktuellen Daten der Immobilienwebsite ingatlan.com können Käufer derzeit landesweit aus rund 10.700 inserierten Wohnungen und Häusern wählen.
Gleichzeitig verlangsamt sich das Preiswachstum im günstigeren Segment des Neubaumarktes. Die günstigsten 10 % der landesweit neu gebauten Wohnungen können derzeit für bis zu 59 Millionen HUF erworben werden – nur 1 Million HUF mehr als vor einem Jahr.
Die Preise für Neubauten variieren in Ungarn stark
Die günstigsten 10 % der Neubauimmobilien kosten in Budapest bis zu 71 Millionen HUF, in Bezirkshauptstädten und anderen Großstädten 48 Millionen HUF sowie in kleineren Städten und Dörfern 41 Millionen HUF.
Zwischen den einzelnen Städten bestehen erhebliche Unterschiede. Bei Neubauwohnungen weist Zalaegerszeg derzeit die niedrigsten Preise auf: Die günstigsten 10 % des Marktes sind dort für weniger als 34 Millionen HUF erhältlich. Die entsprechende Schwelle liegt in Győr bei 46 Millionen HUF, während sie sowohl in Veszprém als auch in Szombathely bei 47 Millionen HUF liegt.
Bei neu gebauten Häusern weist Nyíregyháza mit 69 Millionen HUF die niedrigste Schwelle unter den von ingatlan.com hervorgehobenen Städten auf. In Kecskemét liegt dieser Wert bei 77 Millionen HUF und in Székesfehérvár bei 87 Millionen HUF.
Innerhalb von Budapest findet sich der niedrigste Einstiegspreis derzeit im XIX. Bezirk, wo die günstigsten 10 % der Neubauimmobilien ab 50 Millionen HUF angeboten werden. Die Schwelle steigt auf 62 Millionen HUF in den Bezirken X und XVIII sowie auf 64 Millionen HUF im VIII. Bezirk.

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Erschwinglichkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung
László Balogh, Chefökonom bei ingatlan.com, erklärte, dass die Erschwinglichkeit zu einem immer wichtigeren Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit von Neubauimmobilien werde. Zwar seien neue Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr weiter teurer geworden, doch der langsamere Preisanstieg im günstigeren Segment könnte Käufern mehr Spielraum bieten, aus dem wachsenden Angebot auszuwählen.
Balogh wies zudem darauf hin, dass die Zukunft des ungarischen Vorzugssatzes von 5 % Mehrwertsteuer auf neue Wohnungen sowohl für Käufer als auch für Bauträger zu einem immer wichtigeren Thema werde. Der ermäßigte Satz läuft derzeit zum Jahresende aus.
Nach Ansicht des Experten erscheint eine Anhebung des Satzes auf den regulären Mehrwertsteuersatz von 27 % bei den aktuellen Immobilienpreisen nicht realistisch. Er geht daher davon aus, dass der Vorzugssatz für Käufer von Neubauwohnungen auch nach 2026 bestehen bleiben und möglicherweise bis ins Jahr 2027 fortgeführt werden könnte. Hierbei handelt es sich um eine Einschätzung des Experten und nicht um eine bestätigte Entscheidung der Regierung.
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Mehr Auswahl für Käufer
Die 10.700 ausgeschriebenen Neubauwohnungen stellen laut ingatlan.com das höchste Angebotsniveau der letzten fünf Jahre dar. Die Kombination aus wachsendem Angebot und verlangsamtem Preisanstieg im günstigeren Segment könnte die Erschwinglichkeit zu einem zunehmend wichtigen Faktor auf dem Neubau-Markt machen, insbesondere da Käufer die Preise in Budapest, den Großstädten und kleineren Ortschaften miteinander vergleichen.

