Großes Eisenbahnausbauprojekt in Budapest, das den Pendlerverkehr neu gestalten könnte, wurde soeben vorgestellt

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Ein umfangreiches Eisenbahnausbauprojekt könnte den Pendlerverkehr zwischen Budapest und mehreren umliegenden Städten grundlegend verändern; dafür sind 174 Milliarden HUF (ca. 480 Millionen Euro) für die Modernisierung der Bahnstrecke Budapest–Fót–Veresegyház–Őrbottyán–Vác vorgesehen.

Die Investition ist Teil des Baross-Gábor-Eisenbahnausbauplans und wird aus dem EU-Kohäsionsfonds im Rahmen des IKOP-Plus-Programms finanziert. Ziel ist es, bis 2030 einen schnelleren, häufigeren und besser zugänglichen Nahverkehr auf der Strecke zu schaffen.

Bis zu sechs Züge pro Stunde

Laut Dávid Vitézy, Minister für Verkehr und Investitionen, wird der Ausbau zunehmend notwendig, da immer mehr Einwohner der betroffenen Ortschaften nach Budapest pendeln. Die meisten von ihnen fahren derzeit mit dem Auto, was zu Verkehrsstaus, Luftverschmutzung und einem hohen Parkplatzbedarf in der Hauptstadt beiträgt.

Die modernisierte Bahnstrecke soll eine attraktivere Alternative bieten. Im Gebiet von Fót, Veresegyház und Őrbottyán könnte das derzeitige Fahrplanangebot von etwa einem bis zwei Zügen pro Stunde auf vier bis sechs Züge pro Stunde erhöht werden. Wo dies erforderlich und machbar ist, wird ein zweites Gleis gebaut, wodurch die Kapazität erhöht und ein dichterer Fahrplan ermöglicht wird. Auch Bahnhöfe und Haltestellen werden renoviert und barrierefrei gestaltet, während neue P+R-Parkplätze und B+R-Einrichtungen für Radfahrer es Pendlern erleichtern werden, verschiedene Verkehrsmittel zu kombinieren.

Die Fahrgastzahlen könnten sich vervierfachen

Frühere Modellrechnungen im Rahmen der Eisenbahnstrategie für den Großraum Budapest deuteten darauf hin, dass die Fahrgastzahlen auf der Strecke nach Veresegyház letztendlich das Drei- bis Vierfache des derzeitigen Niveaus erreichen könnten. Die Strecke befördert trotz ihres begrenzten Fahrplans bereits rund 10.000 Fahrgäste, wobei die Züge häufig überfüllt sind.

Erfahrungen mit zuvor modernisierten Strecken in Richtung Esztergom und Székesfehérvár verdeutlichen die potenziellen Auswirkungen von Investitionen: Berichten zufolge hat sich das Fahrgastaufkommen auf diesen Strecken fast verdoppelt. Umfragen haben zudem ergeben, dass sich deutlich mehr Pendler für die S-Bahn entscheiden würden, wenn sich sowohl die Qualität als auch die Taktfrequenz des Angebots verbessern würden.

Anbindung an die U-Bahn-Linie M3

Das Eisenbahnprojekt ist Teil eines umfassenderen Verkehrsentwicklungsprogramms. Der Bahnhof Rákospalota–Újpest soll ebenfalls modernisiert werden, während Pläne eine Verlängerung der U-Bahn-Linie M3 bis zu diesem Bahnhof vorsehen. Die Bahnstrecke, der Ausbau des Bahnhofs und die U-Bahn-Verlängerung sollen bis 2030 fertiggestellt sein und eine stärkere Anbindung zwischen dem Budapester S-Bahn-Netz und dem U-Bahn-Netz schaffen.

Vitézy erklärte zudem, er und seine Kollegen hätten bereits während seiner Zeit als Leiter des Budapester Entwicklungszentrums am Ausbau der Strecke nach Veresegyház gearbeitet, behauptete jedoch, das Projekt sei später von János Lázár gestoppt worden. Sollte das Projekt wie geplant umgesetzt werden, könnte die Investition die Bahn für die Bewohner der schnell wachsenden nördlichen Vororte Budapests zu einer weitaus wettbewerbsfähigeren Alternative zum Auto machen.

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