Hunderte ausländischer Soldaten sollen im Rahmen einer neu genehmigten Militäroperation durch Ungarn marschieren

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Die ungarische Regierung hat im Rahmen einer internationalen Minenräummission im Schwarzen Meer Truppenbewegungen durch das Land genehmigt, wie aus einem Regierungserlass hervorgeht, der in der jüngsten Ausgabe des ungarischen Amtsblatts veröffentlicht wurde. Die Entscheidung erlaubt es, dass jeweils bis zu 500 Militärangehörige auf dem Weg zu Einsätzen in Rumänien, Bulgarien und der Türkei durch Ungarn transitieren dürfen.
Ungarn genehmigt Transit für Schwarzmeer-Mission
Gemäß dem neu veröffentlichten Regierungsbeschluss hat Ungarn grenzüberschreitende Truppenbewegungen im Zusammenhang mit der Operation „OP REASSURANCE MCM Black Sea“ genehmigt. Die Maßnahme ergänzt einen früheren Regierungsbeschluss aus dem Jahr 2024 und gilt für die gesamte Dauer des internationalen Mandats. Gemäß dem Erlass dürfen sich im Rahmen der Operation zu keinem Zeitpunkt mehr als 500 Militärangehörige in Ungarn aufhalten.
Was ist die Operation „OP REASSURANCE MCM Black Sea“?
„OP REASSURANCE“ ist Kanadas militärischer Beitrag zu den Bemühungen um Sicherheit und Stabilität in Europa. Die Komponente „MCM (Mine Countermeasures) Black Sea“ konzentriert sich auf die Aufspürung und Unschädlichmachung von Seeminen im Schwarzmeerraum.
Nach Angaben des kanadischen Verteidigungsministeriums zielt die Mission darauf ab, Seeminen zu identifizieren und zu beseitigen, die eine Gefahr für die Schifffahrt und Küstengebiete darstellen, insbesondere solche, die in Richtung der Küsten von NATO-Mitgliedstaaten treiben könnten.
„Die Operation REASSURANCE ist derzeit die größte Auslandseinsatzmission der kanadischen Streitkräfte (CAF), durch die die CAF zu den Abschreckungs- und Verteidigungsmaßnahmen der NATO in Mittel- und Osteuropa beiträgt und Teil der größten Verstärkung der kollektiven Verteidigung des Bündnisses seit einer Generation ist“, heißt es auf der offiziellen Website des Ministeriums. „Über 3.000 Angehörige der CAF sind das ganze Jahr über zur Unterstützung der Operation REASSURANCE im Einsatz, was sie zur derzeit größten internationalen Militäroperation Kanadas macht.“
Das Schwarze Meer ist seit dem Ausbruch des Russland-Ukraine-Kriegs zunehmend gefährlich geworden, wobei schwimmende Minen eine Bedrohung sowohl für die Handelsschifffahrt als auch für zivile maritime Aktivitäten darstellen.
Zu den Zielländern zählen Rumänien, Bulgarien und die Türkei
In dem Beschluss der ungarischen Regierung werden Rumänien, Bulgarien und die Türkei ausdrücklich als Zielländer und geplante Einsatzgebiete der Mission genannt. Der Erlass enthält zwar keine Einzelheiten zu den genauen Routen oder zum Zeitplan der Truppenbewegungen, bestätigt jedoch, dass Ungarn als Transitland für das an der Operation beteiligte Personal dienen wird.
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Titelbild: Illustration, Facebook/Szalay-Bobrovniczky Kristóf

