Laut einer neuen Umfrage liegt die Tisza-Partei trotz wochenlanger politischer Kontroversen deutlich vor Fidesz

Sprache ändern:
Ungarns regierende Tisza-Partei hat laut der jüngsten Meinungsumfrage des Republikon-Instituts trotz mehrwöchiger hitziger politischer Debatten ihren deutlichen Vorsprung vor Fidesz behauptet. Die Umfrage deutet darauf hin, dass die jüngsten innenpolitischen Kontroversen kaum Auswirkungen auf die Präferenzen der Wähler hatten.
Die Zustimmung für die Tisza-Partei bleibt stabil
Laut der Umfrage des Republikon-Instituts vom Juli genießt die Tisza-Partei weiterhin überwältigende Unterstützung in allen Wählergruppen, während es der Fidesz nicht gelungen ist, wieder an Schwung zu gewinnen.
In der Gesamtbevölkerung blieb die Zustimmung für Tisza unverändert bei 58 %, während die für Fidesz im Vergleich zum Juni um einen Prozentpunkt auf 20 % zurückging.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den fest entschlossenen Parteianhängern, bei denen Tisza stabil bei 68 % blieb, während Fidesz von 25 % auf 24 % zurückfiel.
Unter den engagierten Wählern, die mit Sicherheit ihre Stimme abgeben werden, legte Tisza sogar um einen Prozentpunkt auf 69 % zu, während Fidesz auf 23 % zurückfiel.

Politische Auseinandersetzungen können die öffentliche Meinung nicht beeinflussen
Republikon kam zu dem Schluss, dass weder die jüngste Änderung des ungarischen Grundgesetzes noch die Debatte um den nächsten Präsidenten des Landes messbare negative Auswirkungen auf die Unterstützung für Tisza hatten.
Ebenso stellte das Institut fest, dass die Fidesz keinen politischen Nutzen aus ihrer jüngsten Kampagne zog, die sich auf das, was sie als „Ende der Rechtsstaatlichkeit“ bezeichnet, den Wechsel ihres Fraktionsvorsitzenden oder die Rede des ehemaligen Ministerpräsidenten Viktor Orbán beim jährlichen Tusványos-Sommerfestival konzentrierte.
Das Meinungsforschungsinstitut argumentierte, dass die Wähler trotz verstärkter politischer Aktivitäten innerhalb der Fidesz in den letzten Monaten kaum Reaktionen gezeigt hätten. Laut Republikon setzt die Partei ihre Wahlkampfthemen fort, die sich nach 16 Jahren Regierungszeit als politisch ungünstig erwiesen haben.
Kaum Veränderungen bei den kleineren Parteien
Auch die Unterstützung für die kleineren Parteien blieb weitgehend unverändert. Mi Hazánk bewegte sich weiterhin um die Wahlhürde und erreichte 5 % bei der wahlberechtigten Bevölkerung sowie 6 % bei den engagierten Wählern. Sowohl die Demokratische Koalition (DK) als auch die satirische Partei „Zweischwänziger Hund“ blieben bei 1 %.
Der Anteil der unentschlossenen Wähler sank leicht von 15 % auf 14 %.
Haben Sie schon davon gehört? Ein Forschungsinstitut warnt, dass Premierminister Péter Magyar Gefahr läuft, sich „zu verausgaben“
Die Wahlbegeisterung lässt nach
Die Umfrage ergab zudem einen leichten Rückgang der Wahlbegeisterung. Der Anteil der Befragten, die angaben, definitiv wählen zu gehen, sank von 80 % im Juni auf 77 % im Juli, während der Anteil derjenigen, die angaben, wahrscheinlich wählen zu gehen, von 7 % auf 9 % stieg.
Republikon vermutete, dies könnte darauf hindeuten, dass die Stimmung nach der Wahl allmählich konventionelleren Erwartungen an die Regierungsarbeit weicht, wobei sich der Fokus von dem politischen Wandel selbst darauf verlagert, wie die neue Regierung die wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen Ungarns angeht.
Eine weitere Umfrage zeichnete ein etwas anderes Bild
Die jüngsten Ergebnisse stehen in gewissem Kontrast zu einer früheren Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Medián, die zwischen dem 22. und 24. Juli im Auftrag von HVG durchgeführt wurde. Diese Umfrage deutete auf einen leichten Rückgang der Zustimmung für Tisza im Vergleich zum Juni hin, wobei diese Veränderung jedoch innerhalb der Fehlermarge lag.
Einige Kommentatoren brachten diese geringfügige Verschiebung mit der sogenannten „Polgár-Affäre“ in Verbindung, obwohl kein direkter kausaler Zusammenhang nachgewiesen wurde. Die Umfrage deutete dennoch darauf hin, dass viele Anhänger von Tisza die Kommunikation der Regierung zu diesem Thema sowie das Ausbleiben der versprochenen öffentlichen Konsultation kritisierten.
Abonnieren Sie unseren „Hungary Insider“-Newsletter,um jede Ausgabe direkt in Ihren Posteingangzu erhalten!

